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hinnerk Oktober 2018

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12 ESSEN & TRINKEN

12 ESSEN & TRINKEN Ricardo M. im Parkview Restaurant im Hotel The Fontenay AFTER-SHOW- DINNER Am anderen Ufer – diesen Witz kann ich mir mit Blick auf die Leserschaft dieser Hochglanz-Gazette nicht verkneifen – liegt Hamburgs Schmuddelviertel St. Georg. Auf dieser Alsterseite jedoch, an der ich gerade stehe, war die Welt seit jeher in Ordnung. Die Rede ist vom Stadtteil Rotherbaum, genauer gesagt vom Sträßchen Fontenay. Verdankt das eine Stadtviertel seinen Namen dem Lepra-Hospital St. Georg, so sieht’s hier ein wenig anders aus: Schiffsmakler John Fontenay, seines Zeichens so vermögend, dass selbiger Anfang des 19. Jahrhunderts an dieser Stelle große Ländereien kaufte, ist Namensgeber der exklusiven Adresse der Hansestadt. In bester Tradition, könnte man meinen, kaufte genau hier der auch heutzutage vermögende Unternehmer Klaus-Michael Kühne die Hausnummer 10 und baute für 100 Millionen Euro das neue Luxus-Wahrzeichen Hamburgs: das 5-Sterne- Hotel The Fontenay. In bester hanseatischer Tradition also könnte die Straße nun eigentlich umbenannt werden: in Kühne anstatt Fontenay. Wie ein weißes Riesensegel thront es da, elegant geschwungen, Luxus pur, eine jetzt schon bekannte Rooftop-Bar und gleich zwei Restaurants. Wenigstens eins davon muss ich für euch mal unter die Lupe nehmen. Ich setze mich an einen der Tische auf der Gartenterrasse des Parkview-Restaurants und erblicke, der Name lässt es vermuten, den Alsterpark, Segelboote, den Rasenmäherroboter in Britisch Grün – und da hinten sogar die mitunter knackigen Jogger an der Alster. Ich bekomme Appetit! Parkview im Hotel The Fontenay, Fontenay 10, S-Dammtor, Hamburg, www.thefontenay.de FOTO: ROMAN HOLST / INSTAGRAM.COM/ROMAN_HOLST ESSEN Hervorragend! Das hätte auch Schiffsmakler John Fontenay geschmeckt! Bereits das Sashimi als Vorspeise ist super, die Bandnudeln mit viel Trüffeln sind ein Gedicht, das Dry Aged Rib Eye Steak ist fettdurchzogen, aber knackig. Highlight: das Parkview flambiert die Crêpes Suzette noch direkt am Tisch. BEDIENT WERDEN Wirklich reizend, die kleinen Jungs und Mädels in ihren dunkelblauen Samtwesten. Flink, freundlich, sodass sogar das unsichere Wechseln der Gaskartusche beim Crêpes-Suzette-Flambieren unterhaltsam wird. FEIERN Zum Parkview-Restaurant gehören noch zwei private Dining-Räume dazu. Ach ja, und noch ein ganzes Hotel! Wer statt in einem der großen Festsäle lieber sehr intim feiert, der nimmt sich einfach ein Zimmer ... TRINKEN Im Parkview trinke ich den besten alkoholfreien Sekt ever! Großartig aber auch der prozenthaltigere Teil der Karte, der Cappuccino zum Abschluss bestätigt: Ich esse nicht nur, sondern trinke auch auf 5-Sterne-Niveau. SITZEN Wenn ich sage, dass sogar die Toiletten so schön sind, dass sich ein Besuch lohnt, dann sagt das ja schon einiges. Innen dezent elegant, eine riesige, beleuchtete Marmorwand, wie es grad so modern ist. Das Allerbeste: der traumhafte Alsterblick. FLIRTEN Wenn man finanziell aufsteigen möchte, eigentlich der ideale Ort dafür. Denn mit etwas Glück ist ja ein schwuler Erbe von Herrn Fontenay zu Gast – oder von Herrn Kühne! RICARDO M. IM OKTOBER 27.10., Club-BINGO! mit RICARDO M., Club 20457, Osakaallee 8, Hamburg, U Überseequartier, U Meßberg, 20 Uhr www.ricardo-m.com

ADVERTORIAL 13 TIPP Understatement passt immer! Sind Hamburger die wahren Engländer? An der Elbe hegt man eine große Leidenschaft für Tea Time, Polo & Queen Elizabeth. Nicht nur der Himmel kleidet sich gerne in anglophiles Grau, auch die Hansestädter werfen sich bei den ersten Regentropfen mit Verve in die gewachste Barbourjacke. Nicht verwunderlich, schwappten doch von „der Insel“ im Laufe der Jahrhunderte echte Ikonen der Menswear in die ganze Welt: Die Harringtonjacke, die den Rebellen-Nimbus von James Dean oder Steve McQueen kreierte, der Trenchcoat (nein, es muss nicht immer der mit Burberry-Karofutter sein) bis hin zu Suits, Smokings oder Cutaways aus der Nadel legendärer Savile-Row-Schneider wie Hoflieferant Gieves & Hawkes. Spätestens seit Dandy-Urvater Oscar Wilde schwingen die Engländer im internationalen Land der Menswear das Zepter – mit nachhaltigem Erfolg: John Galliano propagiert für diesen Winter Pinstripe Suits à la Winston Churchill, Prada und Versace schickten die Herren im Allover-Schottenkaro über den Laufsteg. Echt englische Gentlemen halten es eher mit dem Earl of Chesterfield, nach dessen Meinung „alles Gezwungene in der Kleidung einen Mangel aus Verstand“ voraussetzte. Understatement passt immer. LADAGE & OELKE, Neuer Wall 11, Hamburg, S+U Jungfernstieg, Tel.: 040 3501890-0, www.ladage-oelke.de PrEP komplett – Beratung – HIV–/STI–Check – Nierenwerte Rainer Witt Schwerpunkt Implantologie Yvonne Zecher Schwerpunkt Parodontologie – Privatrezept Wurzelbehandlung mit Mikroskop Christoph Merz Schwerpunkt Endodontie Mann und Frau

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