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Leo Oktober 2017

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FOTO: ERWIN HARBECK 4

FOTO: ERWIN HARBECK 4 SZENE BENEFIZAKTION FÜR DIE AIDS-HILFE Bayern-Ticket Goes Regenbogen FOTO: DB REGIO BAYERN Anlässlich des 20. Jubiläums des Bayern-Tickets gibt die DB Regio Bayern eine exklusive und limitierte Sonderedition im regenbogenfarbenen Einhorn-Design heraus. Der Clou: 2 Euro von jedem verkauften Ticket gehen an die Münchner Aids-Hilfe! Das Einhorn-Bayern-Ticket kostet 51 Euro und berechtigt fünf Reisende, gemeinsam im Nahverkehr (auch U-Bahn, Bus und Tram) durch ganz Bayern zu fahren. 20.000 dieser Fahrkarten stehen zur Verfügung. Wer Spaß am Reisen hat und die vielfältige Arbeit der Münchner Aids-Hilfe unterstützen möchte, erhält diese Karten in München ausschließlich im DB-Reisezentrum am Hauptbahnhof und im S-Bahn-Kundencenter. In Nürnberg kann man sie im Reisezentrum am Hauptbahnhof bekommen. *bm EHEÖFFNUNG AM 1. OKTOBER München zeigt Flagge Zum Münchner CSD ist es seit über zwanzig Jahren Tradition, am 1. Oktober werden erstmals auch außerhalb des Gay-Pride-Wochenendes die Regenbogenfahnen rund um den Marienplatz gehisst. Der Grund: Ab diesem Tag können homosexuelle Paare nach dem neuen Gesetz zur „Ehe für alle“ heiraten. Oberbürgermeister Dieter Reiter hielt diesen Termin für wichtig genug, um ein offizielles Zeichen der Freude und der Solidarität mit der LGBTIQ*-Szene zu setzen. Auch am Kreisverwaltungsreferat, in dem das Standesamt angesiedelt ist, sollen sie eine Woche lang zu sehen sein. Das Standesamt München bittet übrigens darum, Anmeldungen zur Umwandlung von Lebenspartnerschaften in Ehen möglichst nicht sofort Anfang Oktober einzureichen. Es sei mit einem hohen Aufkommen zu rechnen, sodass erhebliche Wartezeiten entstehen könnten. *bm gratuliert 20 JAHRE D’SCHWUHPLATTLER Traditionsbewusst und schwul FOTO: SCHWUHPLATTLER Es war ein Coming-out der besonderen Art und zugleich eine Weltpremiere: 1997 bewies eine Gruppe schwuler Schuhplattler, dass sich bayerische Tradition und die häufig weltoffene Art des Schwulseins nicht ausschließen. Und diese Gruppe beweist das unter dem Namen „D’Schwuhplattler“ bis heute. „Bei uns darf jeder so sein, wie er ist“, bekräftigt der Gründer und Präsident Sepp Stückl, „denn bayerische Traditionsund Brauchtumspflege lebt schließlich von der bunten Vielfalt.“ Was vor zwanzig Jahren als kleines Grüppchen begeisterter Plattler begann, ist inzwischen ein weit über die Grenzen Bayerns bekannter Verein mit über einhundert Mitgliedern. D’Schwuhplattler sind der vielleicht erfolgreichste Exportartikel der queeren Szene Münchens. Ihre traditionellen bayerischen Tänze, meist begleitet von mehreren Musikern, präsentierten sie schon in der Berliner Reichstagskuppel, auf CSDs in ganz Deutschland und LGBTIQ*-Festivals auf der ganzen Welt. „So haben wir unseren gesellschaftspolitischen Beitrag für die Toleranz gegenüber Homosexuellen geleistet“, meint Sepp Stückl, „denn Homosexualität, Heimatverbundenheit und die Bewahrung traditioneller Werte passen hervorragend zusammen.“ Das sieht auch das Kulturreferat der Landeshauptstadt so und erkennt die Schwuhplattler aufgrund ihres Engagements in der Heimat- und Brauchtumspflege als gemeinnützig an. Ihr 20-jähriges Bestehen feiern die Schwuhplattler im Rahmen ihres alljährlichen Kirchweihtanzes im Festsaal des Hofbräuhauses. Es spielt die Kapelle Kaiserschmarrn, zudem treten die Traunwalchener Goaßlschnalzer und natürlich die Schwuhplattler selbst auf. Tickets gibt es im Vorverkauf in der Bar Edelheiss. *bm 14.10., Hofbräuhaus München, Platzl 9, 19 Uhr, www.schwuhplattler.de

