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hinnerk Juni 2016

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Film FOTOS:

Film FOTOS: SQUAREONE/UNIVERSUM Kino JANE AUSTEN MIT HIRN – HMMMMM, HIRN! Genre-Mashup – also das Vermischen von zwei eigentlich unvereinbaren (Film-)Gattungen – ist inzwischen ja bereits ein eigenes Genre. Leider waren die meisten Vertreter bisher eher gruselig, und das nicht im positiven Sinne. „Abraham Lincoln: Vampirjäger“ oder „Cowboys & Aliens“ waren eher Beispiele dafür, wie es NICHT funktioniert. Nun also versucht sich Regisseur Burr Steers an der Verfilmung des Bestsellers „Stolz und Vorurteil & Zombies“ von Seth Grahame-Smith (der frecherweise Jane Austen als Koautorin angibt). Was dabei herauskommt – und das ist die eigentliche Überraschung – spricht wahrscheinlich tatsächlich eher die Fans von Jane Austen an als den durchschnittlichen Zombie-Aficionado. Der Film spielt 1811 in einem England, das im Begriff ist, von einer neuen Zombie-Welle überrannt zu werden, obwohl die Zombies eigentlich auf der einen Seite des von einem Kanal getrennten Landes eingesperrt sein sollten. Das ist allerdings nicht die vordringliche Sorge von Mrs. Bennet (fabelhaft komisch: Sally Phillips), die vielmehr damit zu kämpfen hat, ihre fünf Töchter möglichst lukrativ und standesgemäß unter die Haube(n) zu bringen. Wer „Stolz und Vorurteil“ kennt, weiß, wie kompliziert das schon ohne Bedrohung durch hirnfressende Untote ist. Und so findet sich hier auch jede Menge Jane Austen in den Dialogen wieder, die sich amüsanterweise oft während actiongeladenen Kampf- und Trainingsszenen entspinnen, was dem Ganzen eine angenehm verrückte Absurdität verleiht. ELIZABETH BENNET, SHAOLIN-KÄMPFERIN Das Casting hat eine Menge damit zu tun, den Film dennoch im Ansatz „glaubhaft“ zu halten (wenn man bei dieser Filmgattung überhaupt davon sprechen kann). Allen voran die elfengleiche Lily James („Downton Abbey“, „Cinderella“), die den Balanceakt zwischen englischem Fräulein und zombiekillender Shaolin-Kämpferin mit großer Ernsthaftigkeit bewältigt. Aber auch Sam Riley („Maleficent“) als Mr. Darcy, Lena Headey („Game of Thrones“), Matt Smith („Doctor Who“) oder Douglas Booth („Noah“) sind hervorragend besetzt. Dass der Film am Ende das Gleichgewicht zwischen den Genres doch nicht hundertprozentig hinbekommt, liegt wohl auch daran, dass es paradoxerweise irgendwie nicht genug Zombies sind, die verwurstet wurden. Die Kampfszenen sind nämlich die energiegeladensten Stellen des Films und auch oft die unterhaltsamsten – und irgendwie möchte man mehr davon sehen, als der Streifen zu liefern bereit ist. „Stolz & Vorurteil und Zombies“ ist aber auf jeden Fall das bisher beste derartige Genre-Mashup auf der großen Leinwand und für Fans von Kostümdramen sowie von Untoten absolut sehenswert! •am Kino DAS WOCHENENDE VOR DEM ERNST DES LEBENS Es ist Sommer 1980, Zeit für den jungen Jake (Blake Jenner, „Glee”) in das Studentenheim seiner neuen Uni in Texas zu ziehen, wo nächste Woche für ihn das Studium beginnen soll. Aber bis dahin ist noch viiiieeel Zeit für Partys, Disco, den einen oder anderen Bong und vor allem für die jungen Frauen auf dem Campus. Nebenbei werden noch die Hierarchien des Baseball-Teams ausgelotet, Aufnahmerituale vollzogen und ganz allgemein das Leben in vollen Zügen genossen. FOTO: CONSTANTIN FILM Regisseur Richard Linklater („Boyhood”) inszeniert mit „Everybody Wants Some!!” einen absoluten Wohlfühlfilm mit Kultpotenzial, der wohl auf dem Gesicht eines jeden Kinogängers ein Lächeln hinterlässt. Thematisch knüpft der Film an Linklaters Streifen „Confusion – Sommer der Ausgeflippten” (OT: „Dazed and Confused”) von 1993 an und zeichnet bei aller Leichtigkeit und Fröhlichkeit auch ein ziemlich gutes Bild der frühen 1980er, einer Zeit die aus heutiger Sicht noch sehr unbedarft und sorgenfrei erscheint. An viel unterschwelliger Homoerotik mangelt es übrigens nicht. Ganz abgesehen von jeder Menge „short Shorts”, die man in den 80ern noch ungestraft tragen durfte, handelt der Film von engen Männerfreundschaften und oft sexuell aufgeladenen Rivalitäten unter den jungen Männern der Baseball-Mannschaft. Die Ästhetik des Streifens ähnelt außerdem stark den Schwulenpornos aus den 1980ern, natürlich ganz ohne expliziten Sex. Regisseur Linklater sagte dazu in einem Interview mit dem Magazin „Vulture” er fände es amüsant wenn Kritiker meinen der Film hätte einen ungewollt schwulen Look: „Ungewollt schwul, als ob der Film von einem ahnungslosen Filmstudenten gemacht wäre.” Er lacht. „Ich bin schon eine ganze Weile im Geschäft. Nichts ist ungewollt.” •am

