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leo Juli 2016

CSD München!

CSD München 28 CSD

CSD München 28 CSD München VIELFALT VERDIENT RESPEKT Herrschaften, aufgepasst! Es ist wieder so weit: Der Christopher Street Day steht vor der Tür! Vom 2. bis 10. Juli feiert die Community der Lesben, Schwulen, Bi, Trans* und Intersexuellen die größte Sommerparty Münchens. Im Mittelpunkt steht natürlich das Paraden-Wochenende auf Marienplatz, Rindermarkt und im Rathaus am 9. und 10. Juli. Zuvor gibt es im Rahmen der PrideWeek jede Menge Veranstaltungen rund um das queere Leben (siehe S. 32). Selten hat der Szene-Höhepunkt des Jahres einen solchen Anlauf genommen wie in diesem Jahr: Seit dem 17. Mai, dem International Day Against Homophobia And Transphobia, rückt die Plakatkampagne „Respekt. Los!“ der Landeshauptstadt queeres Leben ins Bewusstsein der Münchnerinnen und Münchner. Flankiert wurde sie von zahlreichen Aktionen, Lesungen und Diskussionen, die seitens der Community und des Bündnisses „Vielfalt statt Einfalt“ organisiert wurden. Natürlich ist es kein Zufall, dass gerade in den letzten Monaten so viel Energie freigesetzt wird und daher ist das diesjährige CSD-Motto „Vielfalt verdient Respekt. Grenzenlos!“ auch treffend gewählt. Viele spüren, dass sich die Großwetterlage für die LGBT*-Szene zu verschlechtern droht. Ob AfD, Pegida oder „Besorgte Eltern“, ob ein Blick in die Nachbarstaaten im Osten oder nach Orlando/USA: Die Sorgenfalten graben sich immer tiefer in die Gesichter der Community. Hinzu kommt das häufig diskutierte Szenesterben – zumal in einem Viertel, das immer teurer wird und ein Publikum anzieht, das vielen fremd bleibt. Das eigene Wohnzimmer wird der Szene langsam ungemütlich. All das bringt die Menschen in Bewegung und zeigt, dass ein CSD als sichtbarste Veranstaltung dieser Community eben doch mehr ist als nur eine „schrille Party“ oder willkommene Abwechslung im nachrichtenarmen Sommerloch. Trotz aller Sorgen muss man dennoch nicht zum Fan des diesjährigen CSD-Plakats werden, dessen Botschaft gut gemeint aber optisch reichlich trist rüberkommt: Ganz so asphaltgrau ist weder die Situation und schon gar nicht der CSD. Dennoch sollte man, vielleicht stärker als die Jahre zuvor, ein Auge darauf werfen, dass die Szene keinen Zentimeter rechten Vorstellungen weicht und dass sie weiter Fortschritte einfordert. Das kann sie übrigens durchaus gut gelaunt bei einem CSD tun. In diesem Sinne wünschen wir einen bunten, fröhlichen und ebenso vielfältigen wie friedlichen Münchner CSD 2016! •bm Alle Infos: www.csdmuenchen.de HIGHLIGHTS AUF EINEN BLICK FOTO: LEON SEEFRIED POLITPARADE Rund 70 Gruppierungen sind heuer dabei. Die Strecke führt wieder vom Marienplatz zum Stachus und über die Sonnenstraße in die Müllerstraße, wo euch erstmals eine Bühne erwartet, von der herunter die Teilnehmer vorgestellt (und kommentiert!) werden. Weiter geht´s über Gärtnerplatz und Frauenstraße zum Tal, von dort zurück zum Marienplatz. 9.7., Marienplatz, 12 bis 15 Uhr STRASSENFESTE Während auf der großen Bühne am Marienplatz vielfältig Shows und Aktionen geboten werden, trifft man sich am Rindermarkt zum Sound lokaler und internationaler DJs. 9. und 10.7., Marienplatz/Rindermarkt, 12 bis 24 Uhr FOTO: LEON SEEFRIED FOTO: ERWIN HARBECK RATHAUSCLUBBING Die größte queere Party des Jahres! Sechs Indoor-Areas und der große Open Air-Bereich im Innenhof bringen das Rathaus einmal mehr zum Beben. Resttickets gibt es am Veranstaltungstag ab 11 Uhr am CSD-Infopoint/Marienplatz. 9.7., Rathaus München, 22 Uhr PUMPSRACE Immer wieder schön und der Höhepunkt des Bühnengeschehens am Sonntag: Der Gesangs- und Geschicklichkeitswettbewerb für Menschen in Frauenkleidern, auf hohen Hacken und mit jeder Menge Prosecco-Feeling! 10.7., Marienplatz, 17 bis 18:30 Uhr FOTO: LEON SEEFRIED

