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hinnerk Februar 2017

VALENTINSTAG 18 „Mit

VALENTINSTAG 18 „Mit dem Beginn der Trump-Präsidentschaft und der albtraumhaften politischen Situation hier, glaube ich, werden wir in den nächsten vier Jahren eine Menge Schlachten kämpfen – wir wissen nur noch nicht welche.“ Aber ich glaube, ich fange gerade an, zu einem zweiten Roman zu kommen. Die schönen Kritiken und die Rezeption zu „Im Versteck“ können das auf eine Weise auch schwieriger machen. Es kann härter werden, das Beste zu geben und mutig zu arbeiten, glaube ich, wenn du weißt, dass tatsächlich jemand anderes das lesen wird. Also versuche ich, hart daran zu arbeiten, den gleichen Spirit wiederherzustellen, den ich hatte, als ich „Im Versteck“ geschrieben habe. Nur für mich selbst zu schreiben, was auch immer ich will. WIE IST DIE AKZEPTANZ FÜR DICH UND DEINEN EHEPARTNER UND QUEERS GANZ ALLGEMEIN IN NEW ORLEANS? Die Akzeptanz für Homosexuellenrechte ist hier absolut fantastisch. Wir sind zwar erst vor kurzem hierhergezogen, aber ich habe den Eindruck, dass es hier wohl schon eine Weile so ist. New Orleans ist echt wild und lebendig, voll von vielen verschiedenen Menschen und viel echter menschlicher Wärme und Freundlichkeit. Es war schon lange eine Oase für Außenseiter, und es ist ein Ort, an dem man Fremden Hallo sagt, wenn man ihnen auf der Straße begegnet. Elemente der Karnevalskultur scheinen mit der Homosexuellenkultur verbunden zu sein – die Paraden, die wilden Kostüme, die Pailletten. Ich fühle mich hier wohler und akzeptierter als so ziemlich überall im Land – die wichtigsten nördlichen Städte inbegriffen. (Ich möchte an dieser Stelle auch darauf hinweisen, dass 81 Prozent der Menschen in der Gemeinde Orleans für Hillary Clinton gestimmt haben!) Die Situation ist allerdings im Rest der USA und auch hier im Süden nicht ganz so hervorragend. Außerhalb von New Orleans würde ich vorsichtiger damit sein, in der Öffentlichkeit die Hand meines Mannes zu halten oder zärtlich zu sein. Allerdings gibt es auch in ländlichen Gebieten viel mehr Unterstützung für Homosexuellenrechte, als wir oft erwarten. Mein Mann und ich haben am Tag der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes (zur Eheöffnung – Anm. d. Red.) auf einem Bauernhof im ländlichen Tennessee geheiratet. Der Inhaber, ein älterer Bauer, war glücklich, uns dort zu haben. ALSO MÜSSEN SICH DU UND DEIN MANN IM KRANKENHAUS NICHT ALS BRÜDER AUSGEBEN? (DIE PROTAGO- NISTEN IM BUCH TUN DIES.) Ha! Zum Glück nicht. Wir haben allerdings auch den Vorteil, Anwälte in der Familie zu haben. So hatten wir zum Beispiel Vorsorgevollmachen füreinander, bevor es die Möglichkeit gab zu heiraten. Das konnte aber nicht jeder ohne Weiteres, was einer der Gründe war, warum die Öffnung der Ehe so wichtig war. SEIT IHR IMMER NOCH TEIL DER „WE DO“-KAMPAGNE? Wir sind immer noch an der Kampagne für die Southern Equality beteiligt, die die „WE DO“-Kampagne durchgeführt hat, allerdings nicht mehr so intensiv. Im Moment fühlt es sich ein wenig so an, als warteten wir darauf, was als Nächstes getan werden muss. Mit dem Beginn der Trump-Präsidentschaft und der albtraumhaften politischen Situation hier, glaube ich, werden wir in den nächsten vier Jahren eine Menge Schlachten kämpfen – wir wissen nur noch nicht welche. WIRD DIE LESEREISE DEIN ERSTER DEUTSCHLANDBESUCH? WAS ERWAR- TEST DU, UND GIBT ES SPEZIELLE ORTE, DIE DU BESUCHEN WILLST? Es ist mein erster Besuch in Deutschland! Ich bin sehr aufgeregt, und ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so genau, was mich erwartet. Es wird ein bisschen eine Wirbelwindreise, denke ich – ich bin jeden Tag in einer anderen Stadt. Aber ich bin begeistert davon, den Zug von Stadt zu Stadt zu nehmen und so die Landschaft sehen zu können. Ich liebe alte Architektur, Kirchen und Kathedralen und möchte unbedingt den Michel sehen, wenn ich in Hamburg bin. Und ich möchte auf jeden Fall das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin besuchen. Außerdem liebe ich Bier und freue mich darauf, einige der Besten der Welt zu trinken! •Interview: Christian Knuth / Übersetzung: Tomas M. Mielke I Sprachdesign 9.2., Matthew Griffin liest aus „Im Versteck“, Buchladen im Schanzenviertel, Schulterblatt 55, Hamburg, 20 Uhr, www.maennerschwarm.de

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