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Programmheft der Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg 2018

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50 #REVISITED SUPER

50 #REVISITED SUPER DANKE | THANK YOU 51 Freitag 19.10.18 22.15 Uhr, Passage 2 POSTCARDS FROM AMERICA Steve McLean, UK/USA 1994, 92’, englische Originalfassung Basierend auf autobiographischen Texten des US-Künstlers und Aktivisten David Wojnarowicz (1954-1992), erzählt Steve McLean lose mit einander verbundene Episoden aus dem Leben des Außenseiters David: In seinem Elternhaus erduldet der Zehnjährige die Gewalt des Vaters und macht erste sexuelle Erfahrungen mit Männern. Die in den späten 50er-Jahren angesiedelten Familienszenen sind ausschließlich im Studio gedreht. Die Kamera umkreist ruhig das Set und jede Szene endet unweigerlich im Schwarz. Als Stricher in New York City und beim Trampen auf den Highways ist Sex zwar gleichermaßen Währungs- und Überlebensmittel, doch die Sehnsucht nach Geborgenheit bleibt unerfüllt. Ob die brutale Vergewaltigung durch einen Lastwagenfahrer, die grotesken Versuche seiner Stricherclique sich als Kleinkriminelle zu versuchen, der zärtliche Abschied eines an AIDS sterbenden Freundes – Steve McLean inszeniert diese Szenen als bildkräftige, melancholische Tableaus, die sich tief ins Gedächtnis einbrennen. Durch seine poetische Radikalität gilt „Postcards from America“ zu Recht als Schlüsselwerk des New Queer Cinema der 90er-Jahre und steht auch ästhetisch in einer Reihe etwa mit Gus van Sants „My Own Private Idaho“ und Todd Haynes „Poison“. as Regisseur Steve McLean ist anwesend. Based on autobiographical texts by US artist David Wojnarowicz, Steve McLean created a filmic poem of episodes in the life of a misfit. Starting with his first sexual experiences with men as a child, David leaves an abusive family background and heads to NYC, working as a rent-boy. Sex is a means to money and emotional security is lacking. The brutal rape scene, the clumsy attempt as a criminal, or saying goodbye to a friend dying of AIDS, all leave lasting impressions in this film tableau which is justly recognized as a major part of the New Queer Cinema movement of the 90s. Präsentiert von MIT GÄSTEN Donnerstag 18.10.18 22.15 Uhr, Passage 1 POSTCARDS FROM LONDON Steve McLean, UK 2018, 88’, englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Wie bereits in „Postcards from America“, adaptiert Steve McLean auch in seinem zweiten Langfilm autobiografische Texte des US-Künstlers David Wojnarowicz. Dabei fügen sich McLeans bestechende Visualität, die Theaterhaftigkeit seiner Settings und sein leicht manierierter Stil zu einem bemerkenswerten Kino erlebnis. Anleihen an Derek Jarmans „Caravaggio“ sind durchaus beabsichtigt, spielen der legendäre Maler des Frühbarocks und seine Gemälde, bzw. männlichen Modelle, auch hier eine maßgebliche Rolle. Denn die elitäre Escort-Clique in Londons modernem Soho, in die es den kunstbesessenen, schönen Jungen Jim verschlagen hat, erfüllt ihrer exklusiven Kundschaft beson dere Dienste. Zur sexuellen Dienstleistung gehören geistreichen postkoitale Gespräche zu allen Aspekten der Kunst, sei es das Werk Fassbinders, Botticellis oder Caravaggios. „Postcards from London“ ist nicht nur eine intelligente und zugleich humorvolle wie ironische Auseinandersetzung mit schwuler Kunst, der Schönheit als solcher und mit der männlichen im Besonderen – auch der Film selbst ist eine bildgewaltige Augenweide. as Regisseur Steve McLean ist anwesend. Das Gespräch nach dem Film wird in Deutsche Gebärdensprache gedolmetscht. As in his “Postcards from America” (1994), Steve Mclean has adapted autobiographical texts by US artist David Wojnarowicz with captivating imagery, theatricality and a slightly affected style. The film centres on the elite escort circle in modern-day London’s Soho. The sexual services offered include witty post-coital discussions about art in all its forms, be it Fassbinder, Botticelli or Caravaggio. An intelligent, humorous and tongue-in-cheek analysis of queer art, beauty and particularly masculinity, and a filmic feast for the eyes! Präsentiert von MIT GÄSTEN © Lukas Engelhardt