AMPELMÄNNCHEN SIND ZURÜCK Auch in diesem Jahr sind im Pridemonat Juli an den Fußgängerampeln zwischen Sendlinger Tor und Gärtnerplatz Frauen- und Männerpaare zu sehen. Die Idee, ursprünglich aus Wien übernommen, hatte 2015 großen Anklang gefunden. Geplant ist, die gleichgeschlechtlichen Pärchen künftig in jedem Jahr einzusetzen. •bm CSD FRAUENFEINDLICH? Die Stadtratsfraktion „Bürgerliche Mitte“ sorgt sich in einer Anfrage um ein negatives Frauenbild beim CSD. Grund ist der PumpsRace, der mit Handtaschen-Weitwurf, Blondinen- Perücken und üppigen Dekolletés „unter dem Deckmäntelchen der Ironie“ frauenfeindliche Klischees bedienen soll. Die Antworten des Oberbürgermeisters und der Frauengleichstellungsstelle stehen noch aus. Rosa Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl hatte schnell eine parat: Für ihn „Der Witz des Tages!“ •bm FOTO: ERWIN HARBECK JULI 2016 MI 06.07. ALKALINO . M!CA SA 09.07. 12h @ MARIENPLATZ CSD-Parade w/ KAROTTE SA 09.07. 22h . GARRY KLEIN FLOOR @ RATHAUSCLUBBING w/ SHY LAVIN . NOÉ MI 13.07. ANETTE PARTY VIVIENNE VILLAIN MI 20.07. FLORIAN REITH SHIRLEY GOLDBERG MI 27.07. NOÉ . ppF . RAVEN PREMIERE FÜR DIE LSU Diese Nachricht hatte im Vorfeld des CSD für die meisten Schlagzeilen gesorgt: Die Organisation „Lesben in Schwule in der Union“ (LSU) wird erstmals bei der CSD-Parade mit einem Truck dabei sein. Initiiert wurde die Aktion vom Münchner CSU-Nachwuchspolitiker Patrick Slapal (27), der schon einmal Aufsehen erregte, als er nach dem Parteitag im letzten November eine LGBT-Netzwerk bei den Christsozialen gründete. Proteste gegen die Teilnahme waren seiner Auskunft nach aus den Reihen der CSU kaum zu vernehmen – dafür aber aus der Szene. Die fragt sich, wie eine Partei, die seit jeher gegen die Akzeptanz homosexueller Lebensweisen arbeitet, sich auf einem CSD positiv präsentieren kann. „Auch wir haben jede Menge Forderungen an unsere Partei“, so Slapal. „Doch die Szene soll erkennen, dass wir Mitstreiter und nicht Gegner sind.“ Bemerkenswert: Der Auftritt wurde unter anderem durch die Unterstützung der „Deutschen Eiche“ ermöglicht. Auch die steht in den sozialen Netzwerken dafür in der Kritik. Inhaber Dietmar Holzapfel kontert mit dem biblischen Gleichnis vom verlorenen Sohn: „Wir unterstützen alle, die auf den rechten Weg und in die Arme der Familie zurückkehren wollen.“ Kann man so sehen ... •bm JEDEN MITTWOCH SUPPORTED BY BOBABACHTZEHNUHR facebook.com/suupergarryklein

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.