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Programmheft der Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg 2018

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38 #REELFEMINISM

38 #REELFEMINISM #REELFEMINISM 39 Sonntag 21.10.18 17.45 Uhr, Metropolis DYKES, CAMERA, ACTION! 2018 Caroline Berler, USA 2018, 58’, englische Originalfassungmit deutschen Untertiteln Vom Baum erschlagen oder als Vampirin ihr Unwesen treibend: jahrzehntelang war die Repräsentation von Lesben im Hollywoodkino auf wenige Rollenmuster beschränkt. Erst im Zuge von Stonewall und aktivistischen Kämpfen für lesbische Sichtbarkeit kam Bewegung auf die Leinwand. Zu verdanken ist dies Filmregisseurinnen und Pionierinnen wie Barbara Hammer und Su Friedrich, Rose Troche („Go Fish“, „The L-Word“), Cheryl Dunye („Watermelon Woman“, „The OWLS“), Yoruba Richen („The New Black“) oder Desiree Akhavan („Appropriate Behaviour“), die allesamt wegweisend für eine komplexere Repräsentation waren. Humorvoll und berührend erzählen sie im Film in persönlichen Geschichten über die Entwicklung lesbischen Filmschaffens in den USA und sprechen über die Bedeutung von Filmen wie „Desert Hearts“, „High Art“, „The Kids Are All Right“ und „Carol“. Zu Wort kommen auch die Filmkritikerin B. Ruby Rich („New Queer Cinema“) und das queere Kino- Mastermind Jenni Olson („The Royal Road“). db Before Stonewall and the following activist campaigns for lesbian visibility, the portrayal of lesbians in Hollywood cinema had been reduced to a few clichéd role models. Thanks to directors and pioneers such as Barbara Hammer and Su Friedrich, Rose Troche, Cheryl Dunye, Yoruba Richen or Desiree Akhavan things have changed. With humour and emotion, they tell their personal stories about the development of lesbian filmmaking in the USA. Film critic B. Ruby Rich and the mastermind of queer cinema, Jenni Olson, also have their say. VORFILM: CAROLEE, BARBARA & GUNVOR Lynne Sachs, USA 2018, 9’, englische Originalfassung Die drei Künstlerinnen Carolee Schneemann, Barbara Hammer und Gunvor Nelson diskutieren ihre Leidenschaft für das Filmemachen. Samstag 20.10.18 15.00 Uhr, B-Movie Samstag 20.10.18 PRIVILEGE 17.15 Uhr, Passage 1 Yvonne Rainer, USA 1990, 103’, englische Originalfassung Wer spricht über wen oder für wen? Mit ihren kollaborativen Arbeiten erforscht die US-amerikanische Performance-Künstlerin, Tänzerin, Choreographin und Filmemacherin Yvonne Rainer diese Fragen. Zu Beginn von „Privilege“, einer subversiven filmischen Intervention, thema tisiert sie zunächst das gesellschaftliche Sprechen (oder: Nichtsprechen) über die Wechseljahre, das immer noch eher von der Medizin und Pharmaindustrie dominiert wird, als von den Erfahrungen und Taktiken der Frauen. Was aber zunächst als Doku über die Wechseljahre daherkommt, erweitert sich zu einem filmischen Forschungsprojekt über gesellschaftliche Ungleichheiten. Der dezidiert feministische Film beleuchtet die intersektionalen Verflechtungen von Sexua lität, ‚race‘, Klasse und Alter. Durch seine Brechtschen Verfremdungseffeke, wie inszenierte Interviews, liefert der Film keine fertigen Antworten, sondern erfordert aktives Zuschauen. Rainer überwindet in „Privilege“ die Grenzen zwischen Dokumentar- und Spielfilm, sampelt Filmschnipsel, Computer-Screens sowie Textfragmente von Joan Nestle, Frantz Fanon oder Eldridge Cleaver. Nachdem die gefeierte Dokumentation „Feelings Are Facts: The Life of Yvonne Rainer“ 2015 bei den LSF lief, bietet sich nun die seltene Gelegenheit Rainers „Privilege“ im Kino zu sehen. Ganz im Sinne des Mottos am Ende des Films: „Utopia: The more impossible it seems, the more necessary it becomes.” db What at first appears to be a documentary about the menopause metamorphoses into a subversive filmic project examining the intersections of gender, sexuality, race, class, and age. Who speaks and for whom? Filmmaker and performance artist Yvonne Rainer explores this question sampling film clips, computer screens, and text fragments in a work that blurs the boundaries between narrative and documentary film. This is a not-to-bemissed opportunity to see Rainer’s work on the big screen. SKATE KITCHEN Crystal Moselle, USA 2018, 100’, englische Originalfassung Camille hat die Nase voll von der Provinzatmosphäre Long Islands und ihrer Mutter, die sie drängt, das über alles geliebte Skaten aufzugeben. Heimlich flüchtet sie in die Schluchten der Lower East Side, wo die 18-jährige prompt von einer hippen ‚all-girl‘ Skaterclique in ihre Reihen aufgenommen wird. Zusammen machen sie, was Teenager so machen: sie rauchen, feiern, reden über Sex und legen sich mit rivalisierenden Skatergangs an. Vor allem aber geht es darum, den Asphalt unter dem Board zu spüren und die neusten Tricks zu filmen. Camilles neu gewonnene Leichtigkeit scheint allerdings ins Wanken zu geraten, als sie sich in einen geheimnisvollen Skater verguckt. Inspiriert und gespielt von Mitgliedern der New Yorker ‚TheSkateKitchen‘, taucht das Langspielfilmdebüt von Crystal Moselle in die Welt der Skater-Grrrls ein, die subtil und progressiv sowohl die Räume der Stadt, als auch die