Aufrufe
vor 2 Jahren

rik April 2017

  • Text
  • Szene
  • Sauna
  • Pluto
  • Pansauna
  • Eintritt
  • Babylon
  • Berlin
  • Kultur
  • Album
  • Phoenix

FILM INTERVIEW

FILM INTERVIEW MAHERSHALA ALI Der Star aus „Moonlight“ Der Oscar für den besten Film, den besten Nebendarsteller und das beste adaptierte Drehbuch: Das Drama „Moonlight“ war an den US Kinokassen schon untergegangen, jetzt ist es plötzlich in aller Munde. Wir sprachen mit Mahershala Ali. Mr. Ali, kann man sagen, dass der Film Ihr Leben verändert hat? Oh ja, „Moonlight“ ist etwas ganz Besonderes, Einzigartiges. Aber gar nicht so sehr wegen irgendwelcher Preise oder Nominierungen, die ich dafür bekomme. Die Veränderung, die der Film in meinem Leben ausgelöst hat, fing schon viel früher an, bei der Arbeit. Es fällt mir allerdings gar nicht leicht, die richtigen Worte zu finden. Die Geschichte, meine Rolle, die Arbeit mit Regisseur Barry Jenkins – schon beim Gedanken daran werde ich von Emotionen überwältigt, die tiefer sind als alles, was ich sonst in meinem Beruf als Schauspieler erlebt habe. Ab welchem Zeitpunkt haben Sie denn erkannt, dass dies nicht nur ein weiterer kleiner Independent-Film unter vielen ist? Für mich persönlich habe ich das gleich beim Lesen des Drehbuchs begriffen. Ich war damals an einem Wendepunkt in meiner Karriere, mit „House of Cards“ war ich durch und hatte die freie Wahl, was als Nächstes kommt. Sobald ich „Moonlight“ in den Händen gehalten habe, war klar: Dieser Film ist meine absolute Priorität. Dass mich mein Gefühl, diese Geschichte sei etwas Ungewöhnliches, nicht betrogen hat, begriff ich dann ziemlich schnell nach den Festivalpremieren in Telluride und Toronto letzten Herbst. Der Film schien die Zuschauer auf eine Weise zu bewegen, wie ich es so intensiv noch nie erlebt hatte. Und auf den unterschiedlichsten Ebenen. Von der Thematik über die Musik und die Kameraarbeit bis hin zu uns Schauspielern sprachen die Leute über die verschiedensten Elemente, die sie begeisterten. Sehen Sie den Erfolg von „Moonlight“ auch als ein Zeichen dafür, dass sich in Hollywood etwas tut in Sachen Rassismus? Dafür braucht es schon etwas mehr als einen Film. Zumal es bei dem Thema ja nicht nur um Afroamerikaner geht. Asiatischstämmige Schauspieler und Latinos beklagen sich genauso oder sogar mehr über den Mangel an Rollen und Geschichten. Als 1974 geborener Afroamerikaner habe ich Zeit meines Lebens mitbekommen, dass der Weg Richtung Veränderung und Fortschritt sehr langsam vorangeht. Aber ich freue mich über jede noch so kleine positive Veränderung. Und wenn ich mir Alex Hibbert, Ashton Sanders und Trevante Rhodes ansehe, die drei jungen „Moonlight“-Hauptdarsteller, dann habe ich schon den Eindruck, dass ihnen ein paar mehr Möglichkeiten offenstehen als mir damals in dem Alter. Das ist doch schon mal was. Sie blicken also optimistisch nach vorne? Dafür gibt es meiner Meinung nach durchaus gute Gründe. Nicht nur der Erfolg von und all diese Auszeichnungen für „Moonlight“. Schon jetzt lässt sich doch beobachten, dass die Aufmerksamkeit für Filmemacher vor und hinter den Kameras immer größer wird, die nicht weiß, nicht männlich oder nicht heterosexuell sind. Ich hoffe einfach, dass wir alle diese neuen Chancen nun auch nutzen. Mein Motto war es ohnehin immer schon, nicht zu sehr das zu bedauern, was ich nicht machen konnte oder durfte, sondern lieber die Möglichkeiten, die sich bieten, voll und ganz zu nutzen. Wie war das in Ihrer Jugend? Bekamen Sie oft vermittelt, dass Ihnen aufgrund Ihrer Hautfarbe nicht alle Türen offenstehen? So kann man das nicht ausdrücken. Meinen Vater sah ich damals nicht oft, der stand in Musicals auf der Bühne. Aber das zeigte mir früh, dass man seinen Lebensunterhalt mit etwas verdienen kann, das nicht unbedingt dem klassischen Weg entspricht. Noch viel wichtiger war allerdings meine Großmutter, die bis heute mein Guru und mein großes Vorbild ist. Von klein auf trichterte sie mir ein, dass ich im Leben alles machen und erreichen könne, was ich mir vornehme. *Interview: Jonathan Fink Das ganze Interview gibt es hier: www.blu.fm/topics/film

FILM FOTO: SALZGEBER FOTO: PRO-FUN KINO Der Teenager, die tickende Zeitbombe Wenn man in einem Kaff auf dem Land in Österreich aufwächst, dann ist die größte Angst, dass man dort hängen bleibt. Dies geht auch Paula so, die heimlich in Charlotte verliebt ist, die wiederum aber mit Michael zusammen ist. Um sich abzulenken, gibt Paula Tim eine Chance, der tatsächlich Gefühle für sie hat. Und dann ist da auch noch Lilli, die als Verführerin auftritt und Paula zur Entscheidung zwingt, ob sie ihren eigenen Gefühlen folgen möchte oder denen der anderen. Regie-Debütantin Moja Art zeigt das Teenagersein so wie es ist: hochdramatisch, weltbewegend, ausschweifend – und doch ganz banal. „Siebzehn“ läuft im April in der Queerfilmnacht. *am Genaue Orts- und Zeitangaben für die einzelnen Städte findest du hier: www.queerfilmnacht.de KINO Esteros Matías und Jeronimo wachsen zusammen in Argentinien auf und sind beste Freunde, die sich auch körperlich sehr nahe sind, aber nicht zu ihren Gefühlen stehen können. Doch dann zieht Matías nach Brasilien und die beiden sehen sich lange Zeit nicht mehr. Als er nach zehn Jahren zum Karneval nach Argentinien zurückkehrt und Jeronimo wiedersieht, der dort inzwischen sein Leben als schwuler Künstler lebt, verstehen sich die beiden wieder gut. Obwohl Matías mit seiner Freundin da ist, entschließen sich die beiden, für ein paar Tage gemeinsam in die Esteros del Iberá zu fahren, den Ort, an dem sie sich kurz vor Matías’ Wegzug näherkamen … *am Im April in ausgewählten Kinos.

Magazine

Abrigo
blu Gesundheit 2017
After-Show-Dinner von und mit Ricardo M.
27. Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg • Programmheft
STIGMAfighter im Einsatz gegen Ausgrenzung
hinnerk August 2016
hinnerk Hamburg Juli 2016
hinnerk Bremen/Hannover Juli 2016
gab Juli 2016
blu Juli 2016
blu Mai 2015
Regionalseiten
blu.fm Webseite

Unsere News

About us

blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.