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Programmheft der Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg 2018

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HAMBURGS COMMUNITYSENDER

HAMBURGS COMMUNITYSENDER + AUSBILDUNGSKANAL 34 #MYBODYISPOLITICAL #MYBODYISPOLITICAL 35 Freitag 19.10.18 20.00 Uhr, 3001 Kino I’M FAT EINTRITT FREI → S. 27 | free entry → p. 27 Halit Levy, Israel 2017, 53’, hebräische Originalfassung mit englischen Untertiteln In diesem Dreier-Filmprogramm begegnen uns dicke Frauen*, die sehr unterschiedliche Wege gefunden haben, mit ihrem Dicksein umzugehen – denn für keine von ihnen war es selbstverständlich, einfach so zu sein, wie sie ist. In unserer westlichen Gesellschaft, in der Attraktivität, Produktivität und Sportlichkeit aufs Engste mit ‚dünn sein‘ verknüpft sind, stoßen sie alle auf Widerstand. Die Dokumentation „I’m Fat“ begleitet Halit Levy von der ersten Idee einer gewichtsreduzierenden Operation, bis hin zu ihrem endgültigen Entschluss. Der Film zeigt persönlich und einfühlsam, welche Gedanken, Sorgen und Hoffnungen Halit während der Zeit der Entscheidungsfindung hat. „Encoded Wish“ von und mit Tal Peer zeigt Brüste, Bauch, Tätowierungen, Schmuck, Hände, Falten, Wülste, Haut, ein Zimmer. Eine Frau knetet ihren Körper, bringt ihn in Positionen, die gefällig scheinen – und behält sie nicht bei. Die experimentelle Utopie „Riot Not Diet“ moniert: „What a boring planet our world has become“ und zeigt genussvoll queerfeministische Alternativen. Nach der Vorstellung sprechen Tal Peer, Halit Levy, Julia Fuhr Mann und Sara Ablinger über ihre Filme und ihre unterschiedlichen Perspektiven. MIT GÄSTEN Es geht um ‚empowerment‘ und Fragen, die sich aus den verschiedenen Blickwinkeln ergeben – auf eine Weise „that could never be conducted by a thin person.“ (Zitat: Tal Peer) cm Das Gespräch nach den Filmen ist in englischer Sprache. In this film triad, we meet women* who have found different ways to deal with a society that rejects their fatness. In “I’m fat”, we accompany Halit Levy as she deliberates about an operation. In “Encoded Wish”, a woman kneads flesh, folds and bulges into visually appealing shapes. “Riot not Diet” builds an experimental utopia from queer-feminist alternatives. After the screenings, Tal Peer, Halit Levy, Julia Fuhr Mann, and Sara Ablinger discuss their films and provide us with views of the world not possible through a thin lens. The talk after the films will be held in English. VORFILME: RIOT NOT DIET Julia Fuhr Mann, Deutschland 2018, 17‘, deutsch-englische Originalfassung mit englischen Untertiteln ENCODED WISH Tal Peer, Deutschland 2018, 4‘, ohne Dialog © Ruben Brodsky Samstag 20.10.18 20.15 Uhr, B-Movie NARCISSISTER ORGAN PLAYER Narcissister, USA 2018, 91’, französisch-englische Originalfassung mit englischen Untertiteln Die US-amerikanische Performance-Künstlerin Narcissister beschäftigt sich in ihren Arbeiten stets mit den Themen Gender, race und Sexualität und fordert sie heraus. Geschützt durch die Anonymität einer Maske, steht ihr oft auch nackter Körper im Vordergrund einer radikalen Kunstpraxis, die in einem Zusammenspiel aus Tanz, Akrobatik und Striptease auch humorvoll die Form des Varietétheaters nutzt. In „Narcissister Organ Player“ lernen wir nicht das Gesicht, aber die Person hinter der Kunstfigur kennen. Aufgewachsen mit einer marokkanisch-jüdischen Mutter mit chronischen Gesundheitsproblemen und einem afroamerikanischen Vater im Kalifornien der 80er-Jahre, erfährt sie früh, wie es ist, nicht dazuzugehören. Und: was Rassismus ist. Es wird deutlich, wie eng ihre Kunst mit der Familiengeschichte verknüpft ist und welche Bedeutung diese für sie hat. Mit diesem Hybrid aus Performance und bewegendem persönlichem Dokumentarfilm, ist Narcissister auch auf der Suche danach, wie die Geschichte und die Erfahrungen der Vorfahren in unsere Körper eingeschrieben sind und somit unser Leben und Handeln beeinflussen. sb The US performance artist Narcissister combines various aspects of dance, acrobatics and striptease with humorous forms of variety theatre to address the topics of gender, race and sexuality. “Narcissister Organ Player” shows us the person behind the mask. She grew up as an outsider with an ailing Moroccan-Jewish mother and an Afro-American father in 1980’s California and her art is intrinsically linked to her family history. The film mixes performance art with a personal documentary to show how past generations influence our own life and actions. Präsentiert von TIDE Mittwoch, 17.10.18 19.45 Uhr, Metropolis PLAIRE, AIMER ET COURIR VITE SORRY ANGEL Samstag 20.10.18 22.45 Uhr, Passage 2 SAUVAGE | SAVAGE Christophe Honoré, Frankreich 2018, 132’, französische Originalfassung mit englischen und deutschen Untertiteln Camille Vidal-Naquet, Frankreich 2018, 97’, französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln Mittwoch 17.10.18 17.30 Uhr, Metropolis NOTHING TO LOSE Kelli Jean Drinkwater, Australien 2018, 65’, englische Originalfassung