jungs-dominierte Szene und deren Stereotype ordentlich durcheinander wirbeln. Angetrieben durch das Charisma der Protagonist_innen, ist der Film eine Reise durch eine pulsierende Subkultur, die Lust darauf macht, den jungen Frauen dabei zuzusehen, wie sie auf ihren Brettern rotzfrech die Straßen Manhattans unsicher machen. ls Camille is sick of the provincial Long Island atmosphere and her mother, who wants her to give up skating. She runs away to the Lower East Side and is adopted by a hip, all-girl skater clique. But Camille’s new carefree life changes when she falls for a mysterious skater boy. Inspired and acted by members of the New York group TheSkateKitchen, this film explores the world of the Skater-Grrls, who defiantly stake their claim in a sub-culture dominated by boys. A film full of charisma and of course, the maddest stunts. Präsentiert von Donnerstag, 18.10.18 17.30 Uhr, 3001 Kino OUAGA GIRLS MIT GÄSTEN eines Superstars folgt der Film aber zum Glück nicht. Vielmehr widmet er sich essentiellen Themen und folgt einer sehr viel spannenderen Dramaturgie: dem Soundtrack des Lebens. Die Bekämpfung von Homophobie und Rassismus hat darin ebenso Platz, wie der aufregende Beginn der romantischen Liebe zum Popstar Beatrice Eli. Was für ein Debüt! clg In Anwesenheit der Regisseurinnen Olivia Kastebring, Mika Gustafson, Christina Tsiobanelis. Theresa Traoré Dahlberg, Schweden/Burkina Faso/Frankreich 2017, 82’, französische Originalfassung mit englischen Untertiteln Samstag 20.10.18 19.45 Uhr, Metropolis SILVANA - VÄCK MIG NÄR NI VAKNAT Das Gespräch nach dem Film wird in Deutsche Gebärdensprache gedolmetscht. „Automechanik? Für eine junge Frau? Das ist … neu.“ Reaktionen wie diese erleben Marthe und ihre Mitschülerinnen regelmäßig. Sie besuchen das Zentrum für die Ausbildung von Frauen in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos, um sich als Automechanikerinnen eine eigene Zukunft aufzubauen. In der klassischen Männerdomäne sind sie mit einem patriarchalen System konfrontiert, das der finanziellen und persönlichen Unabhängigkeit von Frauen Hindernisse in den Weg legt. Sie begegnen Herausforderungen, die familiären Verantwortungen entspringen, unterstützen sich gegenseitig bei Rückschlägen und teilen dabei auch intime Momente miteinander. In dem Kontext von Forderungen nach politischen Veränderungen in einem Land mit hoher Jugendarbeitslosigkeit, gehen diese jungen Frauen als Pionierinnen voran. Theresa Traoré Dahlberg, selbst in Burkina Faso und Schweden aufgewachsen, wollte einen Dokumentarfilm schaffen, der Hoffnung weckt und das Publikum bestärkt aus dem Kinosaal gehen lässt. Dabei gelingt es ihr gleichzeitig, den kritischen Blick auf gesellschaftliche und politische Zusammenhänge nicht gänzlich außer Acht zu lassen. „Ouaga Girls“ lebt insbesondere von der Stärke seiner Bildsprache und den beeindruckenden Protagonistinnen. mk Studying to become car mechanics in Ouagadougou, Burkina Faso, a group of young women face difficulties and obstacles imposed on them by a patriarchic system. While struggling with mistrust from male colleagues and the demands of familial responsibilities, the women turn to each other for support, sharing moments of intimacy. Theresa Traore Dahlberg, who partly grew up in Burkina Faso, has created a documentary that leaves the audience hopeful, while also providing a certain critical perspective on the societal and political correlations. Mika Gustafson, Olivia Kastebring, Christina Tsiobanelis, Schweden 2017, 91’, schwedische Originalfassung mit englischen und deutschen Untertiteln In diesem Biopic über die lesbische Rapperin Silvana Imam, begleiten die drei Regisseurinnen die Künstlerin hautnah: von ersten Auftritten in Underground-Clubs bis auf die große Bühne. Binnen eines Jahres wird Silvana mit ihren politischen und aufrüttelnden Lyrics zum Super star. Geboren in der ehemaligen UdSSR, emigriert sie als Kind mit ihren Eltern – einer litauischen Mutter und einem syrischen Vater – nach Schweden. Ausgrenzung 2018 ist ein ständiger Begleiter ihrer Kindheit. Die Erfahrungen mit drei Kulturen und als Tomboy aufzuwachsen, prägen sich tief in ihr Bewusstsein ein. Als Heldin der lesbischen Community gefeiert, verliert sich die Rapperin abseits der Bühne immer mehr in den Widersprüchen des Alltags. Der Druck ständig als feministisches Role-Model funktionieren zu müssen ist einfach zu groß. Dem klassischen Erzählstrang vom ‚Aufstieg und Fall‘ This biopic about the Swedish lesbian rapper Silvana Imam tells of her struggle against homophobia and racism, and the beginning of her romantic love for popstar Beatrice Eli. Silvana’s family – Lithuanian mother, Syrian father – emigrated to Sweden from the Soviet Union when she was a child. Celebrated in Sweden as THE superstar hero of the lesbian community, she feels the pressure of always having to function as a feminist role model. This is no standard ‘rise and fall of a superstar’ fare, but instead concentrates on important topics and the soundtrack of her life. A remarkable debut film. Präsentiert von

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