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Leo März 2018

REISE FOTO: VISIT

REISE FOTO: VISIT STOCKHOLM/HENRIK TRYGG Königspalast und Köttbullar – in Stockholm kommt man dem skandinavischen Lebensgefühl ganz nah. Dazu gehört auch, dass Schwule und Lesben selbstverständlich ein sichtbarer Teil der Gesellschaft sind. Und das nicht nur zum bevorstehenden EuroPride Ende Juli/Anfang August. Für viele gleichgeschlechtliche Paare ist dies ein besonderer Tag: Wer sich von Stockholms Bürgermeisterin Karin Wanngård im Rathaus trauen lassen will, muss sich in der Regel monatelang im Voraus um einen Termin bemühen. Doch diesmal ist alles ganz einfach. Das Stadtoberhaupt hat anlässlich des Stockholm Pride 2017 das Rathaus für alle Paare geöffnet, die sich an diesem Tag spontan das Jawort geben wollen. Wer die nötigen Papiere dabei hat, wird im Park vor dem Rathaus verheiratet. Ganz unkompliziert – auf die schwedische Art eben. „Ich möchte Eheschließungen zum Pride auch in Zukunft anbieten“, so die sympathische Bürgermeisterin. Natürlich wird in der Pride-Woche das ABBA-Museum brechend voll sein und die Fans für einen gemeinsamen Auftritt mit der dort virtuell musizierenden Schlagertruppe Schlange stehen. Aber auch in vielen andere Museen wie dem Fotografiska Museet, dem berühmten Vasa-Museum oder dem Moderna Museet kann man sich bestens die Zeit vertreiben. Das gilt natürlich zu jeder Jahreszeit. NAH AM WASSER Mit seinen zahlreichen Wasserstraßen und tausenden vorgelagerter Schäreninseln ist Stockholm ein Paradies für (menschliche) Wasserratten. Auf der nahegelegenen Insel Fjäderholmarna befindet sich neben einer Badestelle auch ein beliebtes Ausflugsrestaurant, das den Gästen typisch schwedische Gerichte wie Matjes und Garnelen oder frische Erdbeeren serviert. Der in der Szene populäre Mälarpaviljongen liegt ebenfalls auf schwimmenden Holzstegen mitten im Wasser. Ein Teil der Erlöse des dort zu Krabbencocktail und Köttbullar gereichten Roséweins fließt in soziale Projekte für die LGBTIQ*-Community, ganz nach dem Motto: Trink und tu Gutes! FOTO: DAX HIPSTER-HIMMEL Stockholms alternative Szene findet sich auf einer Insel südlich des Königspalasts und der quirligen Altstadt Gamla Stan. Bei einem Spaziergang durch das Viertel Södermalm stößt man auf jede Menge Secondhandläden, schrillen Kitsch und kleine Cafés, die leckeres Gebäck anbieten. Während tätowierte Hipster-Daddys ihren Nachwuchs durch die Straßen schieben, stöbern Mädchen mit bunten Frisuren durch das Sortiment altmodischer Plattenläden. Von wegen alter Schwede: Vegetarier und Veganer sind in Södermalm ebenfalls bestens aufgehoben. Im Restaurant des Södra Teatern, das als alternatives Kultur- und Partyzentrum auch regelmäßig Events für die LGBTIQ*- Community veranstaltet, gibt es ausschließlich Gerichte ohne Fleisch, die so raffiniert sind, dass man Huhn, Schwein, Fisch oder Rind nicht die Spur vermisst. FESTE FEIERN Unter einer Autobahnbrücke am südlichen Ende von Södermalm liegt Stockholms wohl coolster Sommerklub: Im Trädgården tanzen und trinken Heteros, Schwule und Lesben unter freiem Himmel zu Elektro- und Technomusik, bis die Sonne aufgeht. Rein queere Veranstaltungen findet man bei King Kong (Pop und Schlager) sowie jeden Sonntag auf der MS Patricia, einem schwimmenden Partyboot. Das Szene-Highlight des Jahres ist der im Sommer stattfindende Stockholm Pride mit seiner Parade quer durch die Innenstadt und einem großen Pride Park Festival. Vom 27. Juli bis 5. August ist Stockholm Gastgeber des EuroPride 2018, der erstmals in zwei Städten stattfindet: Auch in der an der schwedischen Westküste gelegenen Stadt Göteborg wird der für Europa zentrale Pride gefeiert, und zwar vom 14. bis 19. August. *dax www.visitstockholm.com | www.visitsweden.de

