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hinnerk April/Mai 2019

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MUSIK FOTO: CHRISTOPH

MUSIK FOTO: CHRISTOPH KÖSTLIN INTERVIEW ANNETT LOUISAN über „Kleine große Liebe“ Annett Louisan ist eine der wortwitzigsten ernsten Künstlerinnen der Deutsch-Pop- Welt. Wir sprachen mit ihr über ihr neues Album, Spotify und die kommende Tour. Dein neues Album dreht sich um das Thema aller Themen: die Liebe. Viele sagen, die deutsche Sprache sei nicht die der Liebe. Bei dir wird sie es aber schon. Wie schaffst du es eigentlich, nie schmalzig zu klingen? Über die Jahre habe ich meine eigene kleine Formel entwickelt, auf Deutsch zu singen. Wenn man Musik liebt, dann findet man diesen Weg. Ich finde die deutsche Sprache sehr interessant und sie klingt auch sehr schön – man muss eben wissen, wie man sie einsetzt, auch phonetisch. Zum Thema Liebe: Es gibt keinen besseren Grund für Musik als die Liebe. Sie ist der Motor für alles, auch für Hass. Am Ende wollen wir alle geliebt werden, darum geht es. Über das Lied „Die schönsten Wege sind aus Holz“ hast du gesagt, dass man am Leben verzweifeln oder es mit Humor nehmen kann. Beherzigst du das auch immer? Ich versuche das sehr. Bei mir läuten immer die Alarmglocken, wenn ich merke, dass ich meinen Humor verliere. Dann versuche ich, gegen meine Gefühle anzugehen. Wenn ich keine Lust habe aufzustehen, weil ich denke „heute ist ein grauer Tag“, dann quäle ich mich eben raus ... Die leichten Dinge schwer machen, die schweren Dinge leicht – das ist ein Rezept. Das Leben ist ambivalent, das müssen wir akzeptieren. Je mehr ich gelernt habe, dass es immer zwei Seiten im Leben gibt, desto besser kann ich mit ihnen umgehen. Welches Lied auf „Kleine große Liebe“ sollte ein Spotify-Hörer auf jeden Fall anhören? „Borderline“, wobei, da ist wahrscheinlich das Intro zu lang. (lacht) Meine Intros sind doch immer sehr lang, da falle ich wohl durch den Algorithmus. Wie stehst du zu Spotify? Ich bin kein Gegner. Aber ein Album, bei mir jetzt dann ein Doppelalbum, das ist das ganze Bild. Ein Lied ist eben nur ein Lied, die ganze Geschichte bekommt man nur mit dem Album. Es gibt Hörer, die kaufen ein Album und hören es „nur“ zweimal im Monat an, aber eben ganz. Die klicken nicht vierzigmal ein Lied am Tag an ... Wo werden die gezählt? Das System ist noch nicht ganz zu Ende gedacht. Das System ist noch nicht ganz fair, wie was gewertet wird. Vor 15 Jahren erschien dein erstes Album, damals gab es noch keine Streaming-Dienste. Ich bin kein Verweigerer von Fortschritt. Früher war nicht alles besser, damals war iTunes neu, jetzt streamt man. Ich bin ganz geduldig, ich werde mein Publikum finden. Was erwartet uns auf deiner Tour im Herbst und auf den Festivals im Sommer? Ich brenne darauf, die beiden recht unterschiedlichen Seiten des neuen Albums live umzusetzen. Gerade bin ich dabei, eine Bandprobe zu organisieren ... Ich versuche, zwei Welten aufzumachen, die sich dann doch verbinden, es wird viel Neues geben, aber ich bleibe mir selbst treu: Ich bin eine Chansonsängerin, und das möchte ich auch sein. *Interview: Michael Rädel TOURNEE 21.10. – Dresden, Konzertsaal im Kulturpalast, 23.10. – Erfurt, Messe, 25.10. – Magdeburg, Stadthalle, 26.10. – Braunschweig, Staatstheater Braunschweig, 28.10. – München, Philharmonie im Gasteig, 29.10. – Nürnberg, Meistersingerhalle, 3.11. – Frankfurt am Main, Jahrhunderthalle Frankfurt, 4.11. – Chemnitz, Stadthalle, 5.11. – Leipzig, Gewandhaus, 6.11. – Kassel, Kongress Palais Kassel, 8.11. – Wilhelmshaven, Stadthalle Wilhelmshaven, 9.11.2019 – Münster, Halle Münsterland, 11.11. – Berlin, Tempodrom, 12.11. – Rostock, Stadthalle Rostock, 13.11. – Bremen, Metropol Theater Bremen, 15.11. – Kiel, Sparkassen-Arena- Kiel, 17.11. – Köln, Palladium, 18.11. – Saarbrücken, Saarlandhalle, 21.11. – Hannover, Kuppelsaal, 22.11. – Bochum, Jahrhunderthalle

TIPP BILDERBUCH MUSIK Hut ab: 2005 gegründet, legen die Oberösterreicher 2013 den Turbo-Boost ein. Die „Maschin“ heult auf und lässt alles, was sich Indie-Rock nennt, alt aussehen. „Schick Schock“, ein auffrisierter Hybrid aus fünfzig Jahren Pop-Geschichte, erobert 2015 die Jahres- Bestenlisten, der Nachfolger „Magic Life“ knackt 2017 die österreichischen und deutschen Top Ten. Jetzt haben sie eine neue Platte fertig: „vernissage my heart“. Hui! FOTO: H. SCHNEIDER COMEBACK Hozier 2019 FOTO: E. COOKE Mit dem Album „Wasteland, Baby!“ meldet sich der stimmstarke Bartmann überzeugend zurück. Unsere Anspieltipps sind „Movement“ (der Hit zum Album), „Dinner & Diatribes“ sowie „To Noise Making (Sing)“. Der Singer-Songwriter und Multiinstrumentalist aus dem irischen County Wicklow zählt Pink Floyd, Nina Simone und Billie Holiday zu seinen Inspirationsquellen, auch in Sachen Lyrik: „Die Texte sind immer noch das, wofür ich bei meinen Songs am längsten brauche und woran ich auch am härtesten arbeite. Sie sind mir am wichtigsten.“ Das hört man der Platte an! Sehr gut. *rä Jaroussky_Blu_X3.indd 1 31.01.19 08:09 “ Das DebUtalbum What A Time To Be Alive“ “ TIPP SCHILLERS Morgenstund 1998 erschien „Das Glockenspiel“ und schaffte es nach großem Erfolg in der Klubwelt auch in die Charts. Weitere Tracks wie „Liebesschmerz“ sowie diverse Remixe folgten. Der große Durchbruch kam dann 2001 mit dem Album „Weltreise“, eines von vielen Alben, das die Hitlisten anführte – zuletzt das 2016er-Album „Future“. Im Frühling soll sein neues Album „Morgenstund“ erscheinen, ab Mai kommt er auf Tour und macht unter anderem in Dresden, Leipzig, Frankfurt, Nürnberg, Bielefeld, Mannheim, Stuttgart, Köln und Berlin musikalische Station. *rä www.schillermusic.com FOTO: THOMAS RABSCH ab 01.03.2019 Uberall “ erhAltlich, “ oder einfach vorbestellen mit den Hits Leave A Light On” UND Just You And I” 1LIVE: „Die schottische Antwort auf Ed Sheeran. Krasse Stimme, bewegende Texte. Moderner Pop trifft hier auf Blues-Elemente.“ “ “

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