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Leo Oktober 2017

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12 KULTUR LANGE NACHT

12 KULTUR LANGE NACHT DER MUSEEN Kunst für Nachtschwärmer Wenn die Lichter in Münchens Kunst- und Kulturtempeln nicht mehr ausgehen wollen und Menschen mit einem kleinen Programmheft scharenweise durch die Straßen ziehen, dann ist eines klar: Es ist wieder Museumsnacht. Rund neunzig Museen, Sammlungen, Galerien und Kirchen nehmen heuer teil und bieten Gelegenheit, auch einmal Bereiche ihrer Häuser zu entdecken, die im regulären Betrieb nicht zu sehen sind. Ob Klassiker der Münchner Museumslandschaft oder neue Orte wie das Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA): Neben Ausstellungen punkten viele Orte mit Führungen oder einem originellen Rahmenprogramm aus Science-Shows, Videoinstallationen, Jazzmusik oder gastronomischen Spezialitäten. Wie immer sind im Ticketpreis von 15 Euro alle Shuttlebusse, die fast alle Events miteinander verbinden, enthalten. Karten an allen Vorverkaufsstellen, die Abendkasse befindet sich im Infozelt am Wittelsbacherplatz, der auch Startpunkt der Shuttlebusse ist. *bm 14.10., 19 – 2 Uhr, www.muenchner.de/museumsnacht FOTO: MAREN KÖHLER KUNST Jahresausstellung von Robert C. Rore „Reflektionen“ scheint als Titel für die 20. Einzelausstellung des Münchner Künstlers Robert C. Rore in der Kunstbehandlung perfekt zu passen. Der Künstler schafft dabei nicht nur in seinen Bildern Reflexionen, sondern reflektiert dabei gleichzeitig über die zwei Dekaden umfassende Zusammenarbeit mit der Galerie Kunstbehandlung. Seine Bilder, wie beispielsweise das Ölgemälde „Der Kellner“, stellen spielerisch leicht Spiegelungen, Lichtbrechungen und Glanzlichter dar und sind mitunter eine tiefe Verneigung vor dem großen Werk des französischen Impressionisten Manet und seiner wuseligen Bar in den Folies Bergère. Rores Bild scheint jedoch im Gegensatz dazu etwas von einer stillen Auf-sich-Bezogenheit eines einzelnen Barbesuchers zu haben. Reflexionen im Sinne von Nachdenken gibt es darüber hinaus auch in kleinen Gemälden von Männern in Bergseen, Flüssen und Bächen zu sehen. Nackte Männer, sich vorsichtig ins Wasser tastend, und der Kenner kann im Hintergrund eines der Bilder die Berchtesgadener Bergheimat des Malers erkennen. Seiner ureigenen Écriture – handwerkliches Können gepaart mit unaufgeregter Erotik – bleibt der Künstler auch weiterhin treu. *ml Müllerstr. 4, Mo, Di, Do und Fr: 14 – 18 Uhr, Sa: 12 – 18 Uhr, www.kunstbehandlung.com FOTO: ROBERT C. CORE FOTOS: LENBACHHAUS Underground-Film zwischen Punk und Kunstakademie Die Filmreihe „Normalzustand“ – benannt nach einem Film der Künstlerin Yana Yo – vereint eine Auswahl von Experimentalfilmen, die in den späten 1970er- bis frühen 1990er-Jahren in Deutschland entstanden. In dieser Zeit formierten sich von Bielefeld, Bonn und Düsseldorf bis West- und Ost-Berlin mehr oder minder lose Filmgruppen, Bands und Künstlerkollektive. Im Zusammenspiel der hier in digitalisierter Form gezeigten Filme (die meisten davon ursprüngliche Super 8- Formate) wird eine betont ungekonnte und gekonnt unprofessionelle Form des Filmens – und damit des ‚Kunstmachens‘ – sichtbar, die sich keiner starren stilistischen oder inhaltlichen Kategorie zuordnen lässt: Mal narrativ, mal abstrakt, mal provokativ, mal poetisch schöpfen die Filme aus diversen Quellen, die vom avantgardistischen sowjetischen Film der 1920er Jahre über die burlesk hysterische Handschrift der amerikanischen Underground-Filmszene bis hin zum Musikvideo und Horrorfilm reichen. *ml 10. – 22.10., Lenbachhaus, Di 10 – 20 Uhr, Mi – So 10 – 18 Uhr, Eintritt 10 Euro, www.lenbachhaus.de

