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hinnerk Dezember 2019 / Januar 2020

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16 KULTUR FOTO: I AM MIA

16 KULTUR FOTO: I AM MIA NACHGEFRAGT MERLIN, MILVA, MELANCHOLIE Im November erschien das erste Studioalbum von Sascha Merlin. „Leben, um davon zu singen“ sammelt Chansons mit Einflüssen von Pop bis Jazz. Natürlich wollte hinnerk mehr wissen. „Leben, um davon zu singen“ ist dein erstes Studioalbum. Warum erst jetzt diese Liedersammlung für zu Hause? Ich hatte schon länger das große Bedürfnis, einige meiner Lieder instrumental so zu präsentieren, wie ich sie mir immer vorgestellt habe: mal orchestral wie „Was ist ein Clown“, mal mit leichten Jazz- Anklängen wie „Ich mag den Herbst“, mal poppig wie in den 80ern, wo ich erwachsen wurde, wie „Heute bin ich frei“. Dafür bedarf es eines guten Partners – wie jetzt Rubin Records –, der mich versteht, da ich auch keine Kompromisse machen wollte, und eines erheblichen Budgets. Beides zu finden, nahm etwas Zeit in Anspruch. Wie seid ihr an die Auswahl der Titel herangegangen? Du stehst ja bereits zwanzig Jahre auf der Bühne … Vor zwanzig Jahren habe ich wieder angefangen zu singen – nach sieben Jahren Pause – hier in Hamburg, in der Opera stabile. Bei der Auswahl habe ich mich, da es mein erstes Studioalbum ist, auf die Titel konzentriert, die über die Jahre oft Erwähnung bei Publikum und Presse fanden. Meine „Greatest Hits“, wenn man so will. „Ein Liebeslied –‚Die Liebe wird erst stärker mit den Jahren‘ – kam dann spontan dazu, weil ich das Gefühl hatte, dass etwas fehlte.“ Wie erklärst du dir, dass schwule Männer Chansons und besonders die der Diven Piaf oder Milva so verehren? Chansons sind fragil, manchmal dramatisch, manchmal witzig, manchmal melancholisch. Damit entsprechen sie oft dem Wesen von Homosexuellen. Wir gehören einer Minderheit an, die aber wahrgenommen und respektiert werden möchte. Das schärft den Blick und macht empfindsam. Piaf und Milva erscheinen uns als starke Persönlichkeiten. Piaf war in ihrem Umgang mit ihren Liebhaberinnen und Liebhabern sehr unkonventionell, modern und frei. Das entspricht zuweilen dem homosexuellen Erleben. Bei Milva ist es anders. Da ist vor allem diese schöne Bühnenerscheinung mit dieser melancholischen und trotzdem starken Stimme, die einen in den Bann zieht. Wie war deine Begegnung, die Zusammenarbeit mit Milva? Außergewöhnlich. Als ich mit Milva in Mailand im Studio war, musste ich mich mehrfach kneifen. Da stand die große Milva, für die alle großen Musiker unserer Zeit geschrieben haben, und sang meine Lieder, als wäre es nie anders gewesen. Die stimmlichen Möglichkeiten, mit denen sie auch in der deutschen Sprache sofort instinktiv die richtigen Nuancen findet, das packt einen. In der Zusammenarbeit ist Milva übrigens alles andere als eine Diva: sehr sachlich und genau. Sie hat mich gleichberechtigt behandelt wie alle, die an der Produktion beteiligt waren. Die Diven-Erscheinung hebt sie sich für die Bühne auf! Wird es nach dem Release-Konzert weitere Möglichkeiten geben, dich live zu erleben? Davon gehe ich fest aus. Es sind schon Sachen im Gespräch. Da das Album aber gerade erst fertig geworden ist und schon die Proben zum Konzert begonnen haben, gab es bisher noch wenig Raum für Planung. Aber ich gehe fest davon aus, dass es viele Termine im norddeutschen Raum geben wird – und dann auch sicher das ein oder andere Konzert im Süden. *Interview: Christian Knuth www.saschamerlin.de

LIEBE Prince Charming auf Partnersuche im TV Mit „Prince Charming“ zeigt der Streaming- Dienst TVNOW der Mediengruppe RTL seit dem 30. Oktober das erste Gay-Dating- Format in Deutschland. Jeden Mittwoch geht jeweils eine neue Folge von „Prince Charming“ online. Hier kämpfen zwanzig attraktive Single-Männer an der Küste Griechenlands um das Herz von Prince Charming: Nicolas Puschmann. KULTUR 17 FOTO: TVNOW / PRINCE CHARMING In unterschiedlichen Dates bekommt Nicolas die Chance, den Junggesellen in größerer Runde oder in trauter Zweisamkeit auf den Zahn zu fühlen. Wer am Ende des Abends keine Krawatte trägt, muss aus der Männer-Villa ausziehen. „Lebensfroh, verlässlich und authentisch“ – so beschreibt Nicolas Puschmann sich selbst. Der gebürtige Hamburger hatte bisher zwei feste Beziehungen und sucht nun seit einem halben Jahr Mr. Right. „Ich glaube, jeder sehnt sich insgeheim nach Liebe. Viele können sich aber von den Reizen in der heutigen Gesellschaft schlecht lösen und suchen immer nach etwas noch Besserem. Ich möchte einfach jemanden an meiner Seite, mit dem es Spaß macht, Zeit zu verbringen“, sagt der 28-Jährige. Er glaubt fest daran, dass bei zwanzig attraktiven Singles mindestens einer dabei sein muss, der ihm gefällt. Einen bestimmten Typ, auf den er steht, hat er nicht, aber sein Traummann sollte das gewisse Etwas haben – Egoismus und Pessimismus sind für Nicolas ein No-Go. Bei schönen Händen, Zähnen oder Waden wird „Prince Charming“ schon mal schwach. Auf die anstehende Kuppel-Show, die man als schwules Pendant zu „Der Bachelor“ bezeichnen könnte, ist Nicolas ziemlich stolz, denn er will nicht nur die große Liebe finden. Er sieht in der Sendung auch die Chance, mehr Leute darauf aufmerksam zu machen, dass Homosexualität normal und alltäglich ist.

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