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rik November 2017

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4 KÖLN Community Der Run of Colours zog bei schönstem Herbstwetter insgesamt 1.620 Läufer über die 5- und 10- km- Distanzen an. Den ersten Preis für das beste Kostüm gewann Carolin Krämer als Superwoman. Das beste Spendenergebnis erzielte Steffi Sczuka. Sie hatte in den letzten Wochen 1.177,77 Euro gesammelt und kann sich nun über zwei Flugtickets nach Paris von Air France freuen. Insgesamt sammelten die 19 Spendenläufer 3.925,65 Euro für die Angebote der Aidshilfe. Das Markenzeichen der Röschen Sitzung ist Biss, das weiß mittlerweile jeder. Und so stehen die Sitzungen 2018 unter dem Motto: „RÖSCHEN AL DENTE – Picknick am Po“. In dieser Session reist das Team der Röschen Sitzung nach „Bella Italia“ und schöpft aus dem Vollen. Von Adria bis Zuppa Romana ist alles dabei, was den Italienfreund begeistert. Denn schließlich ist Köln von je her eine Römerstadt. Endlich kommt zusammen, was zusammen gehört: Italienisches Temperament und rheinländischer Humor, Pizza und „Himmel un Äd“, Chianti und Kölsch. Auch bieten Ätna und Vesuv ausreichend Platz für die Weltpolitik und ihren Tanz auf dem Vulkan. Und zu all dem nehmen sich zwei kleine Italiener bei der Hand und wandern staunend durch die Schaafenstraße. Auch dieses Mal schreitet die Röschen Sitzung auf der schmalen Via Appia zwischen Kunst, Kitsch und Klischee, und das wie immer mit viel Spaß und Amore. Termine sind 19. + 20.01. / 26. + 27.01. / 02. + 03.02. / 09. + 10.02. Auch in diesem Jahr gibt es wieder den Adventskalender für einen guten Zweck, unterstützt von lokalen Betrieben wie Amadeus, Badehaus Babylon Cologne, Baustelle 4U, Birkenapotheke, Deck 5, Praxis für Physiotherapie Frank Burkert, HomOriental, Jot Jelunge, Kleine Glocke, Küchen-Loft, Liebeshaar, MGW, STATION 2B, POMMES IMPERIVM und Westgate-Apotheke. Der Adventskalender ist diesmal mit Original Lindt Schokolade gefüllt und beinhaltet zudem 24 Gutscheine, Rabatte oder andere Überraschungen im Gesamtwert von über 260 Euro und ist für 13,50 Euro in den Betrieben erhältlich. 2 Euro eines jeden verkauften Kalenders gehen in diesem Jahr an das anyway. Neue Unterkunft für Geflüchtete Die Stadt Köln startet gemeinsam mit der Aidshilfe Köln und Rubicon ein neues Wohnprojekt in Vogelsang für Geflüchtete mit LGBT Hintergrund. Das Objekt verfügt über abgeschlossene Wohneinheiten mit Küchenzeile und Sanitäreinrichtungen für eine beziehungsweise zwei Personen. Die Belegung erfolgt noch im September. Insgesamt entstehen 14 Wohneinheiten mit 20 Plätzen. Das Angebot erweitert die bestehenden Ressourcen für Personen mit besonderem Bedarf, insbesondere für alleinreisende Frauen, Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Behinderungen. Ziel ist es, weitere Ressourcen in diesem Segment dezentral und in kleinen Standorten zu schaffen und weiter zu erschließen. Die Aidshilfe als beauftragter Träger übernimmt gemeinsam mit Rubicon die Betreuung und Koordination vor Ort und wird sich darüber hinaus mit weiteren Anbietern der Wohlfahrtspflege vernetzen. Damit verfügt Köln jetzt über verschiedene Organisationen und Initiativen, die unterschiedliche Angebote bereitstellen, um die Integration zu erleichtern. Dr. Harald Rau, Beigeordneter für Soziales, Integration und Umwelt der Stadt Köln, betonte in der Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule, Transgender, dass mit dem bereitgestellten Wohnraum für LSBTI- Geflüchtete politische Vorgaben des Rates umsetzt wurden. Für die Stadt Köln besteht eine gesetzliche Unterbringungsverpflichtung, um die derzeit 10.801 geflüchteten Menschen vor Obdachlosigkeit zu bewahren.