STADT 5 50 JAHRE OCHSENGARTEN Münchner Mythos Im Oktober feiert der Ochsengarten sein 50-jähriges Bestehen und ist damit nicht nur Münchens, sondern auch Deutschlands älteste schwule Lederbar. In deren Gründungsjahr war die Müllerstraße noch Prostituiertenmeile und im „Ochsen“ buhlten entsprechende Damen um Kundschaft. Als die roten Lichter ausgingen, übernahm Kellnerin Auguste „Gusti“ Wirsing die Geschäfte und machte daraus eine schwule Lederkneipe nach dem Vorbild der Lederbars, die sie bei ihren Besuchen in den USA kennengelernt hatte: schwere Möbel, Holzverkleidung, Tom-of-Finland- Poster an der Wand und Tarnnetze an der Decke. Eine Atmosphäre, durch die der Geruch von Zigaretten und schwerem Leder zog, die sexuell aufgeheizt war und die immer den Eindruck machte, alles sei möglich. So entstand mit dem Ochsengarten nicht nur ein weltbekanntes Leder- und Fetischlokal, sondern auch ein Münchner Mythos – viele Jahre geführt von einer sehr energischen Frau. Es waren die goldenen Zeiten mit wilden Partys, deren Ruf weit über die Grenzen Deutschlands hinaushallte. Heute ist es beschaulicher geworden in der Müllerstraße 47, der einstige Glanz ist ein wenig verblasst. Optisch ist hier die Zeit zwar stehen geblieben, doch trotz des klangvollen Namens und einer einmaligen Historie dürfte seine Zukunft, zumal als schwules Lederlokal, ungewiss gratuliert sein. Inhaber Friedl Steinhauser, der als 24-Jähriger hier schon kellnerte und sich dann jahrzehntelang seiner „Teddy Bar“ widmete, steht seit einigen Jahren wieder hinterm Tresen. Die Besucherstruktur hat sich gewandelt, der Fetisch ist weniger geworden, auch Heteros sind an bestimmten Tagen willkommen. Außerdem ist es kein Geheimnis: Das Viertel und mit ihm die schwule Szene ist in einem grundlegenden Wandel begriffen. Ein Wandel, von dem auch traditionelle Szenebars nicht verschont bleiben. Wir wünschen dem „Ochsen“ und seinem Team eine rauschende Jubiläumsfeier – und viele weitere Jahre als Unikum im Gastroleben der Stadt und als Fenster in die „gute alte Zeit“ der Münchner Community! *bm www.ochsengarten.de FOTO: BERND MÜLLER Eine Münchnerin für alle Münchner OPENING CR71 Der neue Bar-Abend GRAFIK: FRANK ZUBER – so bunt wie das Leben. Wer das Café Regenbogen am Goetheplatz kennt, dürfte samstagabends kaum seinen Augen trauen, denn seit kurzem verwandelt sich das Restaurant der Münchner Aids- Hilfe zum Wochenausklang in die coole Bar „CR 71“. Das neonrot leuchtende Logo über dem Tresen weist den Weg in eine wilde Nacht. Hier kann man von 19 bis 2 Uhr bei lässigen Preisen (Longdrinks 4,50 Euro, Bier 2,30 Euro, Shots 1,50 Euro) abhängen, für Partys vorglühen, kurz vorbeischauen oder auch den ganzen Abend verbringen. Zur relaxten Atmo gibt’s elektronische Klänge und Welcome-Shots. Das Beste: Der Erlös der Abende kommt direkt der Münchner Aids-Hilfe zugute. Schaut rein – hier entwickelt sich ein neuer Hotspot auch für die queere Szene der Stadt! *bm Jeden Samstag, CR 71, Lindwurmstr. 71, 19 – 2 Uhr Münchner Bank eG Filiale Altstadt Sonnenstraße 19, 80331 München Telefon: 089 2128-6260 Filiale Schwabing Nordendstraße 64, 80801 München Telefon: 089 2128-5700 www.muenchner-bank.de kontakt@muenchner-bank.de

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.