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GAB September 2018

18 REGION FOTO: ANNE

18 REGION FOTO: ANNE HERBOLD/GRÜNE „WIR WOLLEN EINE OFFENE GESELLSCHAFT“ Am 28.10. wählt Hessen einen neuen Landtag. Vanessa Gronemann ist eine der Direktkandidatinnen: Die 28-jährige Studentin ist Mitglied der Rathausfraktion Bündnis 90/Die Grünen in Kassel und Sprecherin für Sport, Gesundheit und LSBTIQ*-Themen. Sie setzt sich vor allem für Gleichstellung und Antidiskriminierung ein. Sie tritt als Direktkandidatin im Wahlkreis 3 Kassel-West an. *bjö Akzeptanz lässt sich nicht einfach anordnen. Was kann die Politik trotzdem tun, um ein entsprechendes gesellschaftliches Klima zu schaffen? Wir wollen eine offene Gesellschaft, in der Ausgrenzung und Diskriminierung keinen Platz haben. Dazu kann die Politik Impulse zum Umdenken geben. Wir Grüne setzen dabei auf das Sichtbarmachen, die Sensibilisierung und die Selbstbestimmung. Für diesen Ansatz ist der Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt, der gemeinsam mit Vertreter*innen der Community von der Landesregierung konzipiert wurde, ein gutes Beispiel. Hier war uns besonders wichtig, die Akteur*innen von Anfang an mit einzubeziehen und konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Diese Maßnahmen sind in unterschiedliche Felder aufgeteilt und reichen von der Reform des Lehrplans zur Sexualerziehung über Ansprechpersonen bei der Polizei bis hin zur Aufarbeitung der Strafverfolgung Homosexueller unter dem Paragraf 175. Welche LGBTIQ*-Themen müssen in Hessen insbesondere für die queeren Menschen außerhalb der großen Metropolen dringend umgesetzt werden? Als queere Person, die im ländlichen Raum aufgewachsen ist, weiß ich aus eigener Erfahrung, wie schwer das insbesondere für junge Menschen sein kann. Das Gefühl des Alleinseins ist groß, Ansprechpartner*innen vor Ort gibt es so gut wie nicht. Ich selbst habe mich erst als Teil einer Community gefühlt, nachdem ich in eine Großstadt gezogen bin. Deshalb möchte ich hier ansetzen. Wir brauchen ein eigenes Konzept für queere Jugendliche im ländlichen Raum. Wir müssen niedrigschwellige Beratungsangebote schaffen und Sozialarbeiter*innen für diese Themen sensibilisieren. Für den Umgang mit Trans*Personen an Schulen wollen wir klare Regelungen entwickeln. www.facebook.com/vanessagronemann KELKHEIM Tanz-Sport-Club Fischbach lädt zum Equality Tanzturnier Der Tanzsport hat ein strenges Regelwerk: Gleichgeschlechtlichen Paaren zum Beispiel blieb lange Zeit die Möglichkeit vorenthalten, an offiziellen Turnieren teilzunehmen. Das wurde nicht vorwiegend aus Homofeindlichkeit entschieden, sondern damit begründet, dass der Leistungsvergleich zwischen gleichgeschlechtlichen und gemischtgeschlechtlichen Paaren nur schwer möglich sei. Damit auch homosexuelle Paare Turniere tanzen können, wurden „Equality Turniere“ eingeführt. Inzwischen nehmen an diesen Turnieren nicht nur Schwule und Lesben teil, sondern auch heterosexuelle Tanzpaare, die die Rollen als Führende und Geführte flexibel handhaben möchten. Der Tanz-Sport-Club Fischbach allerdings nimmt sein erstes Equality Turnier zum Anlass, Flagge zu zeigen und hisst im Rahmen der Taunus-Tanz-Tage am 29.9. das pinkfarbene Banner für den ersten „Taunus Dance Cup“ für gleichgeschlechtliche Paare. Im festlichen Ambiente werden ab 10 Uhr Standard- und Lateinturniere für alle Leistungsklassen angeboten. Freuen kann man sich also auf Stil, Haltung und grazile Beinschwünge. *bjö 29.9., Stadthalle, Gagernring 1, Kelkheim, Turnierstart Standard um 10 Uhr, Turnierstart Latein um 14:30 Uhr, mehr Infos über www.tscfischbach.de FOTO: CONCON, PIXABAY.COM, GEMEINFREI

Die eigene Erfahrung Obwohl man heute mit HIV gut und lange leben kann, ergeben sich für die Betroffenen oftmals Probleme psychischer Art: Was bedeutet es, chronisch krank zu sein? Und dazu auch noch als HIV-positiver Mensch? Aus Angst vor Zurückweisung oder Diskriminierung verschweigen viele Patienten ihre Infektion und geraten im schlimmsten Fall dadurch in Isolation. Das Netzwerk „PRO+ Hessen“ versucht mit dem „Hessischen Positiventreffen“ dem entgegenzuwirken. An drei Tagen können hier HIV-positive Menschen in einem idyllisch gelegenen Tagungshaus in Nordhessen die eigenen Erfahrungen austauschen und somit mehr Selbstbewusstsein erfahren. Der persönliche Kontakt, das „Netzwerken“ und Knüpfen von Kontakten steht im Mittelpunkt, begleitend gibt es außerdem ein Workshop- und Vortragsprogramm zu medizinischem Fragen, seelischem Gleichgewicht sowie Tanz- und Yoga-Workshops. Infos gibt’s über die Website der Hessischen AIDS-Hilfe. *bjö 12. – 14.10., Hessisches Positiventreffen, Tagungshaus Mühlrain, Knüllwald-Niederbeisheim, Infos über www.aids-hilfe-hessen.de FOTO: JPLENIO, PIXABAY.COM, GEMEINFREI SANDWEG 17 60316 FRANKFURT AM MAIN TEL.: (069) 49 13 60 GEÖFFNET VON: 12:00 – 15:00 UHR 18:00 – 23:00 UHR TÄGLICH GEÖFFNET WWW.BANGKOK-RESTAURANT.COM REGION 19 BangkokRestaurant_GAB_AZ_83x62_V2.indd 1 04.08.14 19:28 MAINZ HIV und Recht Die Infoveranstaltung der AIDS-Hilfe Mainz in Kooperation mit dem „HIV and your body“-Projekt der Pharmafirma Gilead widmet sich den rechtlichen Fragen, die sich aus einer HIV-Infektion ergeben können: Wie hält man es mit der Mitteilungs- und Schweigepflicht? Welche Versicherungen darf ich abschließen? Hat HIV Einfluss auf meine Sozialleistungen? Als Referenten sind Annette Piecha vom Kompetenznetz HIV/AIDS e.V. und der Wiesbadener Rechtsanwalt Dominic Kaiser vor Ort. *bjö 27.9., Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mainz, 19 Uhr, www.aidshilfemainz.de FOTO: GERALT, PIXABAY.COM, GEMEINFREI

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.