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rik Juli 2016

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Cologne Pride 2016

Köln 04 Community Die

Köln 04 Community Die Kölner Grünen wollen drei offen schwule Kandidaten für die Wahlen im nächsten Jahr aufstellen. Auf der Mitgliederversammlung am 4. Juni erhielt Arndt Klocke ein klares Votum für den Landtag, Volker Beck (Foto, re.) und Landesvorsitzender Sven Lehmann (li.) wurden für den Bundestag nominiert. Für Beck könnte es aufgrund geographischer Proporzregeln aber noch eine Zitterpartie werden. FOTO: MARC KERSTEN TSCHÖ, ZIK! Die in Köln ansässige Supermarktkette REWE zeigt Flagge. Auf Initiative ihres schwul-lesbischen Mitarbeiter-Netzwerks di.to bekleben immer mehr Filialien ihre Eingangstüren mit Regenbogenaufklebern, was von der Konzernführung ausdrücklich begrüßt wird. REWE ist seit langem Sponsor des Kölner CSDs und hat zuletzt auch den Come-Together-Cup unterstützt. FOTO: MARC KERSTEN Mehr als 250 Menschen haben bei einer spontanen Mahnwache auf der Domtreppe (Foto) einen Tag nach dem Terroranschlag, den Opfern in dem beliebtem LGBT- Nachtclub in Orlando gedacht. Für die Veranstalter vom Pride-Salon hielt Marcel Dams eine bewegende Rede. Auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker nahm an der Gedenkveranstaltung teil und verurteilte den Anschlag. FOTO: MARC KERSTEN Der szenebekannte EXPRESS-Fotograf Heinz Walter Friedriszik, den meisten nur unter seinem Spitznamen „Zik“ bekannt, ist am 1. Juni in seiner Wohnung tödlich verunglückt. Der 63-Jährige war die Jahre zuvor bereits gesundheitlich schwer angeschlagen und lag mehrmals im Krankenhaus. Beim Come-Together-Cup hatte er am 26. Mai noch einen gewohnt energischen Auftritt hingelegt und Verabredungen für den bevorstehenden CSD gemacht. Mit seiner Homosexualität tat sich Zik immer schwer, dafür belieferte er u.a. die rik 14 Jahre lang ungefragt mit CDs voller Fotos aller wichtigen Szeneevents und schrieb dafür „nicht eine einzige Rechnung“, erinnert sich Ex-Herausgeber Matthias Eiting. Auch der Kölner Lesben- und Schwulen-Tag (KLuST) würdigte Zik als langjährigen und aufmerksamen Begleiter: „Ohne ihn wird nicht nur der CSD, sondern ganz Köln ein bisschen weniger bunt.“ Kompletter Nachruf: www.rik-magazin.de FOTO: KG REGENBOGEN NEUER VORSTAND Die Düsseldorfer KG Regenbogen hat am 22. Mai ihren Vorstand (Foto) teilweise neu gewählt. Vor allem aber übergab Deutschlands größte schwullesbische Karnevalsgesellschaft wieder eine Spende an die AIDS-Hilfe. Den Scheck über 6.666,- Euro nahm deren Vorsitzender Andreas Pelzer entgegen. Der Betrag stammt aus den Einnahmen des Spaß-Sport-Events „Tunte lauf“, das der Verein 2016 zum sechsten Mal veranstaltet hat. ER IST NICHT MEHR DA Der ehemalige Kölner Kommunalpolitiker und Schwulenaktivist Volker Bulla ist am 20. Mai seinem Krebsleiden erlegen. Er wurde 49 Jahre alt und hinterlässt seinen Lebenspartner sowie andere Familienangehörige. Bulla gehörte dem Rat der Stadt Köln an (1994-2000) und war Fraktionsgeschäftsführer der Grünen. In dieser Funktion galt er als einflussreicher „Strippenzieher“, stets mit Blick auf die Interessen der LGBT-Community. Die brachte er in zahlreichen Funktionen voran: Im Motorrad- und Fetischclub „MS Panther“, als Aktivist der Kölner Act up-Gruppe und bei der Gründung des Kölner Lesben- und Schwulentages (KLuST), der die Todesnachricht mit „großer Bestürzung“ aufnahm. Dessen „Kommunalpolitische Erklärung“ trug maßgeblich Bullas Handschrift. Die letzten Jahre verbrachte er in Norddeutschland, u.a. als Referent der schleswig-holsteinischen Justizministerin. 2015 hatte er noch einmal Köln und den CSD besucht. Es war seine Abschiedstour... Kompletter Nachruf: www.rik-magazin.de FOTO: MARC KERSTEN

#FLASHBACK Vor 10 Jahren in der rik ... Damals herrschte Aufbruchstimmung allerorten in der LGBT- Szene, auch wenn es hier und da Dämpfer gab: In Köln wurde die Stadt- Arbeitsgemeinschaft für Schwule und Lesben als beratender Ausschuss des Stadtrates installiert und die rik titelte gewohnt bescheiden: „Homo-Hochburg Köln“. Eingetütet wurde es vom damals neuen rot-grünen Kernbündnis. „SPD-Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und ihr grüner Ratskollege Andreas Wolter nahmen den Ball auf“, die selben Protagonisten, die auch heute noch in Köln für LGBT-Politik stehen. FDP-Ratsherr Uli Breite nannte es einen „historischen Moment“, nachdem er zuvor noch das Ganze als Schnellschuss kritisiert hatte. Auch die „Villa Anders“, ein generationenübergreifendes und diskriminierungsfreies Wohnprojekt für Lesben und Schwule nahm langsam Formen an. „Geplant ist ein Neubauprojekt am Rande von Ehrenfeld (mit U-Bahnanbindung). Architektenpläne und finanzielle Fragen werden zurzeit abgestimmt“. Mit Erfolg: Drei Jahre später konnten die ersten einziehen. Home, sweet home hieß es nun auch für die Metropolitan Community Church (MCC), die im rechtsrheinischen Mülheim eigene Gemeinderäume eröffnete, „die ersten in den 13 Jahren des Bestehens des Kölner Ablegers der ‚Kirche am anderen Ufer‘“, die auch heute noch Anlaufstelle für Schwule, Lesben und Transgender ist. Andere Städte wollten unterdessen nicht zurückstehen, wie die Ankündigung eines ersten CSD in Wuppertal zeigte. Da staunten die Kölner aber! Dass es auch ein Leben jenseits der Domstadt gab, demonstrierten im wahrsten Sinne des Wortes homosexuelle Frauen und Männer in vielen Hauptstädten Ost-Europas. Während es dabei in Bukarest und Warschau weitgehend friedlich blieb, auch dank massiven Polizeischutzes, holte sich der Kölner Bundestagsabgeordete Volker Beck bei der verbotenen ersten CSD-Demo in Moskau eine blutige Nase und lenkte damit die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf die Diskriminierungslage dort. Der CDU-Fraktionsvize Andreas Schockenhoff warf Beck daraufhin einen „Wunsch nach Selbstdarstellung“ vor.

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