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LEO November / Dezember 2019

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18 KULTUR SHOW Megy

18 KULTUR SHOW Megy Christmas NÜRNBERGER CHRISTKINDLESMARKTTREFFEN Tod auf der Pegnitz „Stille Nacht, Heilige Nacht ...“ – von wegen! Travestie-Star Megy B lädt zur glamourösen Weihnachts- Dinnershow ein. Bei Glühwein und Plätzchen entführt sie das Publikum in einen musikalischen zauberhaften Winterwald und spricht über den (Un-)Sinn des Lebens. Trotz der stillen und herzlichen Weihnachtszeit schafft sie es auf liebevolle Weise, der Welt einen Spiegel vorzuhalten. Eine etwas andere Art, sich gemütlich auf die bevorstehende Weihnachtszeit einzustimmen. Megy B – Comedy-Travestie Entertainment vom Feinsten. Wer kann da schon widerstehen? *cv 7., 12., 13.12., Megy Christmas, Roy München, Herzog-Wilhelm- Str. 30, München, www.megy-b.com, www.bar-roy.net FOTO: SASCHA FUNKE Keine Sorge, hier geht es nicht um eine echte Leiche, sondern um den Titel des musikalischen Singspielkrimis, den die Theatergruppe „Schlampenlichter“ traditionell zum Nürnberger Christkindlesmarktreffen aufführt. Der steht nämlich im Mittelpunkt des schwulen Fetischwochenendes, das vom Nürnberger Lederclub (NLC) seit Münchens lesbische Big Band „Groove Sistaz“ erobert den Gasteig: Am 4.11. bringen die zwanzig Musikerinnen ihr neues Programm auf die Bühne des Münchner Kulturtempels. „Bei Anruf Musik“ heißt die Show, die ein weites Repertoire abdeckt: Von Jazz und Swing über Rock und (Balkan-)Pop bis hin zu bayerischem Heimatsound wird alles geboten, was die Gäste von den Sitzen reißt. Unter der Leitung von Daniela Steidle wird die Black Box zur Live-Jukebox, präsentiert mit Charme und witzigen Conférencen. Übrigens: Getanzt werden darf auch! *bm 4.11., Black Box im Gasteig, Rosenheimer Str. 1, 18:30 Uhr, Karten zu 15 Euro bei www.muenchenticket.de Jahrzehnten in der Adventszeit organisiert wird. Neben diesem Kulturgenuss gibt’s natürlich Fetischpartys, dazu Burgführungen, einen Brunch und auch den Besuch des klassischen Christkindlesmarkts. Karten zu 75 Euro sind über den Webshop des Vereins erhältlich. *bm 6. – 8.12., www.nlc-nuernberg.de KONZERT Groove Sistaz: Bei Anruf Musik FOTO: SCHLAMPENLICHTER.DE FOTO: GROOVE SISTAZ Gemeinschaftspraxis am Isartor Innere Medizin · Allgemeinmedizin · Infektiologie · Männermedizin Dr. med. Werner Becker · Dr. med. Ramona Pauli · Dr. med. Marcel Lee Wir testen alles. Wir behandeln alles. Anonymer HIV-Test. STI-Screening. PrEP. Tel. 0 89 - 22 92 16 Labortermine zu allen unseren Zeiten möglich Telefonsprechstunde täglich von 12-13 Uhr Isartorplatz 6 · 80331 München · www.isarpraxis.de

NACHGEFRAGT TIM FISCHER ist „zeitlos“ Dieses Jahr feiert Tim Fischer sein 30. Bühnenjubiläum – und das mit erst 46 Jahren! Ein wahres Wunderkind war er und ist zudem bis heute erfolgreich mit seiner ganz eigenen Art Chanson: 1995 erhielt Tim Fischer den Deutschen Kleinkunstpreis, 2017 war er Teil der vielfach ausgezeichneten Serie „Babylon Berlin“. Im Herbst erscheint mit „Zeitlos“ ein neues Doppelalbum, das neue und ältere Lieder vereint. Und Tim geht auf Tour! Bis in den Mai 2020 hinein finden Auftritte unter anderem in Düsseldorf, Hamburg, Köln, Stuttgart Frankfurt und natürlich München statt. Dreißig Jahre auf der Bühne zu stehen, ist eine große Leistung. Was hat sich für dich verändert? Hattest du jemals Lampenfieber? Lampenfieber gibt es bei mir phasenweise. Eben denke ich noch, ich sitze fest im Sattel, doch dann schlägt mir das Leben ein Schnippchen und es stellt sich Nervosität ein. Das kann ich vor einem Auftritt natürlich gar nicht gebrauchen! Ich fühle mich dann wie ein Säugling, der erst mal laufen und sprechen lernen muss. Provinz oder Großstadt, wo fühlst du dich besser verstanden? Heute ist das wirklich kein Thema mehr. Die Leute auf dem Land leben ja dank Internet nicht mehr hinterm Mond. Ich bin ein Fan von Großstädten. Aber genauso gerne trete ich auf dem Land auf. Die Menschen dort freuen sich ebenso über unseren Besuch. Ich habe mir in dreißig Jahren ein treues Publikum erarbeitet, das zu Freunden wurde. Da ist gleich eine gute Energie im Saal. Über Political Correctness wird viel diskutiert, gibt es alte Lieder, die du magst, die aber einfach nicht mehr gehen? Es kommt drauf an, wer einen Shitstorm bei Nichtgefallen verbreitet. Als Künstler sollte man Farbe bekennen und klarmachen, wo man steht. Die Lieder von Georg Kreisler beispielsweise sprechen mir total aus der Seele. Er hatte die richtige Einstellung, nämlich klar gegen rechts. Dass man mit solchen Aussagen in manchen Gegenden auf Ablehnung stößt, ist doch völlig klar. Man kann eben kein Omelett machen, ohne ein Ei zu zerschlagen. Ich hatte nie den Anspruch, allen gefallen zu müssen. Ich freue mich sehr, wenn ich im Konzert ein Lied von Friedrich Hollaender singe und mich anschließend junge Leute fragen, ob ich den Text selbst geschrieben habe. Das zeigt deutlich, dass die Lieder nicht dated, sondern zeitlos sind. Ein neues Lied ist „Ich bin die Transe Hans von Hansetrans“ Ja! Da wird ordentlich transgendert! Mit dem Song von Thomas Paul Schepansky fordere ich Respekt für sogenannte Minderheiten ein. Ich finde es wichtig, an einem solchen Abend zu zeigen, dass Vielfalt eine Bereicherung ist. FOTO: S. BUSSE KULTUR 19 Was erwartet uns beim neuen Programm? Ich komme mit genialen Musikern. Rainer Bielfeldt wird am Klavier sitzen, Bernd Oezsevim am Schlagzeug, Jo Ambros spielt Gitarre, und unser musikalischer Leiter Oliver Potratz spielt Bass. Ich präsentiere zum einen meine Klassiker aus drei Jahrzehnten – in musikalisch völlig neuem Gewand – und die neuen Stücke vom Album „Zeitlos“, das am 11. Oktober erscheint. Da gibt es Komisches, Trauriges, Lieder über den Tod, das Leben und die Liebe. Im Grunde ist es ein Wechselbad der Emotionen – eine Art Kneipp-Kur für die Seele. *Interview: Michael Rädel 14. + 15.11., Tim Fischer, Lustspielhaus, Occamstr. 8, München, www.timfischer.de

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