VOD NEUES AUS LITCHFIELD – OITNB STAFFEL 4 ROXETTE Wenn man als schwuler Mann gar nicht darauf warten kann, die neue Staffel einer Serie über ein Frauengefängnis zu sehen, dann muss da schon etwas ganz Besonderes dran sein. Und „Orange Is the New Black“ hat in den vergangenen Jahren mehr als deutlich bewiesen, wie besonders es ist. Allein zwölf Emmy-Nominierungen in zwei Jahren (viermal gewonnen) sprechen eine deutliche Sprache. Genau wie die aus verschiedensten Gründen inhaftierten Damen des Litchfield Penitentiary. „Piper“ (Taylor Schilling), Alex (Laura Prepon), „Red“ (Kate Mulgrew), „Crazy Eyes“ (Uzo Aduba), „Big Boo“ (Lea DeLaria), Sophia (Laverne Cox) und all die anderen sorgen natürlich auch in der vierten Staffel wieder für reichlich Spannung und dafür, dass garantiert kein Auge trocken bleibt. •am AB 17.6. ALLE FOLGEN AUF NETFLIX FOTO: NETFLIX g OOd DVD WIEDERBELEBUNG EINES GENRES – MIDNIGHT SPECIAL Große Scifi-Thriller, die aber stets glaubhaft in der Realität verankert sind, werden heute kaum noch gemacht. Steven Spielbergs Film „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ ist ein Beispiel für ein Genre, das mehr und mehr von postapokalyptischen Szenarien abgelöst wurde. „Midnight Special” von Regisseur Jeff Nichols belebt das alte Genre wieder und bringt es auf den neusten Stand. Roy (Michael Shannon, „Man of Steel“) und sein Sohn Alton (Jaeden Lieberher), der mit mysteriösen übernatürlichen Kräften ausgestattet ist, sind in Texas auf der Flucht vor einem religiösen Kult und auch vor der Bundespolizei, die unter Leitung von Paul Sevier (Adam Driver, „Star Wars – Das Erwachen der Macht“) des Jungen habhaft zu werden versucht. Dabei treffen die beiden auch auf Altons Mutter Sarah (Kirsten Dunst) und versuchen, mit ihr zusammen zu einem bestimmten Zeitpunkt an einen bestimmten Ort in Florida zu gelangen. Währenddessen manifestieren sich Altons Kräfte auf immer wieder neue, beängstigende Weise … •am AB 23. JUNI AUF BLU-RAY UND DVD FOTO: COURTESY OF WARNER BROS. PICTURES k A r MA Das nEuE sTuDIOalbum! Inkl. der SIngle „IT JusT HappEns“ ab 03. JunI AlS Cd, VInyl & dOwnlOAd

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