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hinnerk Dezember 2019 / Januar 2020

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14 KULTUR INTERVIEW ALEX

14 KULTUR INTERVIEW ALEX PALMIERI: „WRONG“ Zum Hamburg Pride war Alex Palmieri einer der Headliner auf dem Straßenfest. hinnerk nutzte die Chance natürlich für ein Vier-Augen-Gespräch mit dem umtriebigen Popstern, der am 10. Januar sein neues Album „Wrong“ veröffentlicht. Warum bist du Musiker geworden? Ich wollte immer zu meiner eigenen Musik singen und tanzen, deswegen habe ich später Tanz studiert und auch angefangen zu singen. Die Popmusik hat mich die ganze Zeit über mitgerissen, weshalb ich angefangen habe, in meinem Zimmer meine eigenen Songs aufzunehmen. Am Anfang waren sie schrecklich, aber ich wurde immer besser. Meine eigentliche Karriere hat im Fernsehen bei einer Nachmittagssendung angefangen. Wie viel Einfluss haben Social Media? Das Leben hat sich mit Social Media allgemein sehr verändert, aber insbesondere natürlich auch die Musikindustrie. Ich hab erst vor einigen Tagen darüber nachgedacht, wie man vor 15 Jahren so einen Event wie den Pride oder ein Konzert promotet hat ohne Social Media. Früher lief das meist über TV-Spots oder Magazine. Heute ist es auf jeden Fall einfacher, weil wir alle „connected“ sind. Wie war dein Coming-out? Mein Coming-out lief langsam. Ich habe mich nicht am Anfang meiner Karriere geoutet. Ich habe darüber mit niemandem gesprochen, weil ich fand, dass das ein sehr persönliches Thema ist und es von meiner Kunst ablenken würde. Heute denke ich mir allerdings, dass es sehr wichtig ist, darüber zu sprechen. Als queere Person des öffentlichen Lebens sollte man Regenbogenflagge zeigen, Vorbild sein. Besonders in Italien. Eigentlich will ich dabei nur authentisch und ich selbst sein, egal ob auf der Bühne, auf der Straße oder im Fernsehen. Das ist der Unterschied zu früher, wo ich diesen einen Teil von mir ausgeblendet habe. In Interviews oder in Fernsehshows spreche ich heute zum Beispiel darüber, wie ich mich das erste Mal in einen Kerl verliebt habe und wie die Reaktion meiner Familie bei meinem privaten Coming-out war. Das ist mein kleiner Beitrag als ein „Aktivist“ für die Community. Und es fühlt sich gut an, sich nicht zu verstecken. Hat sich die Gesellschaft gewandelt? Mir ist aufgefallen, dass sie sich hier in Italien tatsächlich verändert hat. Menschen, die zehn Jahre jünger sind als ich, reden offen über Sexualität als eine normale, alltägliche Sache. Ich bin froh, diese Generation zu sehen, und bin darüber sehr glücklich, weil ich selbst damals oft ausgegrenzt wurde oder mich selbst ausgegrenzt habe, wie eben erzählt. Auf der anderen Seite wurde ich in meinem Beruf auch in einer Weise „überbeschützt“ – man hat mir sowohl beim Verstecken als auch nach dem Coming-out viel geholfen. Das macht mein Leben sehr viel einfacher, als es zum Beispiel für junge Schwule im Süden von Italien oder fernab der Metropolen noch immer ist. Es ist, denke ich, noch immer für sehr viele Menschen sehr hart, in der Familie, in der Gesellschaft zu sich zu stehen. *Interview: Christian Knuth www.alexpalmieriofficial.com MUSICAL Voll auf Tina Turner Simply the best: Die Frau, die einst im Kirchenchor startete, schuf viel Gutes – und hatte ein spannendes Leben. Beides gibt es jetzt in einem Musical zu erleben. Im Stage Operettenhaus am Spielbudenplatz in St. Pauli nimmt man sich der Rock- Diva an, die sich (leider) 2004 aus dem Musikbusiness zurückzog und seitdem nur noch selten, mitunter via Meditations-CDs, von sich hören lässt. Ihre Kunst ist aber präsenter denn je! Ein energiegeladenes Musical, das beweist, dass Tina Turner mehr war als nur die Powerfrau, die Hits wie „GoldenEye“, „River Deep – Mountain High“, „Nutbush City Limits“ und „What’s Love Got to Do with It“ einsang. *rä Tina – Das Tina Turner Musical, Hamburg, Stage Operettenhaus, Spielbudenplatz 1, U St. Pauli, bis September 2020, www.musicals.de FOTO: STAGE ENTERTAINMENT

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