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leo Mai 2016

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Szene 04 FOTO: MICHAEL

Szene 04 FOTO: MICHAEL NAGY MÜNCHEN L(I)EBT VIELFALT RESPEKTKAMPAGNE VON STADT UND COMMUNITY Unter diesem Motto startet die Landeshauptstadt zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie am 17.5. eine Kampagne, die mehr Respekt gegenüber Lesben, Schwulen und Transgendern fordert. Begleitet von etlichen Community-Events läuft die Plakatund Postkartenkampagne vom 17. Mai bis zur CSD-Pride-Week Anfang Juli. Deren Hintergrund ist wahrlich nicht neu: Schon seit Jahren haben die Veränderungen im Glockenbachviertel wie Gentrifizierung und Partyboom Auswirkungen auf die LGBT*-Szene. Ausgerechnet in dem Münchner Stadtteil, dessen Gastroszene und Bevölkerungsstruktur über Jahrzehnte von der Community geprägt war, verschwindet der Regenbogen mehr und mehr. Und damit nicht genug: Mit dem Zuzug eines Partypublikums, das bislang wenig oder keine Kontakte zu LGBT*s hatte, gehen verstärkt Berichte über respektloses Verhalten gegenüber Lesben, Schwulen und Transgendern einher. Homophobe Sprüche vor Lokalen, Beleidigungen auf der Straße, Pöbeleien, Bedrohungen und Beschimpfungen sind keine Seltenheit mehr. Grund genug für die städtische Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, diesen Missstand anzuprangern und die Stadt um Unterstützung im Kampf gegen Diskriminierung und Ausgrenzung zu bitten – mit Erfolg. Oberbürgermeister Dieter Reiter selbst steht an der Spitze der Kampagne „München l(i)ebt Vielfalt“: „Die Stadtgesellschaft braucht Respekt und Anerkennung von Unterschiedlichkeit“, so der Schirmherr, der auch das Stadtjugendamt und das Kreisverwaltungsreferat ins Boot holte. Die drei städtischen Stellen sind für die Plakat- und Postkartenaktion an U-Bahnhöfen und in den rund 350 Lokalen des Viertels zuständig. Als zweites Standbein der Kampagne hatte das Münchner „Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt“ bereits Anfang des Jahres alle Szene-Institutionen aufgerufen, sich in den sieben Kampagnenwochen zu engagieren. „Mit den Reaktionen sind wir sehr zufrieden“, so Dorothea Weniger, die zusammen mit Werner Gassner und Sarah Wetzel das Aktionsbündnis nach außen vertritt, das aus unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Richtungen zusammengesetzt ist. „Die Szene muss sich politisieren, denn es geht gerade rund!“, so die engagierte Streiterin aus der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Angesichts des enormen Drucks von rechts, der sich auch gegen die LGBT*-Community und beispielsweise liberale Bildungsziele richte, reichten die bisherigen Kapazitäten nicht aus. Sie warnt: „Mit der üblichen Handvoll Engagierter wird das künftig nicht mehr zu bewältigen sein!“ Die Szene scheint das ähnlich zu sehen und ist bei der Kampagne mit dabei. Ob Lesungen, Vorträge oder Diskussionen, ob Konzerte oder Filmvorführungen: Vieles wird in den nächsten Wochen geschehen, um für Aufklärung und gegenseitiges Verständnis zu werben und die Kernbotschaft „Respekt!“ zu transportieren. Unter www.mehr-respekt.org erreicht man eine Informationsseite der Koordinierungsstelle, auf der die Hintergründe der Kampagne und die städtische Haltung zu Gleichstellung und Antidiskriminierung erläutert werden. Von hier wiederum führen Links auf die Seite des „Aktionsbündnisses Vielfalt statt Einfalt“ mit dem Programm der Community-Vereine. Alle Aktionen sind auch im LEO-Terminkalender nachzulesen. •bm www.mehr-respekt.org Demo am 17.5. WIR ZEIGEN FLAGGE Wie bereits in den vergangenen Jahren organisiert die Safety-Aktionsgruppe von Sub und Aidshilfe (S'AG) zum „International Day Against Homo- and Transphobia“ eine Demo durchs queere Viertel. Damit will sie ein Zeichen für mehr Akzeptanz sexueller Minderheiten und gegen rechte Strömungen wie AfD, Pegida oder „Besorgte Eltern“ setzen. Treffpunkt ist 19:30 Uhr am Taxistand Müllerstraße. Nach einer kurzen Kundgebung marschieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (im letzten Jahr waren es 250 Personen) zum Reichenbachplatz. Nach einem Linksschwenk auf den Gärtnerplatz endet der Demonstrationszug in der Corneliusstraße. •bm 17.5., Demo, Thalkirchner/Ecke Müllerstraße, 19:30 Uhr