REISE Rasant und elegant an die Seine- Metropole gelangen: Die Kooperation zwischen der Deutschen Bahn und der französischen SNCF macht’s möglich – und das seit nunmehr über zehn Jahren! Als Jubiläumsgeschenk bietet die DB 10.000 Tickets für 39 Euro auf allen Strecken der deutsch-französischen Hochgeschwindigkeitsverbindungen nach Paris und Südfrankreich an! In 2017 startete der deutsch-französische Hochgeschwindigkeitsverkehr, der München, Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim, Frankfurt und weitere Städte mit der französischen Metropole Paris verbindet – und das in Rekordzeiten: Von München benötigt man zum Beispiel mit dem TGV weniger als sechs Stunden bis zum Pariser Gare de l’Est. Aus Stuttgart starten täglich fünf ICE- bzw. TGV, die ihr Ziel in nur 3 Stunden 10 Minuten erreichen. Von Karlsruhe mit täglich sieben Verbindungen braucht der ICE oder TGV 2 Stunden 30 Minuten bis Paris. Auch von der Mainmetropole Frankfurt aus gibt es täglich sechs direkte Fahrmöglichkeiten an die Seine, zwei davon als Sprinterverbindungen, die nur 3 Stunden 40 Minuten Fahrtzeit benötigen. Shopping-Ausflüge zur Fashion Week, Frühstück mit ofenwarmen Croissants im Marais oder die Mona Lisa im Louvre anlachen sind somit spontan planbar – das macht Lust aufs Verreisen! Neben der schnellen Verbindung bieten Reisen in den komfortablen und modernen Zügen weitere Vorteile: Für die direkte City-to-City-Verbindung sind zum Beispiel keine lästige Anfahrt zum Flughafen und das mitunter langwierige Check-in-Prozedere nötig, und die komplette Reisezeit kann individuell genutzt werden – zum Lesen, Speisen oder Surfen, denn WLAN gibt es im ICE und TGV auf der gesamten Strecke. Dass das Angebot attraktiv ist, beweisen die Zahlen: „Seit Betriebsaufnahme im Jahr 2007 nehmen unsere Fahrgastzahlen rasant zu“, weiß Frank Hofmann, Geschäftsführer der alleo, der gemeinsamen Tochterfirma von Deutscher Bahn und SNCF. „Gegenüber dem ersten Betriebsjahr mit einer Steigerung von mehr als 50 Prozent. Bis Mitte Februar haben mehr als 17 Millionen Fahrgäste unsere grenzüberschreitenden Verbindungen genutzt. Im Rekordjahr 2017 waren es erstmals über zwei Millionen Reisende und damit 22 Prozent mehr als in 2016“. Den Erfolg feiert die Deutsche Bahn mit einem besonderen Angebot: Seit Mitte Februar gibt es 10.000 Tickets für 39 Euro in der 2. Klasse, ab allen Bahnhöfen auf den grenzüberschreitenden Verbindungen für die einfache Fahrt von und nach Paris sowie nach Südfrankreich – für den Reisezeitraum der nächsten sechs Monate. *dr www.bahn.de/paris FOTOS: FREE-FOTOS, PIXABAY.COM, GEMEINFREI | ILLUSTRATION STRECKENPLAN: DEUTSCHE BAHN FOTO: ALLEO

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