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leo 0416

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Szene 04 FOTOS: SIGI

Szene 04 FOTOS: SIGI MÜLLER/KORNELIJA RADE HAPPY BIRTHDAY, LETRA! Im April feiert die Münchner Lesbenberatungsstelle LeTRa ihren zwanzigsten Geburtstag. Wir gratulieren zum Jubiläum und werfen einen Blick auf diese bayernweit einmalige Institution. Als der Vorgänger-Organisation LIB (Lesbeninformation und Beratung) Mitte der 1990er die Zuschüsse gekürzt wurden, wurde „LesbenTRaum“ gegründet, um deren Arbeit weiterzuführen. Das Wortspiel aus Raum und Traum hatte einen guten Grund: Es gab einen Raum für Lesben und einen Traum, diesen dauerhaft zu sichern. Dieser Traum ist Realität geworden. Seit 1996 ist LeTRa städtisch bezuschusst und ihre Arbeit damit seit zwanzig Jahren finanziert. Mittlerweile verfügt die Institution über einen Veranstaltungsraum in der Angertostraße sowie einen Büro- und Beratungskomplex in der Blumenstraße. Dabei ist die Zahl der Mitarbeiterinnen auf sechs Hauptamtliche gestiegen, denn auch das Angebot wurde ständig erweitert. Aus gutem Grund, denn die Frauenszene ist nach wie vor aktiv: Kulturelle Initiativen oder politische Gruppen bilden sich ebenso wie lesbisch-feministische Foren, die zwar gern im Internet diskutieren, aber auch bei der Beratungsstelle ihren Platz finden. Zudem gibt es gesellige Barabende, vor allem aber eine Vielzahl an Gesprächen und Informationen. Kurz: LeTRa ist der Drehund Angelpunkt der Münchner Lesbenszene. Seit 2015 ist dort auch eine Fortbildungsstelle beheimatet, die in sozialen Einrichtungen, Schulen oder Kindertagesstätten Informations- und Aufklärungsarbeit leistet. Aktuelle Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen auf Regenbogenfamilien, Trans* und Intersexuellen, jungen Lesben und ganz besonders: Migrantinnen und Flüchtlingen – ein Thema, das die Frauen umtreibt wie wohl kein Zweites in den letzten Jahren. Ob psychosoziale Beratung, Deutsch-Konversationskurse oder Hilfe im Asylverfahren, ob Unterstützung bei der Suche nach Anwälten oder Therapeuten – oder ganz konkrete Hilfe wie die Finanzierung von Kindergartenplätzen, Möbeln oder Kleidung: „Wir sind am Rande unserer Kapazität“, so Mitarbeiterin Diana Horn. Viele Zusatzkosten können durch Spenden finanziert werden, gesonderte Gelder seitens der Stadt gibt es jedoch nicht. Um die Zukunft macht sich hier jedenfalls niemand Sorgen, denn die LeTRa-Frauen wissen: Auch bei einer veränderten Szenelandschaft werden sie ihren Platz finden. Der sollte übrigens größer sein als bisher. Zum zwanzigsten Geburtstag steht ein großes Zentrum, vergleichbar mit dem Sub für schwule Männer und entsprechend ausgestattet, ganz oben auf der Wunschliste. •bm www.letra.de FOTO: TAINTED LENSES LET´S PARTY! Das LeTRa-Jubiläum wird ordentlich gefeiert: Gleich zwei Hallen auf dem Feierwerksgelände wurden dafür eine Nacht lang gebucht. Dabei sind keineswegs ausschließlich Frauen eingeladen: Ein „lesbisch-queeres Festival“ soll es werden, bei der sich die ganze Szene mit Freundinnen und Freunden trifft. Drei Liveacts erwarten euch: „Sookee“ (Bild) spielt mit ihrer Band queer-feministischen Rap, „The Veras“ melodischen Singer-Songwriter-Sound, und das Männer-Duo „Tubbe“ steht für queeren Electropop. Außerdem sorgen fünf unterschiedliche Szene-DJanes und mit Thomas Lechner (Candy Club) auch ein DJ für abwechslungsreichen Sound. Die Karten sind im Vorverkauf zu 12 Euro online erhältlich, an der Abendkasse kosten sie 15 Euro. „Wir feiern und lassen uns feiern“, so die Veranstalterinnen. Richtig so! •bm 16.4., Feierwerk/Kranhalle, Hansastr. 39, 20 – 4 Uhr, www.eventim.de

FOTO: BERND MÜLLER ENDLICH Neues Lesbenzentrum kommt Münchner Stadtrat bringt viel versprechenden Antrag auf den Weg Im Juli 2015 hatte es Oberbürgermeister Dieter Reiter bei seiner Rede zum CSD versprochen, im März 2016 wurde es amtlich: Das neue Lesbenzentrum kommt. In einem gemeinsamen Antrag fordern alle maßgeblichen Fraktionen im Münchner Stadtrat dessen Einrichtung. Mit der Konzeption soll nun das Sozialreferat beauftragt werden. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, „Das war ein hartes Stück Arbeit“ so Christian Vorländer, LGBT-Sprecher der SPD-Fraktion im Rathaus, „doch nun kann lesbisches Leben in München sichtbarer werden.“ Damit tragen auch die Bemühungen der Fraktion Die Grünen/Rosa Liste Früchte. Die hat das Thema bereits seit rund zehn Jahren auf der Agenda, tat sich aber lange Zeit schwer, Gehör zu finden. „In München fehlte bisher eine Begegnungsstätte für lesbische Frauen, die nach wie vor massiv von Diskriminierung und Ausgrenzungen betroffen sind“, so Lydia Dietrich (Bündnis 90/Grüne). „Daher ist es wichtig, dass sie einen Ort bekommen, an dem sie sich austauschen, beraten und gegenseitig unterstützen können.“ Thomas Niederbühl verweist auf das Erfolgskonzept des Sub-Zentrums für schwule Männer: „Es zeigt, wie eine zentrale Verknüpfung von psychosozialen Projekten, Selbsthilfe, Kultur und Kommunikation die schwule Szene stärkt und die Stadt bereichert“, so der Rosa-Liste-Stadtrat. „Endlich setzt eine Mehrheit im Stadtrat ein deutliches Zeichen, lesbische Bürgerinnen gleichzubehandeln.“ Bis das Zentrum eingeweiht werden kann, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen. Neben der Standortsuche müssen Referate eingebunden und die Bedarfe der Betroffenen genau abgeklärt werden. Immerhin: Der Standort soll im Glockenbachviertel liegen. „Wir stehen noch ganz am Anfang“, so Vorländer, „aber ich hoffe, dass wir die Eröffnung noch in der aktuellen Legislaturperiode feiern können.“ •bm – so bunt wie das Leben. Münchner Bank eG Filiale Altstadt Sonnenstraße 19, 80331 München Tel. 089 2128-6260 www.muenchner-bank.de kontakt@muenchner-bank.de Filiale Schwabing Nordendstraße 64, 80801 München Tel. 089 2128-5700

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.