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hinnerk Dezember 2019 / Januar 2020

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26 NORDDEUTSCHLAND

26 NORDDEUTSCHLAND FETISCH Kohl- & Pinkelfahrt Das „Kohl- & Pinkelessen“ ist eine Tradition aus der Region Bremen/Oldenburg. Nach einer winterlichen Wanderung wird – Überaschung – Kohl & Pinkel gegessen. Natürlich nicht irgendein Kohl, sondern Grünkohl und dazu werden stark geräucherte Fleischzutaten und Würste gereicht. Pinkel ist die eine nordeutsche Variante der Grützwurst und nicht das, was vielleicht einige gerade hinter dem fragenden Gesichtsausdruck denken, den wir sogar von hier aus genau sehen! EHRUNG Sie organisierte den ersten CSD vor 40 Jahren FOTO: CSD BREMEN Also auf jeden Fall ganz schön mächtig, das Essen und damit irgendwie zum Klischeebild des Lederschwulen passend, oder? Seit 36 Jahren findet sodenn auch immer am letzten Samstag im Januar die schwule „Kohl- & Pinkelfahrt“ des LCNW und er Zone283 statt, die gleichsam ein dreitägiges Fetischfest mit vollem Programm ist. Nach dem gemeinsamen großen Schlemmen wird der neue Kohlkönig ausgerufen, der für ein Jahr den LCNW aus Bremen und das norddeutsche Nationalgericht „Kohl- & Pinkel“. Und er nimmt an der alljährlichen Wahl zum „Mr. Fetish Germany“ teil. Auf dem Foto ist der bis dahin amtierende Kohlkönig Jens vom Frankfurter Lederclub zu sehen. *ck 24. –26.1., Kohl- und Pinkelfahrt des LCNW, Anmeldung und Program unter www.lcnw.de/ kohlfahrt-anmeldung.html oder unter www.zone283.de Im queeren Jubiläumsjahr 2019 ein letzter Höhepunkt: Nach so vielen runden Jubiläen der queeren Emanzipationsgeschichte (Hirschfeld, Stonewall, CSD), wurde im November Irene Klock vom jungen CSD Bremen e.V. die erste Ehrenmitgliedschaft feierlich übergeben. Warum, erklärt uns Robert Martin Dadanski vom Vorstand: „Irene Klock ist die erste Mitorganisatorin des ersten CSD Bremen 1979 und hat sich bereits Ende der 1970er Jahren in aller Öffentlichkeit geoutet. Durch diesen Mut hat sie und ihre FOTO: D. REINHOLD / ZIMTSTUDIO HAMBURG Mitmenschen unserer Generation den Weg im Kampf gegen die Diskriminierung sehr geebnet und sich im besonderen Maße für die erste Ehrenmitgliedschaft im CSD Bremen e. V. verdient gemacht. Es freut mich sehr Irene Klock im Namen von uns allen und auch als einer ihrer Nachfolger unsere Urkunde überreichen zu dürfen.“ Unter hinnerk.de findet ihr außerdem ein ausführliches Interview mit Robert, das einige Fragen und Missverständnisse zum CSD aufklärt, die durch die Facebookblasen einiger Szeneangehöriger wabern. *ck KONZERT Angelika Milster verzaubert den Norden Sie war die erste deutschsprachige Grizabella, ihr „Erinnerungen“ aus der Wiener Inszenierung von Cats machte die in Neustrelitz geborene und Hamburg aufgewachsene Sängerin und Schauspielerin schlagartig berühmt. Und Musicals ebenso. Das war 1983 und seitdem hat „die Milster“ viele Hauptrollen in Musicals (u. a. Mozart) und in ihrem Wahlbühnenzuhause, dem Theater des Westens ab den 1990ern auch klassische Theaterrollen wie Lysistrata, von Aristophanes gespielt. Dazu kommt eine erfolgreiche Fernsehkarriere (z. B. „Club Las Piranjas“ mit Hape Kerkeling) und einige CDs, auf der sie meist ein Crossover von Pop bis Musicals darbietet, das seine Fans nicht nur bei schwulen Diven-Liebhabern findet. Im Dezember und Januar ist sie im hinnerk Land mit ihrem aktuellen Album „Milster singt Musical“ auf Tour! *ck 11.1. Lüneburg – Forum Castanea, 12.1. Hamburg – Laeiszhalle, 18.11. Lübeck – Kolosseum, weiter Termine und Karten unter angelikamilster.com

POLITIK Bremen informiert über Regenbogenfamilien NORDDEUTSCHLAND 27 Straffreiheit von Homosexualität, eingetragene Lebenspartnerschaft, gleichgeschlechtliche Ehe und Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare, Aufhebung des Sterilisationszwanges für Menschen, die ihre sexuelle Identität anpassen („Transsexuelle“, „Transgender“ oder „Trans-Personen“), die Anerkennung eines dritten Geschlechts im Personenstandsrecht sowie die Novellierung des Abstammungsrechts. Aus dieser neuen familiären Wirklichkeit ergeben sich Informationsbedarfe für die Familien selbst und für ihre Umgebung. Die Broschüre „Regenbogenfamilien in Bremen“ beleuchtet diese Wirklichkeit, gibt Antworten auf viele Fragen und weist auf ungelöste Themen hin. „Ziel der Broschüre ist es, den stetig wachsenden Informationsbedarf in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft, darunter Kita, Schule, Jugendeinrichtungen und Familienzentren, zum Thema Regenbogenfamilien aufzugreifen und die unterschiedlichsten Familienkonstellationen und ihre Bedarfe sichtbar werden zu lassen“, sagte Senatorin Stahmann. „Das soll eine Hilfestellung sein, sensibel und angemessen auf die Vielfalt von Familien einzugehen und sie in ihrer Sorge um das Wohl ihrer Kinder zu unterstützen.“ FOTO: CHRISTIAN LINKER Die Broschüre vollzieht die Weiterentwicklung der rechtlichen Grundlagen für Menschen unterschiedlicher sexueller Identität nach und geht auf ganz konkrete Fragen der Gründung von Regenbogenfamilien. Herausgeberin der Broschüre ist die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport, erarbeitet hat sie in ihrem Auftrag der Verein „Rat&Tat – Zentrum für queeres Leben e.V.“ im Verbund mit weiteren Organisationen. Sie ist entstanden im Kontext des Landesaktionsplans gegen Homo-, Trans- und lnterphobie. Das Land Bremen hatte sich im Jahr 2015 dazu verpflichtet, die rechtlichen und diskriminierenden Hürden für Regenbogenfamilien abzubauen und für Gleichbehandlung einzustehen. Die 30-seitige Broschüre wird in diesen Tagen verteilt, unter anderem an die Häuser der Familie, Mehrgenerationenhäuser und Kindergärten. Bestellung: Rat&Tat–Zentrum für queeres Leben e.V. Theodor-Körner-Straße 1, Bremen, Download unter www.ratundtat-bremen.de

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