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Leo Februar 2018

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6 SZENE FOTO: DAH/JOHANNES BERGER 17. Mai 2017: Bündnispartner der Deutschen Aidshilfe und Demonstrierende vor dem Reichstag unterm Regenbogen. Das ist noch weniger als zu erwarten war: Im Ergebnispapier der Sondierungen zwischen CDU/CSU und SPD kommen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Transsexuelle oder Intersexuelle nicht vor. Weder im Kernbereich „Familie, Frauen, Kinder“ noch bei „Bildung und Forschung“ sind queere Themen angesprochen. Kein Aktionsplan, keine Aussagen zu homo- und transphober Gewalt im Abschnitt „Stärkung der Zivilgesellschaft“, in dem Programme gegen verschiedene Formen der Menschenfeindlichkeit angekündigt werden. Ausschließlich der Bereich „Recht“ deutet unter der Überschrift „Eine moderne Gesellschaft braucht modernes Recht“ an, dass Gesetze zu „Familienrecht/Abstammungsrecht“ und „Gleichberechtigung/Vielfalt“ die Themen Mehrelternschaft, Reproduktionsmedizin, Transsexuellengesetz oder Diskriminierungsschutz in Koalitionsverhandlungen noch einmal auf den Tisch bringen könnten. Ergebnisse waren vorhersehbar Überraschend ist das nicht wirklich, bereits zu den Jamaika-Verhandlungen sagte der Grünen-Vorsitzende in Nordrhein-Westfalen und Bundestagabgeordnete Sven Lehmann im blu Interview: „Schon in der ersten Runde der Sondierungen hat die Union klargestellt, dass sie bei „nicht traditionellen Familienformen“ eigentlich keinen Änderungsbedarf sieht.“ Grüne enttäuscht In einer gemeinsamen Presseerklärung Ulle Schauws und Lehmann heißt es: „Aus queerpolitischer Sicht ist das Sondierungspapier eine skandalöse Bankrotterklärung. Das einzige, was zu finden ist, ist eine sehr allgemeine und eigentlich selbstverständliche Formulierung, wonach eine moderne Gesellschaft modernes Recht u.a. in dem Bereich Familienrecht/ Abstammungsrecht und Gleichberechtigung/Vielfalt braucht. Wer sich an die vage Formulierung aus dem letzten Koalitionsvertrag erinnert, kann sicher sein: die weiteren vier Jahre versprechen Streit und im Ergebnis nur Stillstand. Und auch bei Maßnahmen zur Stärkung der Demokratie und der Zivilgesellschaft findet Homosexuellen- oder Transsexuellenfeindlichkeit keine Erwähnung. Stattdessen werden Algerien, Marokko und Tunesien, wo Homosexuelle in den Knast geschickt werden, zu sicheren Herkunftsstaaten bestimmt. Ein Armutszeugnis für ein Land, das die eigene Verfolgungsgeschichte Homosexueller immer noch aufarbeitet und versucht, wiedergutzumachen.“ LSVD fordert Nachbesserungen Axel Hochrein, Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) äußert sich ebenfalls enttäuscht: „Das bisherige Sondierungspapier verspricht „mutige Ziele“ und die Stärkung des sozialen Zusammenhalts, ignoriert Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen aber weitgehend. Das ist enttäuschend. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) fordert bei möglichen Koalitionsverhandlungen deutliche Nachbesserungen. Denn die Erfahrung zeigt, was nicht explizit im Koalitionsvertrag vereinbart wird, wird in der Regel auch nicht gemacht. Diskriminierung und Ausgrenzung sind eine Gefahr für die Demokratie und schaden auch dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ *ck

FOTO: CHRISTOPHER KNOLL PREP-SCHWERPUNKT-APOTHEKEN Be PrEPared! Pille rein, HIV weg? Ganz so einfach, wie die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) oftmals angepriesen wird, ist der Umgang mit der „Pille davor“ jedoch nicht. „Das ist keine Partydroge, die man einfach mal schnell vor dem Sex einwirft“, warnt beispielsweise Werner Schelken von der Münchner Regenbogenapotheke. Seitdem die PrEP auch in Deutschland zugelassen und inzwischen dank Generika-Hersteller wie Hexal oder Ratiopharm für 50 bis 70 Euro pro Monat günstig zu haben ist, hat das Thema enorm an Bedeutung gewonnen. Und so willkommen die PrEP als weitere wirksame Methode der Verhinderung einer HIV-Infektion ist, so sehr ist sie auch eine Herausforderung – vor allem für die Nutzer, die jetzt viele Fragen stellen, denn nur richtig angewendet, ist die PrEP auch die grandiose Chance, die viele in ihr sehen. Der zu erwartende Ansturm der User dürfte von den behandelnden Ärzten allein kaum zu bewältigen sein. Auf ihn werden sich, neben den PrEP-Beratungsstellen im Sub-Zentrum und im Checkpoint der Münchner Aids-Hilfe, auch die Apotheken einstellen müssen. Daher hat der Münchner HIV- und PrEP-Experte Christopher Knoll vier der schwulen Szene nahestehende Pharmazeuten aus der Stachusapotheke, der Marienapotheke, der Wittelsbacher- sowie der Regenbogen-Apotheke (Bild) eingeladen, um sie mit dem nötigen Wissen zu versorgen. Wer sich hier künftig nach der PrEP erkundigt, wird qualifizierte Informationen und eine kompetente Beratung bekommen. Und die ist auch nötig, so Schelken: „Nur wer verantwortungsvoll mit sich und seinem Körper umgeht, wird auch davon profitieren.“ *bm

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