Fett, fast nackt und tanzend auf der Bühne. Was für ein Körper! Schon mal sowas im Theater gesehen? Wohl eher nicht. Genau das bemerkte auch Choreographin Kate Champion und rief zum Casting auf. Die Performer_innen des Stücks sind alle dick und keine_r von ihnen ist professionelle_r Tänzer_in. Aber für sie alle ist klar: Es gibt so viel mehr zu choereographieren, allein die massigen Möpse! Niemand interessiert sich dabei für das klassische Tanzvokabular, weil es diese großartigen Körper schlicht nicht mitdenkt. Stattdessen werden neue Ausdrucksformen geprobt, die zeigen, was die fetten Körper in ihren Bewegungen einzigartig macht. Kelli Jean Drinkwaters Dokumentation begleitet die Entstehung eines außergewöhnlichen Tanzstücks vom Casting bis hin zur Aufführung während des rennomierten Sydney Festivals 2015. Doch zuerst stellt das spritzige Aquaporko! die gleichnamige Synchron-Schwimmerinnen-Gruppe aus Sydney vor, die von der Regisseurin mitgegründet wurde. So schön, dass wir den Film (LSF 2013) noch einmal zeigen müssen! cm Bodies, big and beautiful, bouncing to the beat! What a sight – a sight that inspired Kate Champion to cast people with big bodies for an awardwinning choreography that took the Sydney Festival 2015 by storm. In this documentary, filmmaker and activist, Kelli Jean Drinkwater, not only follows the project from casting to performance, she also co-directed with Champion. And we can’t resist rescreening her film “Aquaporko!” (HIQFF 2013), which introduces Melbourne’s first fat synchronised swimming team. VORFILM: AQUAPORKO! Kelli Jean Drinkwater, Australien 2013, 22’, englische Originalfassung Euphorisch und ungestüm erforscht der 20-jährige Arthur seine gerade entdeckte schwule Sexualität. Der Mittdreißiger Jacques hingegen, ein gutaussehender Schriftsteller, spielt auf Zeit. Die HIV-Medizin ist Anfang der 90er-Jahre noch nicht so weit, die AIDS-bedingten Erkrankungen stoppen zu können. Aller Gegensätze zum Trotz verlieben sich die beiden Männer und werfen die eigenen Bedenken und Beschränkungen über Bord. „Plaire, aimer et courir vite“ spielt zum Höhepunkt der AIDS-Krise in Frankreich, fokussiert jedoch weniger deren gesellschaftspolitischen Folgen, sondern die Auswirkungen auf Freund- und Partnerschaften, auf die Liebe und die Sexualität. Honoré taucht dazu tief in das Alltagsleben seiner beiden Hauptfiguren ein: Der intellektuelle Bohemien Jacques kümmert sich in Paris ebenso liebevoll um einen sterbenden Ex-Lover, wie um seinen kleinen Sohn. Arthur wiederum nimmt Abschied von seinem alten Leben in Rennes und schöpft Energie aus seinen – auch sexuell – sehr intensiven Begegnungen mit Jacques. Eine leidenschaftliche Hymne auf die Lebenslust: trotzig, mutig und ohne Rücksicht auf Konventionen das Leben so intensiv auszukosten wie möglich. Bis zum letzten Tag. as France in the mid 90s: 20-year-old Artur, just (starting) out, falls in love with the mid-30s, bohemian Jacques, who is dying of AIDS, at a time before adequate treatment was available. The film deals with the impact of the AIDS crisis on friendship and partnership, love and sexuality, contrasting the differing perspectives and personalities of its two main protagonists. A passionate anthem to ‘joie de vivre’. To the very last day. Unterstützt von Er ist einer, der seine Freier küsst. Einer, der es liebt, ein Stricher zu sein. Einer, der eben ein Stück zu viel von sich gibt. Der Protagonist von „Sauvage“ (Félix Maritaud) ist echt und wahr. Als Teil des Straßburger Strichs, steht er wie seine Kollegen ‚in den Parks‘ der Stadt. Nachts streift er durch die Clubs, auf der Suche nach dem nächsten Grashalm Glück. Er genießt den Sex, spürt das Leben durch die Drogen, rennt mit Gewalt an die Mauern, die sich ihm in den Weg stellen. Gefühle nur zu spielen fällt ihm im Traum nicht ein. Zu aufrichtig und tief geht die Nähe, die er sucht. Ein Drifter, unverstellt und unschuldig. Drei Jahre arbeitete Camille Vidal- Naquet mit Sexarbeitern in Paris, bevor er sich, Agnes Vardas‘ „Vagabound“ im Hinterkopf, an sein Filmdebüt macht. Gnadenlos ehrlich, aber ohne jede Wertung, schickt der Regisseur einen rauen Félix Maritaud in dieses intime Porträt. Im letzten Jahr konnten wir den Darsteller schon in „120 BPM“ (LSF 2017) anhimmeln. Jetzt taumelt er als namenloser Protagonist mit Dreck unter den Nägeln durch die Leinwandstadt. Sein voller Körpereinsatz wurde an der Croisette mit Preisen überhäuft. Völlig zu Recht, wie wir finden. Ein Muss! sch Camille Vidal-Naquet spent three years with sex-workers in Paris before making his film debut: a brutally honest, non-judgemental, intimate portrait of a rent-boy in Strasbourg. The protagonist is a guileless drifter who gives too much of himself, who loves his work, cruising the parks by day, touring the clubs at night, clutching at the next straw of happiness. Félix Maritaud gives a convincing performance which deservedly won acclaim in Cannes. This film is a must-see.

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