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gab Mai 2017

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4 FRANKFURT FOTO: SARAHC. /PIXELIO.DE Community BERATUNGSSTELLE GEWALTFREILEBEN Seit April bietet der Verein „Broken Rainbow“ die neue Beratungsstelle „gewaltfreileben“ für lesbische und trans*- Frauen an. Bei Konflikten in der Beziehung, im Freundes-, Familien- oder KollegInnenkreis bietet sie neben persönlicher oder telefonischer Beratung vor allem auch Hilfe über das sogenannte „virtuelle Beratungszimmer“ an: Hier kann man das Team per E-Mail oder im Live-Chat kontaktieren. Am Wochenende steht für Krisensituationen ein Notfalldienst zur Verfügung. Die Ansprechpartnerinnen sind Peer-Beraterinnen; dass bedeutet, dass sie persönlich mit lesbischer beziehungsweise trans*-Biografie beraten. „gewaltfreileben“ ist somit neben LIBS eines der wenigen Beratungsangebote, das sich speziell an Lesben und Frauen mit Trans*-Biografie richtet. www.gewaltfreileben.org LOVE REBELS IN DER SAUNA Das Präventionsteam der AIDS-Hilfe Frankfurt ist ab sofort jeden letzten Mittwoch im Monat im Frankfurter Saunawerk zu Gast. Die Love Rebels werden vor Ort Kondome, Flyer und Beratung zum Thema sexuell übertragbarer Infektionen und zu allgemeinen Fragen zum schwulen Leben anbieten. Das Team ist seit vielen Jahren in der Szene unterwegs, um für mehr Bewusstsein über einen verantwortungsvollen Umgang mit sich selbst und den Sexualpartnern zu sorgen – und das mit Witz, Charme und Feingefühl. Wer selbst Lust hat, beim Safer Sex Team mitzumachen, kann sich über die Website bei der AIDS-Hilfe melden. *bjö www.frankfurt-aidshilfe.de/ love-rebels.de ILLUSTRATION: RALF KÖNIG INTERVIEW Sommerfest der AIDS-Hilfe Erfreuliche News gibt es über das Sommerfest der AIDS-Hilfe: In diesem Jahr wird das Communityfest erstmals an zwei Tagen stattfinden! Von Samstagabend, dem 10.6., 20 bis 23 Uhr bis Sonntag, dem 11.6., von 13 bis 22 Uhr. Einen ersten Vorgeschmack auf das neue Sommerfest gibt ein für die AIDS-Hilfe Frankfurt angefertigtes Plakatmotiv von Ralf König. Das GAB Magazin hat mit Achim Teipelke, Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Frankfurt, über die Neuerungen und deren Hintergrund gesprochen. *bjö Das Sommerfest der AIDS-Hilfe findet in diesem Jahr erstmals Samstagabend und am Sonntag statt. Wie kam es dazu? Achim Teipelke: Wir hatten zwei Überlegungen für das Sommerfest: Zum einen soll das Sommerfest eine Eröffnung für die Sommersaison der Community sein. Natürlich muss sich so ein Fest auch rechnen, daher haben wir uns dazu entschlossen, das Fest am Samstagabend schon beginnen zu lassen. Darüber hinaus soll es aber auch ein Fest sein, auf dem sich die Diversität unserer Szene abbilden kann. Das knüpft auch an unser Motto vom Welt-Aids-Tag 2016 „Haltung zeigen“ an: Wir denken, es ist wieder an der Zeit, Leute zu ermutigen, sich nicht wegen ihrer Homosexualität zu verstecken. Als wir uns mit dem Sommerfest beschäftigt haben und mit Wirten und Community-Leuten gesprochen haben, haben wir mitbekommen, dass es wohl gerade wieder vermehrt homophobe Pöbeleien oder verächtliche Sprüche gibt. Also werden wir das auf dem Sommerfest thematisieren. Ich kenne das noch aus früheren Zeiten: Damals gab es immer wieder Übergriffe in den Cruisingparks. Wir haben dann eine eigene Parkwache organisiert, Leute, die nachts in den Parks „aufgepasst“ haben. Auch um zu zeigen, dass wir Schwule ein Auge aufeinander haben, dass wir aufeinander achten. Und dieses Gefühl von Community, von Unterstützung, von Sich-Sorgen, brauchen wir gerade in den heutigen Zeiten wieder vermehrt. Nicht wegschauen, wenn es eine Bedrohung gibt. Wer sonst, wenn nicht wir selbst, haben doch das beste Gefühl dafür, wenn es um unsere Bedürfnisse, aber auch Ängste und Nöte geht. Wir möchten mit dem Sommerfest Leute zusammenführen und ein Gemeinschaftsgefühl stiften. Es gibt zum Beispiel so viele Gruppen und Vereine in Frankfurt, aber es gibt wenig Verbindung untereinander. Wir möchten das gerne zusammenführen und das Gemeinschaftliche unterstützen, zusammen mit den Wirten, den Gruppen und Vereinen. Wie passt das zum Sommerfest der AIDS-Hilfe, das ja eher für die Themen HIV, Aids und Prävention steht? Achim Teipelke: Unser Verständnis als AIDS- Hilfe war schon immer viel weiter gefasst als bloß eine klassische Präventionsagentur zu sein. Wir arbeiten mit struktureller Prävention. Das heißt, wir haben nicht nur die traditionellen Verhaltensbotschaften wie „Raus bevor’s kommt“ oder „Benutzt Kondome“ gesendet, sondern wir haben immer auch darauf geachtet schwule Strukturen zu unterstützen. Unsere Arbeit soll erreichen, dass man ein Bewusstsein für sich entwickelt. Sich selbst Wert schätzen, ein Selbstbewusstsein zu entwickeln und sich deshalb auch um sich und seine Gesundheit zu kümmern. Das funktioniert nur in einem entsprechenden Umfeld, wenn man als Homosexueller nicht diskriminiert wird. Dafür muss gesorgt werden. Das sind alles keine neuen Ideen, sondern diese Überlegungen haben wir schon vor vielen Jahren gemacht. Und wir denken, dass es jetzt wieder an der Zeit ist, diese Ideen zurück ins Gedächtnis zu rufen. Das Eis ist dünner geworden. Es hat sich viel zum Guten verändert, darauf können wir stolz sein. Aber wir dürfen das auch nicht als Selbstverständlichkeit hinnehmen, sondern müssen es verteidigen. Und jetzt ist dafür die richtige Zeit! Sommerfest der AIDS-Hilfe, 10. und 11.6., Alte Gasse, Frankfurt, mehr Infos über www.frankfurt-aidshilfe.de

XXX 5 Tiroler Festspiele Erl Sommer – 7. bis 30. Juli 2017 Das Jubiläumsprogramm im 20. Festspielsommer WILDER KAISER STATT GRÜNER HÜGEL Gustav Kuhns Wagner in Erl LOHENGRIN – 8./29. Juli 2017 DER RING DES NIBELUNGEN – 13. bis 16. Juli 2017 Karten und Infos: T 0043 5373 81000 20 – karten@tiroler-festspiele.at www.tiroler-festspiele.at Foto: Xiomara Bender

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.