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hinnerk Oktober 2018

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6 STADTGESPRÄCH FOTOS:

6 STADTGESPRÄCH FOTOS: PRO-FUN MEDIA LSF UND M/M präsentiert Die „29. Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg“ (LSF) sind das queere Großereignis in Hamburg im Oktober. Rund 15.000 Besucher und Besucherinnen werden zum ältesten und größten Festival dieser Art erwartet. Für das komplette Programm empfiehlt sich die Mitte September neu gestaltete Webseite www.lsf-hamburg.de. Die hinnerk Tipps und die Infos zu „unserem Film“ M/M gibt es hier. Es ist angerichtet! Am 16. Oktober starten die LSF mit der großen Eröffnungsgala mit Saskia Lavaux von Schrottgrenze aus St. Pauli und dem Eröffnungsfilm Rafiki. Der unglaublich rührende Film über die Liebe zweier Frauen ist einer der wenigen Filme Kenias, die sich des Themas Lesben annehmen – und wurde von den homophoben Behörden in dem evangelikal-fundamentalistischen Land umgehend verboten. Umso mutiger, dass die kenianische Hauptdarstellerin Samantha Mugatsia trotzdem durch die Welt reist, um diesen wichtigen und vor allem wunderschönen Film zu promoten. Sie wird auf Kampnagel dabei sein. 16.10., Kampnagel, 19:30 Uhr M/M: Schwul! Lange habe ich keinen Kinofilm mehr gesehen, der so roh, so direkt und so eindringlich explizit auf schwules sexuelles Verlangen eingeht. Toxische Männlichkeit ist ein Thema, das im gesellschaftlichen Kontext fast nur negative Auswirkungen hat. Im sprichwörtlich zwischenmännlichen Zusammenhang kann sie aber durchaus Teil des sexuellen Spiels aus Macht, Fetisch und Begehren sein. Die Dosis erst macht das Gift. Es geht um Stalking, um Nachstellen, um Cruising, die (Sex-) Klubkultur und Klappenerotik am Pinkelbecken, um Unterwerfung, Hingabe und Leidenschaft. Der Plot: Regisseur Drew Lint erzählt in seinem Langfilmdebüt vom Selbstfindungsprozess des verträumten Kanadiers Matthew (Antoine Lahaie), der im winterlichen Berlin eine Obsession für den hübschen Biker Matthias (Nicolas Maxim Endlicher) entwickelt. Zunächst bewundert Matthew Matthias nur aus der Ferne, doch er kommt ihm schnell näher – und nimmt irgendwann seinen Platz ein ... Das Ganze verpackt Lint in derartig hyperschöne ästhetische Bilderwelten und mengt noch das zurzeit allgegenwärtige Thema virtuelle Realität in seine Story, dass ich nach diesem Ritt durch die Cruising- und Klubwelt ziemlich baff und nachdenklich vor dem Bildschirm saß. Hier manifestiert sich der homoerotische Mythos Berlin: freie Liebe, freier Sex, frei gewählter Untergang, Babylon, Sin City. Keine leichte Kost. Aber äußerst delikat. *Christian Knuth 17.10., Passage Kino, 22:30 Uhr Bromance in der deutschen Romantik? „Männerfreundschaften“ heißt Rosa von Praunheims Dokumentation, die von Weimar aus der Frage nachgeht, wie schwul Goethe, Schiller und ihre Zeitgenossen waren. Rosa wird für Gespräche vor Ort sein. 20.10., Passage Kino, 20 Uhr Klappe zu! Der Abschlussfilm „I Miss You When I See You“ aus Hongkong und die feierliche Verleihung der diesjährigen Preise der LSF. 21.10., Metropolis Kino, 20:30 Uhr FOTO: ALFRED TOEPFER STIFTUNG F.V.S. 16. – 21.10., 29. Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg | International Queer Film Festival, www.lsf-hamburg.de Für ihr langjähriges kulturelles Engagement in Hamburg wurden die Lesbisch Schwulen Filmtage mit dem mit 20.000 Euro dotierten Max-Brauer-Preis der Alfred Toepfer Stiftung ausgezeichnet.

Alaska Is a Drag! In der Birkenstraße 1 in Bremen gibt es diesen Monat allen Grund zu feiern, denn das queerfilm festival wird ein Vierteljahrhundert alt (hinnerk berichtete in der letzten Ausgabe darüber). Angefangen hatte es damals in Bremen-Walle noch unter dem Namen „Lesbisch-Schwules Filmfest Bremen“. präsentiert STADTGESPRÄCH 7 25 Jahre sind nun vergangen. Anfangs zeichnete das Mainstreamkino ein verzerrtes und eindimensionales Bild des queeren Lebens: Lesben und Schwule wurden, sofern sie einen Platz im Film fanden, als negative Figuren dargestellt. Trans*- und Inter*-Menschen fanden erst gar keinen Eingang ins Mainstreamkino. Auch das Filmangebot war nicht groß. Alle freuten sich schon, wenn ein Film zum Beispiel einen Kuss zwischen zwei Frauen zeigte – in der Folge wurde oft auf die wenigen Klassiker zurückgegriffen oder für Neues auf Mundpropaganda vertraut. Die Situation hat sich mittlerweile grundlegend geändert. Deshalb sind wir von hinnerk im Jubiläumsjahr ganz besonders stolz, als Medienpartner am Freitag, dem 12.10. um 20:30 Uhr den Film „ALASKA IS A DRAG“ präsentieren zu dürfen. Erzählt wird die Geschichte der beiden unzertrennlichen Zwillinge Leo und Tristen. Ihre Mutter ist nach L. A. gezogen, und der einzige Kontakt mit ihr erfolgt über die alljährlichen Postkarten. Der Vater predigt ohne Gemeinde und kommt des Öfteren betrunken nach Hause. Um die Familie zu ernähren und Tristen und sich selbst die Reise zu ihrer Mutter zu ermöglichen, arbeitet Leo in der nahen Fischfabrik. Der Monotonie dieser Arbeit entkommt Leo, indem er sich das Leben als Drag-Performance vorstellt, in der es nur ihn und Tristen gibt. Als per Zufall Leos Talent für das Boxen entdeckt wird, rückt die Möglichkeit der Reise nach Kalifornien in greifbare Nähe. Dabei kommt lang Verborgenes ans Licht. *mr 9. – 14.10., queerfilm Festival Bremen, CITY 46, Birkenstr. 1, www.queerfilm.de 9. Oktober #LOVEOWNBUSINESS TAUSEND ANGEBOTE, DIE IHREN TAG ZU ETWAS BESONDEREM MACHEN! Mehr auf own-business-day.de

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