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Programmheft der Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg 2018

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46 #WEWONTSTOP

46 #WEWONTSTOP #WEWONTSTOP 47 Sonntag 21.10.18 13.00 Uhr, Passage 2 CALL HER GANDA PJ Raval, USA/Philippinen 2018, 93’, Originalfassung Filipino/Tagalog/Englisch mit deutschen Untertiteln Eine junge Frau lächelt charmant in die Kamera, dreht sich, präsentiert sich stolz. Ihr Name ist Jennifer Laude, doch ihre Mutter nennt sie liebevoll Ganda, die Schöne. Es war im Oktober 2014, als die Transgender-Filipina von US-Marine Joseph Scott Pemberton in einem Motel in Olongapo getötet wurde. Der Mord zog nicht nur Proteste der LGBTIQ*-Community nach sich, sondern entfachte auch eine politische Diskussion erneut, denn ein bestehendes Abkommen zwischen den Philippinen und den USA setzt die Gerichtsbarkeit von US-Militärs auf philippinischem Boden faktisch außer Kraft. Kann Pemberton innerhalb einer Frist von einem Jahr verurteilt werden? Wird das Urteil nicht nur rechtskräftig sein, sondern auch durchgesetzt werden können? Und: Wie wird sich die US-Regierung verhalten? Die Dokumentation von PJ Raval rekonstruiert in seiner Vielschichtigkeit nicht nur den ‚Fall Laude‘, indem sie Angehörige, Freund_innen und Anwälte zu Wort kommen lässt und die Gerichtstermine begleitet. Sie erzählt mehr: von Vorurteilen und Transphobie, von politischen Verflechtungen, Neo-/Kolonialismus und von der Arroganz der US-Streitkräfte, die ihre Militärs, selbst um den Preis der Jurisdiktion, zu schützen versuchen. ls This documentary by PJ Raval is a reconstruction of the case of Jennifer Laude, a transgender Filipina, lovingly known as Ganda (the beautiful) by her mother, murdered by US marine Joseph Scott Pemberton in a motel in Olongapo in 2014, sparking political debate and widespread protest. Family, friends and attorneys relate the multidimensional complexity of the events marked by prejudice and transphobia, political intrigue, neo-colonialism and the arrogance of the US forces trying to protect their military at the expense of justice. Es ist einiges erreicht – aber das ist kein Grund zum Ausruhen. Diese Welt ist weit davon entfernt gerecht zu sein und macht uns immer wieder wütend. Lasst uns solidarisch weiterkämpfen! We won’t stop! We can’t! Some things are achieved – but that’s no reason to chill. This world is far from being fair, and enrages us over and over again. Let’s keep up the fight in solidarity! We won’t stop! We can’t! Samstag 20.10.18 15.15 Uhr, Passage 1 THE 34TH #wewontstop Linda Cullen, Vanessa Gildea, Irland 2017, 78’, englische Originalfassung Starke Frauen, große Gefühle und ein Kampf, der mit einem Triumph endet: Das sind die Zutaten dieses Films. Irlands 34. Gesetzänderung, die im Jahr 2015 zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare führte, dient den Regisseurinnen als roter Faden in einem dokumentarischen Parforceritt, der politische Prozesse mit privaten Schick salen und jeder Menge Hintergrundinfos zur Architektur aktivistischer Bewegungen verknüpft. Erzählt wird das Epos der ersten Eheöffnung der Welt, die durch eine Volksabstimmung herbeigeführt wurde – mit tollem Archivmaterial und charismatischen Interview-Partner_innen, mit Enthusiasmus, aber nicht ohne Kritik. Der vermeintliche Widerspruch zwischen Queerness und Ehe wird ebenso thematisiert, wie die Spaltung, die die Ehefrage in Irlands LGBTIQ*-Community zwischenzeitlich zur Folge hatte. Dass sie am Ende auch zur großen Wiedervereinigung beitrug, ist eine der historischen Wahrheiten, die den Film so emotional macht. Sein größter Verdienst ist aber, dass er zum Schluss aus dem atemlosen Strom von Kommentaren und Fakten eine Geschichte herausdestilliert, die verdeutlicht, worum es beim Kampf um die Ehe für alle ging. Es ist eine Liebesgeschichte. Yes, equality! cl Strong women, powerful emotions and a battle ending in triumph are the ingredients of this film, with the struggle for same-sex marriage in Ireland until 2015 as its focus. This is a documentary tour de force, combining political processes with tales of individual destinies and loaded with background information. Neither the contradictions between queerness and marriage, nor the divisions in Ireland’s LGBTIQ* commu nity during the vote are left out. The final reunification of the warring sides adds to the emotion. Präsentiert von EINGETRAGENER VEREIN Samstag 20.10.18 22.30 Uhr, Passage 1 THE MISEDUCATION OF CAMERON POST Desiree Akhavan, USA 2018, 91’, englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Freitag 19.10.18 20.00 Uhr, Passage 2 BUT I’M A CHEERLEADER Jamie Babbit, USA 1999, 89’, englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Als Ergänzung zu „The Miseducation Of Cameron Post“, graben wir nach fast zwanzig Jahren einen Klassiker über vergebliche Umer zie hungsversuche aus: „But I’m A Cheerleader“ war damals der Durchbruch für Regisseurin Jamie Babbit („Itty Bitty Titty Committee“ LSF 2007). Megan MIT GÄSTEN Sonntag 21.10.18 17.30 Uhr, Passage 1 MARIO Nachdem Cameron Post beim Fummeln mit der Prom-Queen ihrer Highschool erwischt wurde, wird sie