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hinnerk September 2018

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8 BÜHNE DIE 15.

8 BÜHNE DIE 15. THEATERNACHT HAMBURG ST. PAULI THEATER Die toten Augen der Beatrix von Storch Ob sie klagen wird? Gegen die von Erfolgsregisseur Falk Richter erdachte Populismuskritik „Fear“ am Berliner Maxim Gorki Theater wurde von rechts mit aller juristischen Härte geschossen (größtenteils erfolglos). Der Name des Georg-Kreisler-Abends im St. Pauli Theater lässt diesbezüglich nichts Gutes befürchten: „Hässliche Gerüchte oder ‚Die toten Augen der Beatrix von Storch‘“. Nun hat Georg Kreisler natürlich nicht über Frau von Storch gesungen, wohl aber als Jude die Nazizeit selbst auf der Flucht überlebt und ihre gesellschaftlichen Wurzeln zeitlebens in Reihen wie „Nichtarische Arien“, „Seltsame Gesänge“ und den sogenannten „Everblacks“ förmlich seziert und sie dem Volk vorgesungen. Dass Storchs Großvater Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk von 1933 bis 1945 Adolf Hitlers Finanzminister war, sei hier nur als Hintergrundinformation erwähnt. „Bisweilen dürfen Tränen des Entsetzens gelacht werden“, kündigen die Veranstalter das von Stephan Schad gesungene und von Matthias Stötzel am Klavier begleitete Programm an. Irgendwie beruhigend, dass Georg Kreisler die Rückkehr des vernichtungswilligen Ungeistes in die Gesellschaft nicht mehr miterleben muss. St. Pauli Theater, Spielbudenplatz 29 – 30, Hamburg, S Reeperbahn, 23:00 Uhr – Mitternacht, www.st-pauli-theater.de ALTONAER THEATER Utopie gegen Storch und Co. Ja, die Kulturschaffenden haben ein Gespür für den Umbruch, der der Gesellschaft droht. Den Umbau in eine unfreie Gesellschaft, wie die rechtsextremistische AfD sie nach dem Vorbild Polens und Ungarns errichten will. Waren und sind sie doch mit die Ersten, die ihre Freiheit zu denken, zu zeigen und zu wirken verlieren. Kaum ein Tag, an dem nicht von „linksgrünversiffter Ideologie“ und „Umerziehung“ die Rede ist. Künstler wie Inga Humpe, Clemens Schick und Hape Kerkeling unterzeichneten bereits die „Brüsseler Erklärung – Für die Freiheit der Kunst“, gegen den Kulturkampf von rechts. In der „Verrückten Stunde“ der Theaternacht, in der die Ensembles der Häuser die Bühnen tauschen, stellt der Logensaal der Hamburger Kammerspiele im Altonaer Theater „Lebensraum“ von Israel Horovitz vor. Der Plot: Der deutsche Bundeskanzler lädt die Juden der Welt ein, nach Deutschland zurückzukehren. Sechs Millionen Menschen soll Deutschland aufnehmen. Das ungewöhnliche Angebot löst unterschiedlichste Reaktionen aus ... Altonaer Theater, Museumstr. 17, Hamburg, S Altona, 0 – 0:30 Uhr, www.altonaer-theater.de FOTO: MARCUS RENNER HAMBURGER KAMMERSPIELE La Fortenbacher. Und Band. Etwas zum Genießen präsentiert Diva Carolin Fortenbacher, die im Logensaal der Kammerspiele Gänsehautsongs aus ihrem mehr als beliebten Soloprojekt „Fortenbacher’s Intimate Night“ zum Besten gibt. Mit dabei sind Sascha Rotermund an der Gitarre und Achim Rafain am Bass. Hamburger Kammerspiele, Hartungstr. 9 – 11, Hamburg, U Hallerstraße, 19:00 – 19:30 Uhr & 23:00 – 23:30 Uhr, www.hamburger-kammerspiele.de FOTO: ARNDT GEISE THEATER IM ZIMMER Soul, Swing & Jazz Ja. Zum Abschluss unserer Theaternacht-Tipps noch einmal ein Programmpunkt zum entspannten Lauschen und Genießen. Die jungen preisgekrönten Talente und internationalen Künstler und Künstlerinnen bringen Ausschnitte aus den Sonntagskonzerten dieser – auch architektonischen – Perle der Hamburger Theaterlandschaft. *ck Theater im Zimmer, Alsterchaussee 30, Hamburg, U Hallerstraße, 20 – 20:30 Uhr & 23 – 23:30 Uhr, www.theater-im-zimmer.de Hamburgs Volkstheater Nummer eins hat neben Ausschnitten aus Erfolgsproduktionen wie Nipple Jesus (19:30 – 20 Uhr & 21:30 – 22 Uhr) und Soulmusik mit Love Newkirk (19 – 19:30 Uhr & 21 – 21:30 Uhr) auch Ausblicke in die neue Spielzeit im Programm: Tim Firths Komödie „Kalenner- OHNSORG-THEATER Lenz und Firth Deerns“ und erste Kostproben aus „De Mann in’n Stroom“ nach dem Roman von Siegfried Lenz werden vom Ensemble gegeben. Ohnsorg-Theater, Heidi-Kabel-Platz 1, Hamburg, S+U Hauptbahnhof, 20 – 20:30 Uhr & 20 – 20:30 Uhr, www.ohnsorg.de FOTO: SINJE HASHEIDER

