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rik November 2016

Kunst Bildband SO NACKT,

Kunst Bildband SO NACKT, WIE VOM GESETZ ERLAUBT Auch in der westlichen Welt war es bis vor wenigen Jahrzehnten nicht gestattet, den (männlichen!) Körper nackt zu inszenieren und abzubilden. Via TASCHEN veröffentlichte Dian Hanson gerade ein Buch, das uns mitnimmt in die Zeit, als Schwulsein ein Makel war, als spießige Cis- Männer dafür sorgten, dass, wenn überhaupt, nur die Frau zum sexuellen Objekt der Begierde in der Kunst werden durfte. Einen Tabubruch beging da Bob Mizer: Der Fotograf erlangte den Status einer Legende mit den Fotos und Filmen, die er 48 Jahre lang für seine „Athletic Model Guild“ schuf, und mit „Physique Pictorial“, Amerikas erstem sich zu schwuler Sexualität bekennenden Magazin für Körperkultur. Bob zeigte nackte Hintern, Achselhaare, Schnauzer, blonde Locken, die nackte Muskel-Jungs schmückten, und kernige Machos mit viel Haar. 1957 brachte Bob einen Katalog mit seinen Männern unter dem Titel „1000 Model Directory“ heraus, 1968 folgte ein zweiter Band. Doch die Bilder in den Büchern waren winzig, in den 98 Seiten starken Büchlein waren je ein Dutzend pro Seite abgebildet. Das ist 2016 anders: Die Neuauflage der zwei Bildbände erfreut mit jenen Bildern in Großdruck – verarbeitet wurden die Originalnegative im FOTO: THE BOB MIZER FOUNDATION, INC., JOHN TRISTRAM UND FORRESTER MILLARD (1959) FOTO: THE BOB MIZER FOUNDATION, INC., HOWARD HEIDTMANN, DON HAWKSLEY UND JUWA LAVONCE (1961) Format 4 Zoll x 5 Zoll (ca. 10 cm x 12,5 cm) – und einer DVD, alles in einem schicken Schuber. Eine liebevolle Würdigung von Bob Mizers Kunst. •rä Bob Mizer, AMG: 1000 Model Directory, Hardcover, 2 Bände im Schuber mit DVD, 22 x 27,5 cm, 1048 Seiten, TASCHEN, www.taschen.com Ausstellung OMER FAST Er gehört zu den markantesten Film- und Videokünstlern seiner Generation. Er kreiert in seinen Filmen eine Erzählung, die die Grenzen zwischen eigener und medialer Erzählung sowie aktuellen und historischen Ereignissen infrage stellt. Sein Werk verweist auf die Durchlässigkeit zwischen Dokumentation und Fiktion. Der Martin-Gropius-Bau zeigt acht seiner Projekte, darunter zwei neue Arbeiten, die speziell für das Haus entwickelt wurden. Zu sehen sind: „CNN Concatenated“ von 2002, „Looking Pretty for God“ von 2008, „5000 Feet is the Best“ von 2011, „Continuity“ von 2012, „Spring“ von 2016 sowie eine neue Multimedia-Installation mit dem Titel „Wartehalle“ und ein für die Ausstellung entwickeltes weiteres Werk. Ausgangspunkt der in 3-D aufgenommenen neuen Arbeit sind Leben und Werk des bekannten Kölner Fotografen August Sander (1876 – 1964). BILD: 5000 FEET IS THE BEST 2011 (30 MINUTEN, EIN-KANAL-VIDEOINSTALLATION, IM LOOP), COURTESY GALERIE ARRATIA BEER / GB AGENCY / DVIR GALLERY / JAMES COHAN GALLERY In surrealen Traumsequenzen wird der Künstler am Ende seines Lebens vom Tod seines Sohnes und von seinen fotografierten Figuren heimgesucht. 18.11. – 12.3., Omer Fast, Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstr. 7, Berlin, www.gropiusbau.de

Internet Tipp WEIHNACHTSGRÜSSE AUS DER SZENE Dieses Jahr läuten wir die Weihnachtszeit schillernd wie noch nie ein. Ab Dezember präsentieren wir euch unseren szenigen und bunten Adventskalender! Dafür haben wir bekannte LGBT*IQ- Größen aus Kultur und Lifestyle gebeten, die „Türchen“ unseres Adventskalenders ganz individuell auf ihre Art und Weise zu gestalten. Egal ob nachdenklich, komisch, schräg oder politisch: Es wird auf jeden Fall spannend, welche Weihnachtsgrüße von Comic-Zeichner Ralf König, Modefotograf und Stylist Armin Morbach, Dragqueen Nina Queer, YouTuber Kostas Kind und vielen, vielen mehr extra für den Adventskalender kreiert wurden. Welche Themen stehen bei unseren Szenegrößen zu Weihnachten im Vordergrund? Wer engagiert sich für einen guten Zweck? Für wen steht die Familie im Vordergrund, und für wen Themen wie Backen, Musik oder Wellness? Ihr findet es ab dem 1. Dezember heraus! Selbstverständlich gibt es jeden Tag auch etwas Großartiges zu gewinnen, damit die Wartezeit bis Weihnachten nicht zu lang wird. Für alle ganz Neugierigen finden sich schon einige der Gewinne in unserer Dezember-Ausgabe. Sicherlich lässt sich hier auch noch die eine oder andere Inspiration für ein passendes Weihnachtsgeschenk finden und mit Glück sogar gewinnen. Ein Gewinn sei schon verraten: eine Reise durch die Ägäis im September 2017 mit mCruise – der ersten deutschsprachigen Gay Cruise von der Community für die Community. Mit dabei ist auch LUMAS, die Plattform für hochwertige Fotokunst. Falls ihr es nicht abwarten könnt, hier geht es zum Adventskalender- Countdown: www.blu.fm/xmas „Mit der schönsten Sache der Welt ...“ FOTOS: PETER DOBIAS, PETER DOBIAS PHOTOGRAPHY, WWW.PHOTOGRAPHYPETERDOBIAS.COM Nachgefragt JEREMY MAC Es ist Herbst. Damit dir trotzdem warm wird, haben wir hier ein sexy Feature mit Jeremy Mac für dich. Der Twink studiert noch, arbeitet zudem als Personal Trainer und Pornodarsteller(!). Noch mehr über ihn erfährst du auf www. jeremymacfusionmedia.wix.com/ home WAS LIEBST DU AN DEINEM CAM4-JOB? Ich liebe es, meinen Körper zu zeigen und mit meinem Körper für Unterhaltung zu sorgen. Wichtig ist am Sexwork, wenn man es so betreibt wie ich – als Beruf, dass man es ernst nehmen muss und dass man sich auch Gedanken macht. Dafür kann man ihn mit Ehrgeiz betreiben und sich dann genauso über den Erfolg freuen wie in anderen Branchen. Ich verdiene eben mit der schönsten Sache der Welt mein Geld. WAS FASZINIERT DICH DARAN? Das Faszinierende daran ist, dass viele Shows nicht so ablaufen, wie man es sich vorher bildlich vorgestellt hat. Denn diese Art des Sexworks baut unter anderem auf den Interaktionen und Wünschen der Zuschauer auf.

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