kurzerhand in ein Umerziehungslager für queere Jugendliche geschickt: „God’s Promise“ wird von Reverend Rick geleitet, der angeblich selbst durch die Anti-Homo- Therapie ‚geheilt‘ wurde. Cameron findet sich in der beklemmenden Umgebung nur schwer zurecht, gewinnt aber heimliche Verbündete: Jane, die in ihrer Beinprothese Marijuana versteckt und Adam, der von seinem Vater verstoßen wurde, weil er kein ‚echter‘ Mann ist. Ihre neuen Freunde helfen Cameron dabei, sich ihrer großen Herausforderung zu stellen: bedingungslose Anpassung oder mutige Selbstbehauptung. Nach „Appropriate Behavior“ (LSF 2014) inszeniert Desiree Akhavan mit viel Humor und großem Einfühlungsvermögen für ihre Figuren ihren zweiten Langfilm, der Anfang des Jahres den Jurypreis beim Sundance Film Festival abräumte. Das Drama basiert auf dem gleichnamigen Roman von Emily Danforth und spielt Anfang der 90er-Jahre. Sogenannte Konversionstherapien sind aber nach wie vor in evangelikalen Kreisen gängige Praxis und in nur wenigen US-Bundesstaaten verboten. Seit „But I’m a Cheerleader“ (LSF 2000) wurde das bedrückende Thema nicht mehr so eindrucksvoll auf die große Leinwand gebracht. kb Homophobie ist im Männerfußball stark verbreitet und die Situation für schwule Profis sieht auch 2018 düster aus. Kein aktiver Spieler ist geoutet, noch immer besteht die berechtigte Angst, damit die eigene Karriere zu ruinieren. Marcel Gisler („Der Fögi isch en Souhund“ und „Rosie“) hat sich nun dieser Thematik gewidmet. So vorsichtig wie seine Protagonisten, entfaltet Gisler das belastende Spannungsfeld schwuler Spieler im Profifußball. Mario ist ein aufstrebendes Talent und spielt in der U21 bei den Young Boys Bern. Er träumt davon Profi zu werden, vom ersten richtigen Vertrag. Doch dann kommt Leon ins Team. Schnell entwickeln die beiden tiefe Gefühle zueinander. Während Leon keine Kraft mehr hat für immer neue und anstrengende Lügen, will Mario seine Karriere nicht opfern. Den Druck auf die Liebenden und die Verlogenheit ihres Umfeldes beschreibt der Film in vielen Dialogszenen, immer nah an den Nöten seiner Figuren. „Ein schwuler Spieler wäre der Cameron is caught snogging the high school prom queen and is sent to a re-education camp for young queer people. There she bonds with Jane, who keeps a stash of marijuana in her artificial leg, and Adam who is rejected by his father for not being a ‘real’ man. A drama based on the novel by Emily Danforth, set in the early 90s, the film highlights the evils of conversion therapy still practised in religious politically-right circles and prohibited in only a few states in the US. This award-winning film at this year’s Sundance Film Festival is a funny, sensitive production by Desirée Akhavan. Präsentiert von lebt ein stinknormales, heterosexuelles Teenagerleben mit anständigen Eltern, einem passablen Freund und ihrem Hobby: Cheerleading. Wenn da mal nicht das Poster von Melissa Etheridge an ihrer Wand wäre oder ihre Abneigung gegen die Zungenküsse ihres Freundes. Ihre Eltern und Freund_innen jedenfalls finden: Das sind bedenkliche Anzeichen! Mit Hilfe von Mike – einem Ex-Schwulen, der erfolgreich zum Hetero umerzogen wurde (RuPaul „undragged“ mit einem „Straight is Great“-T-Shirt!) – soll Megan im Umerziehungscamp „True Directions“ den ‚richtigen‘ Weg finden. Doch stattdessen entwickelt sie Gefühle für ihre Leidensgenossin Graham. Ein höchst vergnügliches Wiedersehen mit herausragenden Schauspielerinnen wie Natasha Lyonne („Orange Is The New Black“) und Clea DuVall, die beide mittlerweile selbst zu Ikonen ihrer lesbischen Fans geworden sind. sb To accompany “The Miseducation of Cameron Post” we are rescreening a true classic depicting another useless attempt at re-education: director Jamie Babbit’s breakthrough film “But I’m a Cheerleader”. A colourfully camp movie about the attempt to re-educate Megan (lesbian icon Natasha Lyonne). RuPaul is her trainer in the hilarious group therapy sessions and practical courses. Megan’s re-education seems doubtful when she develops feelings for, yes, you’ve guessed it, another woman. Marcel Gisler, Schweiz 2018, 119’, schweizerdeutsche Originalfassung mit deutschen Untertiteln Star bei unseren Fans“, lässt sich Spieler- und Trainerlegende Ewald Lienen (FC St. Pauli) zitieren. Vielleicht ein Grund, warum Teile des Films am Millerntor gedreht wurden? Auf ähnliche Aussagen und offene Fans wird man in den wenigsten Stadien dieser Welt hoffen dürfen. Es gibt noch viel zu tun. clg Die Hauptdarsteller sind angefragt. 2018: homophobia is still widespread in men’s football. No active professional is out, due to a justified fear that it could lead to an early end of career. Marcel Gisler’s film addresses the hypocrisy of this environment: Mario is an emerging talent who plays for the under-21 ‘Young Boys Bern’ and dreams of turning professional. When Leon joins the team. the two players develop feelings for each other and the pressure on them grows. Leon no longer has the energy for exhausting lies, but Mario doesn’t want to sacrifice his career for the truth. Präsentiert von STARTSCHUSS SCHWUL/LESBISCHER SPORTVEREIN HAMBURG e.V.

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