FOTO: BERND MÜLLER „DAS QUEERSTE EVENT DES JAHRES“ TRANS*INTER*TAGUNG MÜNCHEN Frei leben jenseits der Geschlechtergrenzen In diesem Jahr feiert die Münchner Trans*Tagung, zweitälteste Trans*Veranstaltung der Republik, ihr zehntes Jubiläum. Daher hat das Orga-Team mit zehn deutschsprachigen Organisationen (Trans*Tagung Potsdam, Plattform Intersex Österreich, Hosi Salzburg, Trans*Tagung Schweiz, Hanse-Intersex- Trans*Tagung Hamburg sowie den Vereinen HOSI Salzburg, TransMann Deutschland, VivaTS , FriendTS und diversity München) kooperiert. So entstand die Trans*Inter*Tagung, die vom 5. bis 8. Mai auf dem Gelände des Feierwerks stattfindet und die größte Veranstaltung ihrer Art ist – nicht nur in Europa, sondern vermutlich weltweit. Die rund 300 Gäste erwarten rund achtzig Workshops, dazu Vorträge, Diskussionen sowie ein großes Kultur- und Partyprogramm. Ein Schwerpunkt liegt auf Trans*- und Inter*Geflüchteten. Hochkarätige Fachleute reisen nach München und bieten so viel Expertise, wie sie wohl auf keiner anderen öffentlichen Plattform zu finden ist. Das tun sie übrigens kostenlos, denn die Tagung basiert ausschließlich auf ehrenamtlichem Engagement. Immerhin kommt die Landeshauptstadt München für die Miete der Tagungsräume auf. Schirmherr ist erstmals Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Ich wünsche mir, dass die Veranstaltung zur Anerkennung und Wertschätzung transidenter Menschen beitragen wird“, so das Stadtoberhaupt. „Die Leute rennen uns die Bude ein“, erklärt Initiator Manuel Garcia. Kein Wunder: Viele leiden zum Teil massiv unter einem Geschlechtersystem, das fast ausschließlich Männer und Frauen (aner-)kennt. „Es geht darum, dass man sich befreien und das leben kann, was man ist – ganz ohne Druck“, so der Trans*Aktivist. Vor allem die Situation der Intersexuellen sei juristisch und medizinisch noch immer eine Katastrophe. Die Tagung soll zum einen Information, Hilfe und Kontakte für Betroffene bieten, zum anderen nach außen wirken: Die Heteronormativität der Gesellschaft soll aufgeweicht werden, denn unter ihr leiden nicht nur die Mitglieder der LGBT*I-Szene, sondern auch viele Heterosexuelle. Nicht zuletzt deshalb ist die Tagung für alle Gender und Sexualitäten offen. „Das ist das queerste Event des Jahres“, freut sich Mitorganisatorin und Psychologin Ingrid von Koppenfels. Alle Informationen sind online erhältlich. •bm 5. – 8.5., Feierwerk, Hansastr. 39, www.transtagung-muenchen.com Fünffach ausgezeichnet mit dem Deutschen musical Theater Preis 2015 in den Kategorien »Bestes Musical«, »Beste Komposition«, »Bestes Kostümbild«, »Beste Musikalische Gestaltung« und »Beste Darstellerin« ! GEFÄHRLICHE LIEBSCHaFTEN MUSICAL vON MARC sChuBRiNG uND WOlFGANG ADENBERG CuvilliésThEATER 15. BIS 19. maI 2016 KARTEN 089 21 85 19 60 www.gaertnerplatztheater.de

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.