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Leo Oktober 2017

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MUSIK FOTO: SONY MUSIC

MUSIK FOTO: SONY MUSIC INTERVIEW MILEY CYRUS „Mein Leben ist eine Reise“, sagt Miley Cyrus in ihrer einmalig tiefen und nach Whiskey klingenden Stimme. „Ich weiß nicht, wo es hingeht.“ Möchte sie auch nicht. „Meine Botschaft ist: Niemand muss sich festlegen.“ In „Malibu“, der Single mit dem herzigputzigen Miley-läuft-durch-die-Wiese- Video, singe sie ja auch, dass sie vor drei Jahren nicht im Traum geglaubt hätte, heute so einen Song zu schreiben, so ein verträumtes Liebeslied. „Aber in meinem Kopf passt es völlig zusammen, dass ich vor zwei Jahren eine krasse Alternative- Platte mit den Flaming Lips gemacht habe und jetzt Jeans und T-Shirt trage wie alle anderen auch. Wer weiß, vielleicht komme ich ja morgen als Einhorn.“ Heute kommt sie erstmal als Unschuld. Nur der freie Bauchnabel, mitsamt Piercing, ist ein wenig keck. Ansonsten reibt man sich die Augen: Ganz in Weiß begrüßt uns Miley zum Interview in einem New Yorker Luxushotel nahe dem Central Park. Die 24-Jährige trägt eine weiße Anzughose, ein cremeweißes, bauchfreies Spitzen-Top – und eine weiße Schleife im Haar. Harmlos sieht sie aus, fast lieb. Ist das noch die Miley Cyrus, die vor gut drei Jahren nackt auf einer Abrissbirne ritt (im „Niemand muss sich festlegen“ Video zu „Wrecking Ball“), häufiger unbekleidet als angezogen in der Öffentlichkeit auftauchte und auf der Bühne sogar mal einen Joint rauchte? Ja. Miley, die vor zehn Jahren durch die Serie „Hannah Montana“ berühmt wurde, hat sich wieder einmal neu erfunden: als ganz normales All-American Girl. Hat sie keine Lust mehr zu schocken? „Darum geht es nicht. Alle dachten, ich sei verwirrt oder nicht mehr ganz dicht. Aber das stimmt nicht. Ich wusste immer absolut, was ich tue.“ Miley wirkt reflektiert, wenn sie spricht, klug. „Ich wollte nicht schockieren, ich wollte nur zeigen, dass alles möglich ist. So bin ich in der Schule schon gewesen. Ich war in der Baseball-Mannschaft UND ich war eine Balletttänzerin. Ich habe es nie verstanden, warum die Menschen in kleine Kisten gepackt und dort drin hocken bleiben sollen. Jeder Mensch verändert sich. Aber du bleibst doch immer du selbst.“ Zum Stilwechsel passt auch die Musik auf ihrem neuen Album „Younger Now“. Wie schon im von Folk und Country beeinflussten „Malibu“ angedeutet, setzt Cyrus nun auf ruhigen, handgemacht klingenden, melodischen Pop. Eine Rückkehr zu den Wurzeln, wuchs sie doch mit Country-Pop- Vater Billy Ray Cyrus („Achy Breaky Heart“) auf einer Farm in Nashville auf. „Andererseits hatte ich immer schon Country- Elemente in meinen Liedern, auf meinem Album ‚Bangerz‘ gibt es zum Beispiel den Song ‚Maybe You’re Right‘, der an die Dixie Chicks erinnert. Eigentlich gibt es aber gar kein Genre für meine Musik. ‚Younger Now‘ ist nicht Pop, nicht Country, nicht Indie- Rock. Mit meinen Liedern ist es im Grunde genauso wie mit mir selbst.“ Seit sie vor zehn Jahren die Hauptrolle in der Disneyserie „Hannah Montana“ spielte, ist die mit Schauspieler Liam Hemsworth nach vorübergehender Trennung nun wieder glücklich liierte Miley ein Superstar. Mit Liam, Hunden, Katzen, Schweinen und Pferden lebt sie nun, genau, in Malibu, arbeitet auch als Coach bei „The Voice“ und wirkt immer ein wenig so, als habe sie noch große Pläne für ihr Leben. Vielleicht landet sie eines Tages gar in der Politik. „Ich habe im Rahmen meiner Jugendstiftung ‚Happy Hippie‘ die Kampagne ‚#HopefulHippies‘ gestartet“, sagt sie ernsthaft, „mit dem Ziel, junge Menschen politisch zu aktivieren. Es ist jetzt wichtig, dass jeder Einzelne seiner Verantwortung gerecht wird und dazu beiträgt, dass wir eine offene, tolerante, auf Liebe und Respekt basierende Gesellschaft bleiben.“ *Steffen Rüth

