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Programmheft der Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg 2018

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10 ERÖFFNUNG | OPENING

10 ERÖFFNUNG | OPENING HIT IN DER MITTE & ABSCHLUSSFILM | HIT IN THE MIDDLE & CLOSING FILM 11 2018 Hit in der Mitte Donnerstag, 19.10.18 20.00 Uhr, Passage 1 SIDNEY & FRIENDS Tristan Aitchison, Kenia/UK 2017, 75’, Originalfassung Englisch/Suaheli mit englischen und deutschen Untertiteln MIT GÄSTEN Saskia Lavaux | Foto: © Annekathrin Linge Eröffnung & Gala Dienstag, 16.10.18 19.30 Uhr, Kampnagel RAFIKI Wanuri Kahiu, Südafrika/Libanon/Kenia/Niederlande/Norwegen/Deutschland/Frankreich 2018, 83’, Originalfassung Englisch/Suaheli mit englischen und deutschen Untertiteln Trigger Warnung! homophobe Gewalt MIT GÄSTEN Sidney kommt aus einer ländlichen Gegend in Kenia und mochte schon als Kind lieber Schafe hüten und Fußball spielen, als Röcke tragen und ‚Mädchendinge‘ tun. Er wusste immer, dass er anders ist. Je älter er wurde, desto mehr wurde er dafür von der Gemeinschaft und der eigenen Familie isoliert. Ihrem Weltbild nach konnte er nur von Dämonen besessen sein, die machten, dass er ein Junge sein wollte, und die es auszutreiben galt. Als alle Rituale und Behandlungen nicht wirken und die Familie letztlich sogar versucht, ihn umzubringen, flieht Sidney nach Nairobi und schlägt sich hier von Slum zu Slum durch. Als er schließlich eine Gruppe anderer Intersex* und Transgender* kennenlernt und Freundschaften schließt, ändert sich sein Leben: Zum ersten Mal ist er nicht allein und von Menschen umgeben, die sich gegenseitig in der unverändert homo- und transphoben Gesellschaft Kenias unterstützen. Die Dokumentation von Tristan Aitchison fängt vorsichtig, und doch nah an ihren Protagonist_innen, die Stimmen von Sidney und seinen Freund_innen ein und komponiert sie zu einer berührenden Entdeckung ihrer Hoffnungen, Träume und Ängste. Ein wichtiger Film im alltäglichen Ringen um Sichtbarkeit und Würde. ls Der Protagonist Dalziel Leone ist angefragt. Das Gespräch nach dem Film wird in Deutsche Gebärdensprache gedolmetscht. This no-budget documentary by Tristan Aitchison offers a glimpse of Kenya’s intersex and trans* communities interspersed with the personal stories of Sidney and his friends. Scorned by his local community and his family, who claim he is possessed by demons that made him want to be a boy, Sidney flees to Nairobi to find support in an otherwise homophobic, transphobic world, in a search for visibility and dignity. This important film depicts how individuals have to regularly struggle for visibility and dignity, and is a moving testimony of hope and dreams, despite fear. Präsentiert von DREILINDEN Gesellschaft für gemeinnütziges Privatkapital mbH Türen auf. Alle rein. Rausgeputzt. Blitzlichtgewitter. Küsschen hier. Umarmung da. Stößchen! Wer ist das denn da drüben? Großes (Wieder-)Sehen und gesehen werden. Die Spannung steigt, das Licht geht aus und der Spot an: für Saskia Lavaux von der Hamburger Band Schrottgrenze, die unsere diesjährige Gala mit Queer-Pop umrahmen wird. Unser Eröffnungsfilm ist „Rafiki“, der erste kenianische Film, der jemals bei den Filmfestspielen in Cannes lief. Genau wie „The Stories of our Lives“ (LSF 2016), ist er in Kenia verboten. Beiden Filmen wird vorgeworfen, sie stellten Homosexualität zu positiv dar, was in Kenia nicht erlaubt ist. Da macht sich der starke Einfluss der sogenannten ‚Erweckungskirchen‘ bemerkbar. Regisseurin Wanuri Kahiu, schon länger im Filmgeschäft aktiv, hat den Begriff ‚Afro-Bubblegum‘ kreiert. Dies ist der Name ihrer Medienfirma und auch eines von ihr entworfenen Filmgenres: „Afro-Bubblegum soll Afrika auf hoffnungsvolle, vergnügliche Art darstellen“, sagt Wanuri Kahiu „Wir brauchen neue Bilder von Afrika.