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Leo Juli 2017

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6 SZENE GASTKOMMENTAR |

6 SZENE GASTKOMMENTAR | RITAS WELT Rita Braaz, Mitarbeiterin LeTRa FOTO: BETHELFATH In meiner Welt ist der Kampf für Gleichberechtigung ein Lebensthema. Geboren 1962, kämpfte ich als Mädchen darum, Hosen tragen und Fußball spielen zu dürfen. Beide Kämpfe hab ich gewonnen. 1988 wurde ich Selbstverteidigungstrainerin und brachte tausenden Mädchen und Frauen bei, wie sie sich gegen Gewalt verteidigen können. 2004 wurde ich Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit in der Lesbenberatungsstelle LeTRa. Seitdem setze ich mich gemeinsam mit den LeTRa-Kolleginnen für die Gleichberechtigung von LGBTIQ* ein. Dabei geht es uns auch, aber nicht nur, um die „Ehe für alle“. Die rechtliche Gleichstellung scheint machbar für Lesben und Schwule mit einem deutschen Pass. Für Trans* und Inter* wird jedoch allein durch die „Ehe für alle“ das Ziel der völligen rechtlichen Gleichstellung nicht erreicht. Für die vor Folter, Vergewaltigung, Lynchjustiz und drohender Todesstrafe geflüchteten Lesben, Schwulen und Trans* ist die Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit und das Recht zu bleiben im tatsächlichen Wortsinne überlebenswichtig. Da sind wir alle gefragt, uns für die geflüchteten Menschen einzusetzen und mit ihnen für ihre Rechte zu kämpfen. Es gibt wunderbare Unterstützer*innen wie zum Beispiel die Rainbow Refugees Munich, die Großartiges leisten. Es gibt aber auch eine sinkende Spendenbereitschaft zugunsten geflüchteter LGBTIQ* in unserer Szene. Gleichzeitig mit der Verschärfung der Asylrechtsgesetze hagelt es gerade Ablehnungsbescheide für geflohene Lesben und Schwule. Der Kampf dagegen kostet nicht nur Kraft, sondern auch Geld. Auch hier darf unsere Solidarität nicht nachlassen, denn für die Betroffenen ist die drohende Abschiebung in die Verfolgerstaaten lebensgefährlich. Wie schnell aus dem Heimatland eine Diktatur werden kann, sehen wir gerade an unserem europäischen Nachbarn Türkei. Europaweit erleben wir einen Rechtsruck, der so gruselig wie bedrohlich ist. Beispiele für den Rechtsruck in Deutschland sind für mich die „Demo für alle“, die „besorgten Eltern“, die AFD, „Der Dritte Weg“ und die Bewegung der „Identiären“. Sie alle bekämpfen auch uns. Unsere Demokratie ist kein in Stein gemeißeltes Versprechen für die Ewigkeit. Unsere errungenen Rechte als LGBTIQ*-Bürger*innen können auch zurückgenommen werden, wenn die rechtskonservativen Politiker*innen mehr Macht erhalten. Deshalb ist es zwingend notwendig für „Gleiche Rechte. Gegen Rechts“ zu kämpfen. Damit wir auch zukünftig als LGBTIQ* in Deutschland frei und im besten Fall 100 Prozent gleichberechtigt leben können.

Eintritt frei ! www.operfueralle.de Max-Joseph-Platz Oper für alle 9. 7. 18 Uhr richard Wagner TannhäUser die Bayerische sTaaTsOper Und BMW München laden ein Medienpartner:

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