BÜHNE 9 FOTO: SMAILOVIC THALIA THEATER Sehnsucht Die Story ist bekannt: Als Eurydike stirbt, steht der Sänger Orpheus vor dem Nichts. Doch anstatt die geliebte Frau zu begraben, macht er sich auf, sie aus der Unterwelt zu befreien. Was Regie-Star Antú Romero Nunes, der es liebt Geschlechterrollen infrage zu stellen, aus dem Stoff macht, ist für hinnerk eine der spannendsten Fragen, die die Theaternacht klären wird. Am 7. September eröffnet das Stück übrigens die Thalia-Spielzeit. Thalia Theater, Alstertor, Hamburg, S+U Jungfernstieg, 19:40 – 20 Uhr & 20:45 – 21:05 Uhr, www.thalia-theater.de FOTO: THOMAS RUSCH MONSUN.THEATER Homosexualität unterdrücken? Ab dem 15. November bildet die Soloperformance INSTINCT im monsun.theater den dritten und letzten Teil der Trilogie „Basismotivationen“ EROTISM-SHAME- INSTINCT. Instinkt und Trieb – was bedeuten sie in unserer heutigen durchmoralisierten und technischen Gesellschaft noch? Welchen Einfluss haben sie auf den Homo sapiens und seine Entscheidungen? „Stoppt Instinkt die Moral und/oder stoppt die Moral den Instinkt? Dem Menschen wird beigebracht, dass der Verstand das einzig Wahre ist. Instinktives Verhalten wird meist als unkultiviert empfunden. Inwiefern verändern wir uns, wenn wir jahrelang unsere Instinkte und Triebe unterdrücken?” Ein Thema, das wir von hinnerk mit Blick auf Konversionstherapien und „Homoheilung“ mehr als interessant finden. Da INSTINCT eine nonverbale, choreografischperformative Theaterinstallation mit dem Körper als Ausdrucksmittel ist, gibt es viel Raum für eigene Interpretation. monsun.theater, Friedensallee 20, Hamburg, S Altona, 20:45 – 21:15 Uhr, www.monsuntheater.de #schulzemensliving #schulzetrendliving #schulzedekoliving #schulzeoutdoorliving #schulzeoutdoorliving #schulzemensliving #schulzetrendliving #schulzedekoliving Waldweg 95 | 22393 Hamburg Mo.-Fr. 10.00 - 18.00 Uhr I Sa. 10.00 - 16.00 Uhr Tel.: 040-6012012 I www.schulze-outdoorliving.de

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