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leo Juli 2016

CSD München!

Szene 12 FOTO: GOC

Szene 12 FOTO: GOC MÜNCHEN 30 JAHRE GAY OUTDOOR CLUB BURSCHEN, BIKES UND BERGE Wenn Thomas Michel, seit zehn Monaten im Vorstand des Gay Outdoor Club (GOC), von seinem Verein berichtet, dann müssen schon mal Superlative her. Warum auch nicht, der GOC hat sie ja reichlich zu bieten: Mit 1.400 Mitgliedern, 300 Unternehmungen pro Jahr und 50 ehrenamtlichen Tourenleitern ist er der größte Verein der Münchner LGBT*-Community und vermutlich der größte queere Sportklub Deutschlands. Im Juli feiert er sein 30-jähriges Bestehen und ist damit auch eine der ältesten Freizeitgruppen der Münchner Community. Dabei ist der GOC eigentlich ein Import aus England. Der Brite John Heeley brachte die Idee 1986 nach München und gründete hier den ersten Gay Outdoor Club Deutschlands. Für dieses Engagement im schwullesbischen Sport erhielt er, der 2002 in den Bergen tödlich verunglückte, als erster offen schwuler Sportler die Ehrung „München leuchtet“. Vor allem aus Haftungsgründen wurde aus dem lockeren Zusammenschluss von Freizeitwanderern im November 2003 ein eingetragener Verein, der sich 2005 dem Deutschen Alpenverein anschloss. Dass hier eine offen schwul-lesbische Gruppe beitrat, sorgte für überraschend wenig Unruhe in dem ansonsten als konservativ geltenden Verband. Kein Wunder: Es war die Zeit, in der sich der DAV sein neues Leitthema „Gegen Intoleranz und Hass“ auf die Fahnen schrieb. Davon profitierte auch die schwul-lesbische Sektion und tut es bis heute: „Gerade jetzt, wo Fremdenfeindlichkeit und Hass wieder Themen sind, fühlen wir uns auch dadurch beim DAV als dem größten Bergsportverein der Welt gut aufgehoben“, so Thomas Michel. „Der DAV übt mit uns, wie offener Umgang funktioniert.“ Doch auch umgekehrt will man in den großen Verband hineinwirken. Durch ihre bloße Existenz gelten die LGBT*-Mitglieder vielen schon als bunte Truppe. Doch die wollen mehr: „Wir möchten den DAV DER GOC FEIERT Zu seinem 30-jährigen Bestehen lädt der Gay Outdoor Club die ganze Community zu einem Grillfest auf die Praterinsel. Vor Ort wird als Ehrengast der Präsident des Deutschen Alpenvereins Josef Klenner erwartet und ein Grußwort sprechen. Musikalisch umrahmt wird der Abend von der Kapelle „Streichpartie“, die mit Walzern, Polkas oder Zweifachen abwechslungsreiche Tanzmusik aus Bayerisch-Schwaben zum Besten gibt. Ab 22 Uhr übernimmt DJ Chris das musikalische Kommando, anschließend kann man in den CSD-Samstag hineinfeiern. Das Grillgut bitte selbst mitbringen •bm 8.7., Praterinsel München, 19 Uhr in die Pflicht nehmen, nicht nur was gleiche Rechte betrifft“, so Michel. „Er sollte sich auch klar gegen die aktuellen Tendenzen von rechts positionieren.“ Der GOC macht vor, wie es geht, und lädt beispielsweise Flüchtlinge ein, seine Angebote kostenlos zu nutzen. Diese Angebote sind übrigens weiter gefächert, als so manch einer denkt. Ob Touren in der Region oder Reisen in ganz Europa: Neben Wanderern kommen hier Freundinnen und Freunde des Ski- und Langlaufs, Radfahrer und Mountainbiker, Boulderer sowie Fans von Schnee- oder Bergtouren auf ihre Kosten. Das Konzept hat enormen Erfolg: Innerhalb der letzten fünf Jahre ist die Zahl der Mitglieder um fünfzig Prozent gestiegen. Kein Wunder: „Wer draußen Sport treiben will, muss fast zum GOC kommen“, so Thomas Michel. „Wir sind ein hochaktiver Verein, investieren in die Ausbildung unserer Tourenleiter und das Miteinander aller Beteiligten.“ Nicht zuletzt sei der GOC so populär, weil er sich als Umweltschutzverein verstehe. So sollen künftig beispielsweise Mitglieder, die mit der Bahn statt mit dem Auto anreisen, finanziell unterstützt werden. Auch Jugendarbeit ist ein Thema im GOC: Mit besonderen Angeboten für die Jugendgruppe „diversity“ will man den Nachwuchs für die Bergwelt und den Klub begeistern. Das 30. Jubiläum wird auf der „Berliner Hütte“ im Zillertal, die der GOC zusammen mit den (heterosexuellen) Kollegen der Berliner Sektion betreut, mit rund 100 Mitgliedern gefeiert. Wer den GOC kennenlernen möchte, ist zur öffentlichen Geburtstagsparty in München am 8. Juli auf der Praterinsel eingeladen (siehe Kasten) oder kommt zu einem der Thekenabende im Sub, wo der GOC jeden vierten Donnerstag im Monat die Bar betreut. www.gocmuenchen.de

13 Szene gratuliert FOTOS: BERND MÜLLER FOTOS: BERND MÜLLER Magic Bar Tour UNSERE LIEBLINGE Bei der Magic Bar Tour des Sub waren Anfang Mai wieder 500 trinkfeste Gäste auf den Straßen des schwul-lesbischen Viertels unterwegs. Mit dem Bonheft, das zugunsten des schwulen Zentrums verkauft wurde, tourten sie durch etwa 40 Lokale. Die Publikumswertung 2016 gewann (bereits zum dritten Mal!) die „Deutsche Eiche“, die mit einem sommerlichen Drink und dem fantastischen Rundblick auf ihrer Dachterrasse punkten konnte. Den erstmals verliehenen Preis des Orgateams sicherte sich der „Kiosk an der Reichenbachbrücke“, nicht zuletzt für seinen unermüdlichen Einsatz: Rund um die Uhr konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hier ihr Bar Tour-Special erhalten. •bm IDAHOT 2016 BUNT IST BESSER Knapp 200 Teilnehmende waren am Abend des 17. Mai etwa eine Stunde lang im Gärtnerplatzviertel unterwegs, um im Rahmen des International Day Against Homo- & Transphobia für mehr Akzeptanz und gleiche Rechte für Lesben, Schwule, Trans* und Intersexuelle zu werben. Organisiert wurde die Demo einmal mehr von der S'AG, der Safety-Aktionsgruppe von Münchner Aids-Hilfe und Sub. Begleitet wurde der bunte Zug durchs Viertel von der Sambagruppe „Münchner Ruhestörung“. •bm

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.