Donnerstag 25.10.18 19.00 + 21.15 Uhr, Metropolis Freitag 26.10.18 19.00 + 21.15 Uhr, Metropolis DIE WOCHE DANACH THE WEEK AFTER Wir gehen in die Verlängerung! Noch ist nicht entschieden, welche eurer Lieblingsfilme es in die zweite Runde schaffen, aber es geht weiter. Denn ohne eine kleine, filmische Abpolsterung lassen wir euch nicht im Alltag aufschlagen! Welche Filme genau wir wiederholen, erfahrt ihr kurz vor und während der Filmtage in den Kinos, im Newsletter und Online. hh Extra time! It has not yet been decided which of your favourite films will make the second round, but the show will go on! We wouldn’t dream of releasing you back into everyday life without a small cinematic cushion! Those films that will be repeated in ‘The Week After’ will be published just before and during the festival, in the cinemas, in the newsletter and online. Dienstag 30.10.18 21.15 Uhr, Metropolis NACHBEBEN | AFTERSHOCK SUPER DANKE! Ohne all unsere Helfer_innen wären wir nichts. Als besonderen Dank für alle, die uns vor, während und nach den Filmtagen unterstützen, laden wir euch zu einem allerletzten Aufbeben, dem Nachbeben, ein. Natürlich dürfen auch alle anderen kommen, die dann immer noch nicht genug von den Filmtagen haben. Neben dem Super-Danke- Hangout an der Metropolis Bar, gibt es auf der Leinwand ein exquisites Programm mit Festival-Highlights. sb We would be nothing without our helpers. To give a special thanks to all who have supported us before, during and after the film festival, we would like to invite you to a final ‘do’ – the Nachbeben (Aftershock). And of course anyone who hasn’t yet had enough of the festival can also come along. As well as the super thank-you-hangout at the Metropolis Bar, there will be an exquisite programme with festival highlights on screen. Solianzeige Sonntag 21.10.18 13.00 Uhr, Metropolis YOURS IN SISTERHOOD Irene Lusztig, USA 2018, 101’, englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Archivarbeit ist dröge, staubig und nur was für Nerds? Irene Lusztig belehrt uns eines Besseren und erzeugt mit ihrer perfomativen Dokumentation Begeisterung für das Ausgraben alter Schätze. In den 70er-Jahren erschien in den USA die erste feministische Mainstream Zeitschrift: das Ms. Magazine. Lange vor dem Internetzeitalter kommunizierten die Leserinnen mit der Redaktion über Briefe. Nur ein kleiner Teil dieser Leserinnenbriefe wurde abgedruckt, die meisten verschwanden ungehört im Archiv. Lusztig hat sich durch hunderte dieser unveröffentlichten Kommentare gelesen und ein gigantisches ‚Re-enactment‘ gestartet. Sie fährt an den Ort aus dem der Brief stammt und lässt ihn in der Regel von Frauen* vorlesen die 40 Jahre später einen ähnlichen Hintergrund und eine vergleichbare Lebenssituation haben, wie die ursprüngliche Verfasserin. Lusztig reist durch Kleinstädte und Provinzen. Durch die Diversität der Stimmen entsteht eine schlaue Auseinandersetzung mit vergangenen und zukünftigen feministischen Kämpfen. Ignorierte Stimmen der Vergangenheit erlangen Öffentlichkeit und zeigen deutlich, dass es nicht den einen Kampf gibt, sondern viele. Das Gift des Patriarchats durchdringt alle Lebensbereiche. Ein furioser Film, der feministische Geschichtsschreibung und die Kraft der Kontextualisierung feiert. clg The archives of ‘Ms.’ magazine, the first US mainstream feminist mag from the 1970s, contain hundreds of unpublished readers’ letters that caught the imagination of director Irene Lusztig. The film is a re-enactment of the letters, read aloud by women who, 40 years later, have a similar background and lifestyle to the original authors. Travelling to rural towns and provinces, Lusztig has collected a diversity of voices that analyses past and future feminist battles. A furious film celebrating the writing of feminist history and the power of contextualisation. Präsentiert von 040 - 25 55 66 Beratung und Hilfe bei sexueller Gewalt Die Seebrücke ist eine internationale Bewegung aus der Zivilbevölkerung. Wir fordern sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme von geflüchteten Menschen. Wir wollen mehr Rettung statt weniger! www.seebruecke.org

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