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Leo November 2017

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8 SZENE FOTO: PRIVAT In

8 SZENE FOTO: PRIVAT In seiner kommunalpolitischen Kolumne erklärt AZ-Lokalchef Felix Müller diesen Monat, wie die Alternative zu den Stolpersteinen aussehen soll, warum sich die Szene in München wohl auch vor einer nach rechts gerückten CSU nicht fürchten muss – und, was OB Dieter Reiter nach seiner ersten Ehe-für-alle- Trauung sagte. Ein Oberbürgermeister ist kein Standesbeamter. Und so traut Dieter Reiter auch nur selten Paare. Für die Hochzeit von Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl und Heinz Bänziger machte er natürlich eine Ausnahme. Und hinterher fand Reiter, der zum ersten „Ehe-für-alle-Wochenende“ das Rathaus hatte mit Regenbogen-Fahnen beflaggen lassen, klare Worte: „Ich habe mich sehr gefreut, die beiden trauen zu dürfen und mitzuerleben, dass sie endlich nachholen konnten, was ihnen viel zu lange verwehrt worden war“, erklärte er. „Eine richtige Trauung, im Standesamt. Das freut mich insbesondere nach der Ausgrenzung, Abwertung und Kränkung, die die beiden – wie so viele andere gleichgeschlechtliche Paare – in all den Jahren immer wieder durch Politik und Gesellschaft erfahren haben.“ Mehr Rechte für die Szene einerseits – das Gefühl, dass mit den Erfolgen der Rechtspopulisten etwas in Gefahr gerät andererseits: Es ist eine seltsame Gemengelage in diesen Monaten, nachdem für die AfD und ihre Unterstützer plötzlich so vieles möglich scheint. Auch in München diskutieren die alten, etablierten Parteien ihre (Miss-) Erfolge bei der Bundestagswahl aufgeregt. Besonders die CSU erlebte schon Tage nach der Wahl einen Flügelkampf, wie man ihn lange nicht erlebt hat. Der Münchner Kreisverband gilt als sehr Seehofer-kritisch und Söder-freundlich. Und inhaltlich? Hieß es schon kurz nach der Bundestagswahl auch aus dem Rathaus, dass man künftig wieder stärker konservativ Kante zeigen wolle. Die Debatten könnten sich damit auch in München verändern – nach vielen Jahren, in denen die CSU fast alle Entscheidungen von Rot-Grün mittrug und sich auch rhetorisch weit von den Jahren entfernte, in denen Peter Gauweiler und später Hans-Peter Uhl Kreisverwaltungsreferenten waren. Wohin die Reise geht, ist absehbar: Gegenüber der Obdachlosen- und Drogenszene hat die Rathaus-CSU schon in den vergangenen Monaten immer schärfer geschossen (und tatsächlich Schusswaffen für städtische Mitarbeiter gefordert). Auch gegenüber Flüchtlingen dürfte der Plan sein, wieder deutlicher zu werden. Die Szene aber muss sich wohl nicht sorgen – zu klar für ihr Anliegen hat sich CSU-Bürgermeister Josef Schmid in den vergangenen Jahren positioniert. Eine Umkehr ist da nicht zu erwarten (und wäre ohnehin nicht glaubwürdig zu vertreten). Insgesamt dürfte es also eher wieder hitziger werden in den nächsten Monaten zwischen SPD und CSU. Einer Meinung (zumindest im Rathaus) ist man beim Thema Stolpersteine. Die kleinen Tafeln im Gehweg erinnern in vielen Städten vor dem letzten Wohnort von NS-Opfern an sie. In München blieb man nach langer Debatte und im Sinne der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) dabei, lieber nach anderen Gedenkformen zu suchen (auf die, so ein Argument der Kritiker, zum Beispiel niemand achtlos treten solle). Eine schwierige Kompromisssuche begann. Und soll nun zu Ende gehen. Eine Jury hat sich für einen Entwurf entschieden, der an die Stolpersteine erinnert. Die kleinen goldenen Tafeln sollen auf Stelen oder an Hauswänden angebracht werden. Ob das die Stolperstein- Aktivisten überzeugt? Schließlich haben sie nie verstanden, warum ihnen nicht erlaubt wird, im öffentlichen Raum zu gedenken. An der Pestalozzistr. 36 wurde übrigens auf privatem Grund ein Stolperstein für Otto Karl Weis verlegt – laut der örtlichen SPD der erste Stolperstein für ein schwules Opfer der Nazis in München.

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