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leo Juli 2016

CSD München!

Mein München 16 FOTO:

Mein München 16 FOTO: CHRISTIAN RUDNIK HABEN WOLLTEN? Die Dirigenten- und Künstlerliste unseres Open Airs liest sich wie das Who’s who der internationalen Klassikszene. Das wird so weitergehen. Ich freue mich aber auch sehr, wenn ungewöhnliche Auftritte dabei sind wie das Terem-Quartet oder der Schlagwerker Martin Grubinger. FOTO: PRIVAT GAB ES ALS VERANSTALTER SITUA- TIONEN, DIE IHNEN IN BESONDERER ERINNERUNG GEBLIEBEN SIND? Bei der Fußball-Europameisterschaft 2004 hielten die Anwohner Tafeln mit dem Spielstand aus den Fenstern, das sorgte immer wieder für Zwischenapplaus. Sehr beeindruckend war auch Mahlers Sinfonie Nr. 1 „Der Titan“: Der Himmel wurde immer dunkler und bedrohlicher, unterstrich die Musik bildhaft, und erst kurz nach dem Schlussakkord begann ein Platzregen. WENN NICHT KLASSIK: WELCHES KONZERTEREIGNIS WÜRDEN SIE GERNE EINMAL AM ODEONSPLATZ DURCHFÜHREN? 1962 besuchte der französische Staatspräsident Charles de Gaulle die Stadt München und sprach am Odeonsplatz vor 100.000 Besuchern über die deutsch-französische Aussöhnung und den europäischen Einigungsprozess. Warum nicht diesen Gedanken aufgreifen und am Odeonsplatz regelmäßig ein Fest der europäischen Einheit mit viel Musik veranstalten – das wäre gerade jetzt ein wunderbares Zeichen. Diesmal: Gottfried Zuleger Geschäftsführer der Pro Events Veranstaltungs GmbH, die am 16. und 17. Juli wieder „Klassik am Odeonsplatz“ durchführt. MITTE JULI FINDEN ZUM 16. MAL DIE KONZERTE VOR DER FELDHERRENHALLE STATT. WAS IST DABEI DIE GRÖSSTE HERAUSFORDERUNG FÜR SIE? Dass wir zur ersten Probe mit den Künstlern unseren „Open-Air-Konzertsaal“ perfekt vorbereitet haben! Damit sind am Odeonsplatz immerhin über achtzig Personen knapp eine Woche fast rund um die Uhr beschäftigt. 15 Lkws liefern Licht, Ton, Bühnen, Zelte, Stühle und sogar eine mobile Küche an – und das muss alles koordiniert, verteilt und aufgebaut werden. OPEN AIRS BERGEN JA IMMER EIN RISIKO: REGEN. Petrus war uns bisher sehr wohlgesonnen, nur einmal konnten wir nicht spielen. Wir tun natürlich alles, damit unsere 8.000 Gäste pro Abend in den Genuss der Konzertabende kommen. Aber ein Dach über dem Odeonsplatz wird es wohl nie geben. WAS SIND IHRE PERSÖNLICHEN HIGH- LIGHTS IM PROGRAMM 2016? Am Samstagabend bin ich gespannt auf Valery Gergiev, den neuen Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker, der zum ersten Mal bei Klassik am Odeonsplatz dabei ist – und am Sonntag beim Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks freue ich mich auf Beethovens 9. Sinfonie. Die geballte Kraft des Sinfonieorchesters und des Chors des Bayerischen Rundfunks ist einfach überwältigend. GIBT ES EINEN STAR DER BRANCHE, DEN SIE UNBEDINGT EINMAL DABEI WELCHE KULTURVERANSTALTUNG, AUSSER IHREN EIGENEN, BESUCHEN SIE SONST GERN? Quasi als Kontrapunkt zu den großen Projekten von Pro Events gehe ich privat gerne in kleinere Klubs wie das Milla. Zuletzt war ich beim Klangfest im Gasteig, um mir Michael Fitz und Willy Michl anzuhören. MÜNCHEN GILT ALS KULTUR- UND KONZERTSTADT. ZU RECHT, ODER SIND DEREN MÖGLICHKEITEN NOCH NICHT AUSGESCHÖPFT? Mehr geht natürlich immer, aber ich kann mit dem Angebot gut leben. Ich entscheide mich gerne spontan, noch wegzugehen – und bisher habe ich immer etwas Passendes gefunden. Wer jetzt allerdings noch zu Klassik am Odeonsplatz will, muss sich beeilen: Unser Kartenvorverkauf läuft auch dieses Jahr wieder sehr gut. www.klassik-am-odeonsplatz.de • Interview: Bernd Müller

100% SZENE Im CSD-Monat ist im Café Regenbogen sowie im Club Harry Klein eine Ausstellung zu sehen, die die Vielfalt der Community verdeutlicht wie selten ein Münchner Projekt zuvor: Auf Initiative der Münchner Aids-Hilfe hat Fotograf Alexander Deeg mit seinem Team mehrere Tage lang Mitglieder aus der Szene und darüber hinaus abgelichtet. Fast 100 Motive sind so entstanden, aus denen der Grafiker und Mastermind der Aktion Frank Zuber Coverbilder eines imaginären „Respect“-Magazins gemacht hat. Ob Homos, Heteros, Trans*, Frauen, Männer und alle Identitäten dazwischen: Sie stehen auf beeindruckende und witzige Weise für das CSD-Motto „Vielfalt verdient Respekt!“ Vernissage ist am Samstag, den 2. Juli um 18 Uhr im Café Regenbogen, die Bilder sind bis 31. Juli zu sehen. •bm 2. bis 31.7., Café Regenbogen, Lindwurmstr. 71 und Harry Klein, Sonnenstr. 8 (jeweils zu den Öffnungszeiten) FOTOS: ALEXANDER DEEG/GRAFIK: FRANK ZUBER BODY TALK Die deutsche Theaterlandschaft ist mehrheitlich weiß, männlich und hetero. Doch wo sind sie, die Frauen, die Freaks und die Queers? Die Münchner Kammerspiele begeben sich auf die Suche und stellen sich im Festival „Body Talk“ die Frage, warum das Theater in dieser Hinsicht hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt und wo es Räume für neue Perspektiven öffnen könnte. Mit zahlreichen Performances, Vorträgen und Konzerten will man aber nicht nur (Selbst-)Kritik an einem heteronormativen Kulturbetrieb üben. Die Veranstaltungsreihe richtet ihren Blick auch auf aktuelle gesellschaftspolitische Debatten, die oft Rückschläge für feministische, genderpolitische oder antirassistische Bewegungen bedeuten. •bm 14. bis 16. Juli, Münchner Kammerspiele, Maximilianstr. 33, www.kammerspiele.de

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.