MUSIK TIPP Soul, Jazz, Funk und World Music Dass aus dem Süden Deutschlands jede Menge Disco kommt, weiß jeder seit den 1970ern (Munich Machine, Donna Summer, Silver Convention ...), dass diese wunderschönen Bundesländer aber auch in Sachen Jazz und Funk die Nase vorne haben, muss man gesagt bekommen. Oder hier lesen. Der Multi-Instrumentalist, Komponist und Produzent Ralph Kiefer veröffentlichte Ende September sein Album „two“, unter anderem mit Neo-Soul-Queen Georgia Anne Muldrow aus Las Vegas. Entdecke den souligen Funk aus Deutschlands Süden! *rä JAZZ Mondschein-Ecke Julien Decoret, Raphael Chassin und Krystal Warren sind ein Jazz-Trio, das es liebt, mit Retro-Ästhetik zu spielen. Wie sonst wären das Cover und die Musik zu erklären? Dabei geht es mir jetzt nicht nur um das an Roy Lichtenstein erinnernde Pop-Art-Album-Cover mit viel 1960er-Einfluss oder die Musik an sich (souliger Pop-Jazz wie aus dem 20. Jahrhundert), sondern auch um die Art, wie die Musik von Joon Moon entstanden ist. Die zwölf Lieder wurden allesamt mit Geräten der 1970er- und 1960er-Jahre aufgenommen und produziert – klar, etwas moderne Technik kam auch zum Einsatz, aber die Hauptarbeit machte das Equipment aus dem letzten Jahrtausend. Unsere Anspieltipps auf „Moonshine Corner“ sind „Apple Day“, „Jimmy Thirsty Cow“ und „Call Me“. Am 7. November kann man das Trio in Berlin live erleben, im Maschinenhaus. *rä SAMPLER Berlin, du bist ... ... dufte! Nein, so wunderbar (Anspieltipp: „Berlin, du bist so wunderbar (MVCA Remix)“ von MVCA). Egal, ob im badenwürttembergisch geprägten Stadtteil Prenzlauer Berg, im multikulturellen skandinavischen Außenposten Mitte oder im spanisch debattierenden Kreuzberg, überall gibt es Spannendes, Schönes und auch mal erst Verstörendes zu erleben. Und zu hören! Erlebbar mit diesem Sampler: „about: berlin vol: 18“. Der erscheint in verschiedenen Formaten (u. a. 4-Vinyl) und erfreut mit Musik von u. a. 2raumwohnung und Klangkarussell. *rä TOURNEE TLC kommen Einst ein Trio, jetzt ein Duo: Die Girlgroup, die mit Hits wie „Waterfalls“, „Ain’t 2 Proud 2 Beg“ und „No Scrubs“ abräumte, gehört auch 2017 noch zu den Guten. Im Herbst kommen die beiden Gründungsmitglieder Tionne (das T) und Chilli (das C) – okay, fast, Chilli kam erst 1991 dazu, als Crystal Jones ging, sie ist aber ab dem ersten Album zu hören – auf Tour nach Deutschland. Erstmals! Die 2002 nach einem Unfall verstorbene Lisa wurde nicht ersetzt, das ist irgendwie schön, aber auch irgendwie schade, denn ein neues Talent hätte der Band womöglich gutgetan. Zwischen 1992 und 2002 verkauften TLC rund 65 Millionen Alben, sie ebneten mit ihrer Mischung aus R ’n’ B, Hip-Hop und Pop den Weg unter anderem für Destiny’s Child – und aus dieser Band ging ja Beyoncé hervor ... Mit im Tourgepäck haben sie auch ihr aktuelles Album: „TLC“. *rä DATEN 16.10. Hamburg, Barclaycard Arena, 17.10. Düsseldorf, Mitsubishi Electric HALLE, 19.10. Frankfurt, Jahrhunderthalle, 21.10. Stuttgart, Porsche Arena, 22.10. München, Zenith FOTO: JESSE KITT JAZZ Lizz Wright hatte ein Thema Dem Vorschlag ihrer Plattenfirma, ein Album nur mit Coverversionen aufzunehmen, wollte die Jazz-Sängerin nicht einfach so nachkommen. Nicht die Standards erneut. Nein, Lizz Wright dachte an die Jazz-Ikone Nina Simone, an den Dokumentarfilm „What happened, Miss Simone?“, in dem die Legende sagt: „Es ist die Pflicht eines Künstlers, auf die Zeit zu antworten.“ Das sieht Lizz genauso. Und was ist die Antwort auf diese unsere Zeit? Grace, also Wohlwollen, (Gottes) Gunst, Nächstenliebe. Alle 13 Lieder auf ihrem Album „Grace“ haben dieses Leitmotiv. Unsere Anspieltipps sind „Seems I’m Never Tired of Lovin’ You“, „Every Grain of Sand“ und „What Would I Do Without You?“. *rä

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