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hinnerk Dezember 2017

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12 BÜHNE INTERVIEW

12 BÜHNE INTERVIEW DINNER FOR ONE Eine ganz spezielle Version des Silvester-Klassikers bringt die Theatergruppe Pajette auf die Bühne des First Stage Theaters. Wir schnackten mit Daniel Pabst. Wie kamst du zur Bühne? Ich habe schon als Kind zu Hause immer die Bühne gebraucht. Ich hab in der Schule Theater gespielt und getanzt. Es war immer klar, dass ich den Prinzen spiele, insofern war das vorprogrammiert. Damals aber noch den Prinzen ... Ja. (lacht) Heute manchmal ja auch noch. Und wie ging es weiter? Ich bin für den Zivildienst nach Hamburg gezogen und habe mir sofort wieder eine Theatergruppe gesucht, weil mein Ziel weiterhin war, Schauspieler zu werden. Da war ein Lehrer der Stage School, der mich fragte, warum ich nicht Tanz, Gesang und Schauspiel verbinden will. Ich solle doch mal zum Vorsprechen kommen. Das wurde sehr lustig. Warum? Er hatte mir Lieder zum Einstudieren mitgegeben. So weit war das okay, wenn es auch nicht die einfachsten Lieder waren. Der Fauxpas war die Tanzaufnahmeprüfung. Ich hatte zur Vorbereitung im Fitnessstudio Aerobic-Kurse genommen. Ich dachte damals, das wäre ja wohl tanzen. Ich habe ganz schön blöd geguckt, als plötzlich Ballettstangen aufgebaut wurden und alle ihre Schühchen angezogen haben. Aber ich wurde trotzdem genommen. Und wie war es? Toll, aber unglaublich anstrengend. Du hast am Tag viele, viele Stunden Unterricht in verschiedensten Fächern: Gesang, Schauspiel, Theorie, Steppen ... Und nun bist du mit deiner Theatergruppe PAJETTE wieder zurück – diesmal an die First Stage, der schuleigenen Bühne. Wer oder was ist PAJETTE? Das sind Henriette Grawwert und ich. Sie ist ein ganz großer Teil meines Lebens. Wir haben uns auf der Stage kennengelernt und hatten direkt danach unser erstes Engagement an der Staatsoper in Bonn. Seitdem sind wir fast unzertrennlich und führen jedes Jahr auf Rügen ein Stück zusammen auf, das wir selbst schreiben. Meistens ist es ziemlich schräg, weil wir beide irgendwie den gleichen Sinn für Humor haben. So kam uns auch die Idee für „Dinner for One“. Wie kam es denn dazu, dass ihr die Geschlechterrollen getauscht habt? Henriette ist sehr klein, genau wie James, und ich sehr hochgewachsen und dünn, und so war die Rollenverteilung klar. Was unterscheidet euer Stück vom Klassiker im Fernsehen? Es fängt ganz normal an. Aber bei einem Gang fängt Miss Sophie dann an, den Gang zu bewerten für das Publikum – frei nach dem perfekten Dinner. Miss Sophie markiert dann auch noch eine Fischvergiftung, weil sie Fisch überhaupt nicht leiden kann, und irgendwie entwickelt sich das Ganze dann ... Den Rest müsst ihr euch anschauen. (lacht) *Interview: Christian Knuth 29. – 31.12., Dinner for One, First Stage Theater, Thedestr. 15, Hamburg, S Altona, 19:30 Uhr, (30. + 31.12. zusätzlich um 15:30 Uhr), www.firststagehamburg.de

BÜHNE 13 TIM KOLLER TRIFFT... ... immer wieder die gleichen Leute zu Weihnachten Und das bereits zum 10. Mal! Alle Jahre wieder kommen wir – sieben Darsteller und fünf Musiker – im St. Pauli Theater zusammen und lassen sie wiederauferstehen, die wohl berühmteste Tankstelle Deutschlands: die legendäre Esso-Tankstelle von der Reeperbahn. Neun Jahre ist es nun her, dass wir im kalten Probenraum in Barmbek probten. Damals ging einer meiner größten Träume in Erfüllung, einmal in einem Liederabend von Franz Wittenbrink mitzuwirken. Meine Nervosität war enorm. All die großen, erfahrenen Darsteller und meine kleine, naive Wenigkeit. „Werde ich gleich nach dem ersten Probentag umbesetzt? Kann ich da mithalten? Wieso bekommt man kein Textbuch wie in anderen Produktionen? Ach, wir erarbeiten alles zusammen? ‚Work in progress‘ also. Okay! Was ist meine Rolle? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Warum bin ich anwesend? Wann bin ich dran? Was ist meine Motivation? Warum mache ich das eigentlich?“ PANIK! Nach sechs Wochen intensiver und spannender Probenarbeit kam dann endlich der Premierentag der Welt-Uraufführung von NACHT- TANKSTELLE. Der Vorhang öffnete sich am 1. Dezember 2008 zum ersten Mal. Wir swingten, rockten, rappten und reimten uns durch den Abend. „Es scheint zu klappen, was wir uns da zusammen erarbeitet haben.“ Die Zuschauer lachten, spendeten Beifall. Der Vorhang schloss sich und es sollte der gemütliche Teil kommen, die Premierenfeier. „Was freu ich mich auf das Buffet.“ Alle lagen sich in den Armen, feierten den Abend, feierten die Kollegen, feierten sich selbst. Alle hatten Spaß mit Würstchen, Kartoffelsalat und Champagner. Und ich hatte Magen-Darm und hing in der Garderobe über dem Eimer. „Ich sterbe. Mein Traum hat sich ja jetzt erfüllt, ich kann ja nun sterben. Aber so?“ Ich bin natürlich nicht gestorben. Und das war kein Weihnachtswunder. Jetzt verbringen wir zum zehnten Mal die Weihnachtstage bis Silvester zusammen. O du fröhliche ... Jauchzet, frohlocket ... Krawall und Remmidemmi ... Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all! 25. – 31.12., Nacht-Tankstelle, St. Pauli Theater, Spielbudenplatz 29 – 30, Hamburg, S Reeperbahn, www.st-pauli-theater.de FOTO: OLIVER FANTITSCH Ab 890,-

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