KÖLN 5 PRÄVENTION PREP FÜR ALLE Seit Mitte 2016 ist in Deutschland das Mittel Truvada zum Schutz vor HIV-Infektionen als Präexpositionsprophylaxe, kurz PrEP, zugelassen. Mit monatlichen Kosten von rund 800 Euro richtet sich diese Art der Vorbeugung nur an einen sehr kleinen Kreis. Zwar wurde im Juli 2017 ein Generikum zugelassen, aber auch das schlägt mit rund 600 Euro für einen Monat zu buche. Abhilfe schafft der Kölner Apotheker Erik Tenberken. Im Rahmen eines Pilotprojekts, an dem er seit anderthalb Jahren arbeitet, gibt es seit Oktober dieses Jahres die Möglichkeit, sich für 50 Euro im Monat vor einer HIV- Infektion zu schützen. Tenberken konnte den Generika-Hersteller Hexal gewinnen, um das Generikum in sieben deutschen Städten in HIVkompetenten Apotheken zu vertreiben. „Wir versuchen möglichst viele Apotheken da reinzukriegen, haben aber von Hexal die Auflage, dass es nur an HIV-kompetente Apotheken geht. Diese Kompetenz kann letztendlich jede Apotheke erreichen, so dass auch jeder Apotheke der Weg offen steht.“ Wichtig war bei diesem Projekt, dass es legal und bezahlbar ist, denn viele haben sich das Mittel im Internet aus zwielichtigen Quellen besorgt und sich somit jeglicher ärztlichen Kontrolle entzogen. Hinzu kommt hierbei die ungeprüfte Sicherheit des Produkts, da in solchen Fällen nicht klar ist, ob es sich um ein Generikum oder eine Fälschung handelt. Hinsichtlich der Dauer des Projektes hofft Tenberken „dass wir es schaffen, es dauerhaft hinzubekommen. Letztendlich können wir davon ausgehen, dass das, was wir machen, eventuell von anderen aufgenommen und somit aus dem Projekt eine dauerhafte Lösung wird, was ich sehr begrüßen würde.“ Das Projekt gewährleistet von Anfang an eine hohe Qualität und lückenlose Überwachung des Patienten. Besonders fatal wäre es nämlich, wenn ein Patient mit einer unentdeckten HIV-Infektion eine PrEP begänne: Dies wäre eine unvollständige Therapie und würde unweigerlich zu Resistenzen führen. Ganz abgesehen von STDs, die ebenfalls unentdeckt blieben und so weiter verbreitet würden. „Es dürfen nur Ärzte verschreiben, die entsprechendes Schulungsmaterial haben, das war schon beim Originalanbieter so. Es wird ein HIV- Test gemacht, es wird auf STDs geprüft und dann entscheidet der Arzt, ob eine PrEP möglich ist und stellt dann ein Rezept aus“, was die Anforderungen der Zulassungsbehörden und des Herstellers erfüllt. Unklarheit herrscht hingegen bei der Kostenübernahme für die erforderlichen ärztlichen Untersuchungen, zumal die PrEP als Privatrezept verschrieben wird. Hier fordert die Deutsche AIDS-Hilfe eine komplette Kostenübernahme seitens der Krankenkassen, auch für die PrEP. Dazu Tenberken: „Das ist nicht unsere Baustelle, ich weiß aber, dass das ein wichtiges Thema ist. Deswegen haben wir unter anderem die PRIDE-Studie bei Professor Hendrik Streeck an der Uni Duisburg- Essen eingeleitet, weil wir hoffen, dass wir mit diesen Daten denjenigen, die das aushandeln, helfen können, das Ziel zu erreichen.“ Es wird geschätzt, dass allein in Deutschland bis zum Jahre 2030 die PrEP 9000 HIV-Infektionen verhindern könnte. „Die PrEP ist eine Möglichkeit für jeden, der sich vor HIV schützen will. Ein Schutz, den man zu den Kondomen hinzunehmen kann. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, Menschen mit HIV und AIDS gut zu unterstützen.“ Das Projekt soll zur Nachahmung animieren, also dazu „dass der Weg, den wir aufgezeigt haben, auch von anderen gegangen wird.“ Tenberken weiter: „Wir wollen letztlich, dass wir von einem singulären Projekt zu einer breiten Dauerlösung kommen, auf Dauer mit einer qualitätsgesicherten PrEP HIV-Infektionen verhindern und somit irgendwann das Ziel erreichen, die Infektionskette zu durchbrechen.“ *Sina Demir Weitere Infos und teilnehmende Apotheken unter https://dahka.de/index.php/aktuelles

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