“ Gelungen ist ihr das, trotz der ernsten Szenen im Film, durchaus. Fast zu folkloristisch muten die ersten Einstellungen an, in denen das Vorstadtviertel von Nairobi, in dem Ziki und Kena leben, vorgestellt wird. Ziki und Kena lernen sich kennen, freunden sich an und hängen viel zusammen rum. Dadurch regen sie die Aufmerksamkeit der Nachbar_innen auf sich und auch den Argwohn von Kenas bestem Freund, der wohl auch ein Auge auf sie geworfen hat. Die Väter der jungen Frauen treten in den anstehenden Regionalwahlen gegeneinander an, ein weiterer Grund, der ein näheres Kennnenlernen nicht unbedingt begünstigt. Doch die beiden lassen sich davon erstmal nicht beeindrucken und eine wunderbare Liebesgeschichte beginnt! hh In Anwesenheit der Darstellerin Samantha Mugatsia. Die Gala wird in Deutsche Gebärdensprache gedolmetscht. Lights! Camera! Action! Put on your glad rags! The red carpet awaits you! Hugs and kisses here and there. Cheers! Long time no see! The excitement grows! Lights out! Spot on! Give a warm welcome to Saskia Lavaux and enjoy a selection of queer pop songs from the Hamburg band ‘Schrottgrenze’ who is accompanying this year’s Gala. Our film for the opening gala is “Rafiki”, the first Kenyan film ever to be screened at the film festival in Cannes. Banned in Kenya for depicting homosexuality in a positive light, which is prohibited, the film is an example of director Wanuri Kahiu’s newly-created film genre ‘Afro-Bubblegum’. “Afro-Bubblegum portrays Africa in a hopeful, and enjoyable way. We need new images of Africa.” The film succeeds in this goal, despite the many serious scenes. Ziki and Kena get to know each other in the suburbs of Nairobi, increasingly spending more and more time together. The affection the two young women have and show for each other attracts the attention of their neighbours, and also the suspicion of Kena’s best friend, who’s cast his eye on her. That their fathers are opposing politicians doesn’t help the situation either. But the two are quite unimpressed by opinion and a wonderful love story begins! Unterstützt von Abschlussfilm + Preisverleihung Sonntag 21.10.18 20.30 Uhr, Metropolis, Empfang ab 20.00 Uhr I MISS YOU WHEN I SEE YOU Simon Chung, Hongkong 2018, 93’, englisch-kantonesische Originalfassung mit englischen und deutschen Untertiteln In diesem Jahr verschmelzen Preisverleihung und Abschlussfilm zum letzten Highlight der Festival woche. Nachdem die Publikumspreise und der Jurypreis vergeben sind, beschließen wir die Filmtage mit einer berührenden Europapremiere: Kevin zieht nach Hongkong. Seit dem College war er nicht dorthin zurückgekehrt, doch seine Jugendliebe Jamie hatte ihn in Australien besucht. Nun folgt er dem Ruf in seine alte Heimat und kommt in eine Stadt, in der die Zeit ohne ihn weitergegangen ist. Statt vor Verletzung und Ausgrenzung zurückzuschrecken, stellt er sich seiner Depression und den Schatten der Gegenwart und der Vergangenheit. Was heißt es, eigene Entscheidungen zu treffen? Was heißt es, gegen den Strom zu schwimmen? Der Film entfaltet langsam und in kleinen Dialogen die Beziehung der beiden Schulfreunde, die zwischen vertrauter Zuversicht und Erwartungen von außen ihren Weg finden müssen. Eindrücklich zeigt der Regisseur Simon Chung, wie die Gesellschaft auf schwule Körper zugreift und sie an den Rand der Verzweiflung führt. Trotzdem behält er die Hoffnung auf die heilende Kraft der Liebe. Und der Freundschaft. sch This year, the prize ceremony will be combined with our closing film to form the final highlight of the festival week. Kevin returns to Hong Kong after more than a decade in Australia, and reconnects with his childhood sweetheart, Jamie. He finds a city which has moved on, but is still riddled with the shadows of the past, a city which has the power to hurt and exclude him. Director Simon Chung’s film unfolds its drama slowly, vividly depicting how society attacks gay bodies – driving them to the edge of desperation and depression – but lets us hope that love and friendship can heal the damage. Präsentiert von andersum WG/PST

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