Aufrufe
vor 2 Jahren

hinnerk Dezember 2017

  • Text
  • Hamburg
  • Spielbudenplatz
  • Erotik
  • Pulverteich
  • Reihe
  • Hannover
  • Szene
  • Wunderbar
  • Kultur
  • Pauli

28 PARTY INTERVIEW

28 PARTY INTERVIEW Abschied von MIS SHAPES Nach zwölf Jahren ist am 1. Dezember „The last dance“ angesagt. Im Molotow sagt das Team der Mis-Shapes mit einer fulminanten Abschiedsparty Tschüss. Wir trafen uns mit Mitbegründer und Resident Johannes D. Täufer. Nur ein Wort: Warum? Die Antwort braucht mehr als ein Wort. Der zentrale Aspekt ist sicherlich, dass nicht nur die Party älter geworden ist, sondern auch alle Beteiligten. Aus jungen Studenten mit viel Zeit für Schnappsideen wurden junggebliebene Berufstätige mit vollen Terminkalendern. Wir hatten einfach immer weniger Zeit, uns mit dem gebührenden Herzblut um das Projekt zu kümmern. Und andere Aspekte? Wir haben zunehmend ein Problem mit dem Indie-Claim bekommen. Wir selber feiern inzwischen teilweise auch zu ganz anderen Sachen, und Indie ist in dem Sinne eigentlich auch tot. Wir wollten auf keinen Fall eine dieser Partys werden, die ihren Zenit lange überschritten hat und auf der Monat für Monat die gleichen alten Kamellen laufen. Den Claim ändern geht FOTO: OLIVER FANTITSCH aber auch nicht so einfach. Es ist Zeit für was Neues und es fühlt sich bei aller Wehmut richtig an, aufzuhören. Und für mich persönlich gibt es noch einen dritten Aspekt. Welchen? Ich wohne nun schon fast acht Jahre in Berlin. Zweidrittel der Mis-Shapes Zeit immerhin. Das Pendeln schlaucht auf Dauer ziemlich. Wie waren die Reaktionen? Wir waren ehrlich gesagt überrascht über das Ausmaß an bestürzten Nachrichten, die uns erreichten. Einige meinten sogar, wir könnten das doch nicht machen, weil es dann in Hamburg gar keine guten „queer-alternativen“ Partys mehr gäbe. Das ist natürlich ein tolles Kompliment, aber auch etwas übertrieben. Es gibt ja schon einiges Gutes in Hamburg, nur halt anders. Außerdem schaffen Lücken Platz für Neues. Hätte es vor zwölf Jahren eine halbwegs anständige Homo-Indie-Party gegeben, wäre ich vielleicht nie auf die Idee gekommen Mis-Shapes zu starten. Deshalb bin ich optimistisch, aber da sind jetzt andere am Zug. Was erwartet uns bei der letzten Party? Wir haben uns schnell entschieden, keine großen musikalischen Specials zu machen sondern eigentlich „nur“ unser bewährtes Resident-Team zum Einsatz zu bringen: Martha Hari, The Alphabet Pony und meine Wenigkeit. Dazu wird es vielleicht noch kurze Überraschungs-Sets von ein paar Lieblings-Gast-DJs geben. Wir wollen einfach ein letztes Mal noch mal all die Songs feiern, die uns und unseren Gästen in den letzten zwölf Jahren so viel Spaß gemacht haben. Was bleibt für dich an Erinnerungen? Von über 230 Parties gibt es super viele schöne Erinnerungen. Und es bleiben auch viele Freundschaften, die über die Jahre entstanden sind. Aber was mir besonders in Erinnerung bleiben wird, ist dass du immer wieder aufs Neue gespürt hast dass die gemeinsame Liebe zur Musik unsere Gäste stärker verbindet als die sexuelle Orientierung. Es waren immer mal wieder Freunde aus Berlin zu Gast, die meinten, es würde so wenig geflirtet bei Mis- Shapes. Ich habe das eher als Kompliment gesehen, weil egal ob schwul, lesbisch oder heterosexuell, haben bei uns alle entspannt zusammen die Musik gefeiert. Und geflirtet wurde ja trotzdem. *Interview: Christian Knuth 1.12., Molotow, Nobistor 14, Hamburg, S Reeperbahn, 23 Uhr, www.mis-shapes.de SILVESTER Hooray! Hooray! Da beat goes boom: Auf dieser Party, mit dieser Klubber-Meute und dank dieser DJs kommt man szenetechnisch ganz grandios ins neue Jahr. 2018 beginnt auf jeden Fall ausgelassen und hedonistisch, wenn man sich entscheidet, mit seiner Crew vom 136° reinzufeiern. *rä 31.12., „136° Silvester Party“, Bahnhof Pauli im Klubhaus St. Pauli, Spielbudenplatz 21 – 22, Hamburg, U St. Pauli, 23 Uhr

Magazine

Abrigo
blu Gesundheit 2017
After-Show-Dinner von und mit Ricardo M.
27. Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg • Programmheft
STIGMAfighter im Einsatz gegen Ausgrenzung
hinnerk August 2016
hinnerk Hamburg Juli 2016
hinnerk Bremen/Hannover Juli 2016
gab Juli 2016
blu Juli 2016
blu Mai 2015
Regionalseiten
blu.fm Webseite

Unsere News

About us

blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.