Die Möwe Auf dem Landsitz seines Onkels Sorin sucht der junge Schriftsteller Konstantin Treplev nach „neuen Formen“ im Theater. Seine Geliebte Nina spielt die Hauptrolle in einem kleinen Theaterstück, das er selbst geschrieben hat. Doch die Aufführung endet im Desaster: Das ausgewählte Publikum reagiert mit Unverständnis und Spott – darunter seine Mutter Arkadina, eine berühmte Schauspielerin und Vertreterin des konventionellen Theaters, welches ihr Sohn verachtet. Während Treplev sein künstlerisches Scheitern verkraften muss, verliebt sich Nina in den erfolgreichen, gefeierten Schriftsteller Trigorin, gehasstes und zugleich beneidetes Vorbild Treplevs – und Geliebter von Arkadina. Die Konflikte schwelen, die Figuren, Temperamente und Meinungen prallen aufeinander, es gipfelt in Ausbrüchen, gegenseitigen Liebesbekundungen und Erniedrigungen: Es ist ein Versuch aller, das Leben irgendwie zu bewältigen. Unter der Regie von Christian Stückl feiert das Werk von Anton Tschechow am 26. Oktober Premiere im Volkstheater. *ml 26. + 27.10., 1.11., jeweils 19:30 Uhr, Volkstheater München, Karten ab 14 Euro, www.muenchner-volkstheater.de FOTOS: SALZGEBER Queer Film Festival – die Zweite Vom 12. bis 15. Oktober findet zum zweiten Mal das Queer Film Festival München statt, das trotz seines jungen Alters beachtliche Aufmerksamkeit nicht nur in der Landeshauptstadt auf sich ziehen konnte. Der Fokus liegt dieses Jahr auf der jungen Generation, die sich mit eigenwilligen Lebensentwürfen ihren Platz in diesen chaotischen Zeiten sucht. Über verschiedene Kinos wie das Neue Maxim und das Werkstattkino verteilt, widmet sich das QFFM mit Podiumsdiskussionen, Kurzund Langfilmen diesen Lebensentwürfen. Da wäre beispielsweise der junge Farmer Johnny, der im Film „God’s Own Country“ mithilfe eines rumänischen Gastarbeiters in der Einöde von Yorkshire seine Sexualität entdeckt. Der Film wird zudem mit dem QueerScope-Debütfilmpreis geehrt, den der Zusammenschluss der 13 LGBTIQ*-Filmfestivals in Deutschland jährlich verleiht. In einer ganz anderen Welt ist der amerikanische Dokumentarfilm „Political Animals“ beheimatet. Der Film folgt vier kalifornischen Politikerinnen, die über Jahre hinweg für die soziale Gleichstellung von Schwulen und Lesben kämpften.*jb Queer Film Festival München, 12. – 15.10., www.qffm.de KULTUR 13 OH HAPPY DAY 10. OKTOBER 1 TAG – TAUSENDE ANGEBOTE! ENTDECKE CAFÉS, RESTAURANTS UND VIELES MEHR IN DEINER NÄHE! Jetzt Angebote finden: www.own-business-day.de Mit dem Own Business Day unterstützt METRO selbstständige Unternehmer und bietet ihnen eine Plattform, auf der sie zeigen können, was sie besonders macht. Lernt eure Local Heroes kennen und freut euch auf einen Tag, der sich richtig lohnt!

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