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hinnerk Februar 2017

MUSIK Tipp PHILIPPS

MUSIK Tipp PHILIPPS AMERIKA FOTO: CHRISTOPH KOESTLIN Amerika, Amerika, ein Land, das schon immer interessierte, polarisierte und inspirierte. Auch Philipp Poisel ließ es nicht unbeeindruckt zurück. „Als ich klein war, habe ich auf dem Boden gesessen vor dem Fernseher, ganz nah dran und gemütlich auf dem Teppich“, erzählt Poisel. „Ich erinnere mich noch, wie ich hochgeschaut habe in diese mir damals riesig vorkommende Glotze und Bruce Springsteen sang ‚Streets Of Philadelphia‘, das hat eine Wärme und eine Sehnsucht bei mir erzeugt.“ Dieses schöne Amerika-Gefühl stellte sich auch beim Micky-Maus-Spiel auf dem Gameboy ein, „da musste ich Abenteuer bestehen, die in den Rocky Mountains stattfanden, Flöße bauen, mich über reißende Flüsse begeben. Das hatte den Reiz von Natur und Abenteuer für mich.“ Ein ungewöhnliches Album ist entstanden, trotzdem wird der Fan in dem Album „Mein Amerika“ dennoch sofort wieder ein Philipp-Poisel-Werk erkennen können. Der Sänger nimmt uns in seine Gefühlswelt mit, dazu gehören auch die Fragen und Bedenken, die ihn heimsuchen. Aber am Ende steht doch immer wieder ein Blick ins Licht, der versöhnlich stimmt. LOUKA IST DA Es sind ihre bizarrinspirierte Wortcollagen, wirkungsvoll eingebettet in Beats und minimalistische Arrangements, die den Hörer immer wieder in den Bann ziehen. Die zwölf Songs ihres Debütalbums „Flimmern“ beschreiben Begegnungen, Liebe, Trennungen, Freundschaften, Identitätsfindung und Erlebnisse im wunderbaren Königreich der Träume. Ganz eigene, sparsame Beats, funky-minimalistischen Gitarren-Licks und eigenwilligen Synth-Melodien machen die Klangwelt um LOUKAs Stimme sofort wiedererkennbar. LOUKA ist eine Sollbruchstelle im Spielbetrieb des Pop – eine clevere und zugleich verspielte Beobachterin der Zeit und der Emotionen – und eine, die wir nicht mehr dem Blickfeld unserer Radare entwischen lassen dürfen.

MUSIK RAG’N’BONE MAN Graham ist der Inbegriff eines freundlichen Riesen. Sein Auftreten vermittelt ein Gefühl von Ernsthaftigkeit. Er ist ein großer Kerl, bärtig und tätowiert, doch statt „Hate“ und „Love“ zieren die Worte „Soul“ und „Funk“ seine Fingerknöchel. „Ich hätte mir auch ‚Drum‘ und ‚Bass‘ stechen lassen können – oder ‚Jungle‘, über beide Hände hinweg“, scherzt der unfassbar talentierte Rory Graham, dessen Stern unter dem Namen Rag‘n’Bone Man in den Charts strahlt. Er hat der Bluesmusik, die seine Kindheit und Jugend prägte, einen ganz neuen Twist verpasst: mit Hilfe von Beats und diverser Hip-Hop-Produktions-Methoden bringt er den traditionsreichen Musikstil gekonnt ins Hier und Heute. Er belebt dabei auch uralte Songthemen wie Verlust und Liebesleid, mit einer Stimme, die so unmittelbar, so rau und so ausdrucksstark klingt, dass sie jeden in Hörweite mit seiner schieren Urgewalt unweigerlich in seinen Bann zieht. Jetzt erscheint sein Album „Human“ – überzeug dich selbst! Singer-Songwriter MARCEL BRELLS SPRECHENDES TIER 2015 erhielt er mit dem Fred-Jay-Preis den wichtigsten deutschen Textdichter-Preis, den schon Größen wie die fantastischen Vier, Rio Reiser und Clueso entgegennahmen. Jetzt hat er ein neues Album am Start. Zwischen Fakten und Fabulierlust verführt er uns auf „Sprechendes Tier“ kreuz und quer durch sein Universum, und wovon auch immer er uns erzählt, er lässt uns Raum für unsere eigenen Gedanken. Auch die Musik tut das, mal fragil und introvertiert, mal laut und aufpeitschend, immer transparent und vielschichtig. Der Albumtitel „Sprechendes Tier“ steht dabei für den ständigen Kampf zwischen Intuition und Verstand. Auch wenn der Mensch sprechen, lesen und schreiben kann, ist sein Verhalten doch vom Animalischen und Impulsiven durchzogen. Marcel hält uns mit seinen textlichen Vexierbildern im Gedankenspagat: Der Mann als Löwe und Pantoffeltier, als Schweinehund, der treuherzig mit dem Schwanz wedelt, aber die selbstgefällige Rechnung ohne das Objekt seiner Bedürfnisse gemacht hat („Sprechendes Tier“). Schön! FOTO: JOHANNA RICHTER

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