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gab Mai 2016

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Mixed Media 18 Tipps DER

Mixed Media 18 Tipps DER PFLANZENFLÜSTERER Wenn der Gummibaum gelbe Blätter bekommt oder die Palme auf dem Balkon die Wedel hängen lässt ist er zur Stelle: Der Pflanzenflüsterer des hessenfernsehens (Foto) hat den grünen Daumen und hilft bei drohendem Flora-Gau. Am 7.5. werden die Highlights der bisher 2016 gesendeten Folgen der Infoserie gezeigt, am 14.5. gibt’s die besten Tipps aus dem vergangenen Jahr. Wer also schon immer mal einen Brüsseler Balkon anlegen wollte, sollte reinzappen! 7. und 14.5., hessenfernsehen, 18:45 Uhr, www.hr-online.de FOTO: HR OPERN-LIEDERABEND: MATTHEW POLENZANI Wer kein Ticket für Wagners Mamutwerk „Der Ring des Nibelungen“ im Mai in der Oper Frankfurt ergattert hat (die Vorstellungen sind komplett ausverkauft), sei der Liederabend mit dem weltberühmten Sänger Matthew Polenzani empfohlen: Bekannt für ein weiches Timbre ist der Tenor auf den Opernbühnen der Welt zu Hause. Gemeinsam mit dem Pianisten absolvierte er in den vergangenen Jahren eine Tournee – im Mai ist er in Frankfurt mit Franz Schuberts „Die schöne Mülllerin“ zu hören. •bjö 31.5., Oper, Willy-Brandt Platz, Frankfurt, 20 Uhr, www.oper-frankfurt.de FOTO: RAYMOND EDWARDS DER JUNGE KÖNIG Ralf König ist ohne Frage Deutschlands populärster Comiczeichner. Seine Comic-Klassiker sind legendär: „Der bewegte Mann“, „Wie die Karnickel“ oder „Dschinn Dschinn“, sein Statement zur Diskussion um die Mohammed-Karikaturen. Gerade beim Männerschwarm Verlag erschienen ist „Der junge König 3 – Die Nasen werden bunt 1988 – 1990“, eine Sammlung alter Klassiker. Hier ist das exklusives Interview. WENN EIN BUCH WIE „DER JUNGE KÖNIG 3“ ZUSAMMENGESTELLT WIRD, WIE SENTI- MENTAL WIRD MAN DA? Ich habe zu den alten Comics aus den 80er- und 90er-Jahren ein zwiespältiges Verhältnis, weil ich heute natürlich vieles anders und besser machen würde. Da ist oft unnötiger und zu krakeliger Text in den Sprechblasen oder die Ideen sind wenig ausgereift, die Zeichnungen frech hingerotzt. Andererseits hat ja gerade das auch den Reiz des Undergrounds. Ich hab damals einfach mit billigen Filzstiften drauflosgekritzelt und ich war jung, dumm und geil – ein wunderbarer Zustand! Also weniger die Comics machen mich sentimental, sondern diese frische Spontaneität dieser Zeit, und natürlich der Erfolg, den diese Bücher damals hatten. BIST DU DIR DENN BEWUSST, WIE WICHTIG DIESE COMICS WAREN FÜR VIELE MÄNNER? Damals nicht wirklich. Ich genoss den Erfolg, klar, aber dass sich schwule Männer damals irgendwie mit den sexuell rotzfrechen Nasen identifizierten, ist mir erst heute klar. Leider kaufen schwule Leser die Comics heute nicht mehr so üppig, wie sie wohl überhaupt wenig schwule Literatur lesen. Ich glaube, Schwule sind heute einfach schwul und fertig, da braucht’s keine Fachbücher mehr zum Thema. Die schwulen Buchläden und Verlage und Autoren hätten sicher mehr Unterstützung verdient, aber so sind die Zeiten. Die Leute hängen lieber mit der Nase am Smartphone. MITUNTER GEHT ES IN DEINEN COMICS RECHT DERBE ZU. ANLÄSSLICH DER AKTUELLEN ERDOGAN-DEBATTE: WELCHE GRENZEN HAT KUNST? Erdogan ist ein Diktator mit offenbar wenig Selbstbewusstsein, der nicht merkt, wie lächerlich er sich selbst macht. Ohne die Empörung hätte Jan Böhmermanns Gedicht kaum weiter Beachtung gefunden. Mir wurde von Anfang an übel, als ich sah, wie die deutsche Regierung anfing, in der Flüchtlingskrise vor so einem engstirnigen Sultan zu buckeln. Darum ist Böhmermanns Gedicht zwar nicht unbedingt die feinsinnigste Satire, aber hat doch ins Schwarze getroffen. Wir sehen deutlich, wie Frau Merkel sich windet, gegenüber der Türkei unsere Satire- und Pressefreiheit als nicht diskutabel zu verteidigen. Sie wird es demnächst tun, denke ich, hoffe ich! Ein grauenhafter Gedanke, dass hierzulande wieder Gesetze angewendet werden, die längst nicht mehr zeitgemäß sind. Bei religiöser Satire das Gleiche: Abgesehen von drohender Gewalt und Terror aus islamischer Ecke gibt es immer noch den Gotteslästerungs-Paragrafen! Dabei reimt sich Gott so schön auf Spott. •Interview: Michael Rädel www.maennerschwarm.de www.ralf-koenig.de FOTO: PRIVAT

19 Bühne GEBABBEL IM SWITCHBOARD Das Theaterensemble des Switchboard zeigt ein neues Stück! Nach der überaus freien und überaus erfolgreichen Interpretation von Richard Strauss’ Operette „Die Fledermaus“ (im Switch als „Fleddermaus“ aufgeführt) kommt mit „Gebabbel im Trebbehaus“ ein weiterer Schwank ins Switchboard-Café. Wie der Titel vermuten lässt treffen sich verschiedene Bewohner im Treppenflur eines fiktiven hessischen Mietshauses. Frau Muschelisch und Frau Pimmelisch sind zum Beispiel immer bestens darüber informiert, was im Haus so vor sich geht. Zum Beispiel wieso der Geistliche, der eigentlich der neue Bischof von Limburg ist, nicht in seinem Bistum übernachten kann. Ob die mannstolle Frau Nippeltritt, die wie der Vorgänger des Bischofs einem Raumdeko-Fetisch erliegt, etwas damit zu tun hat? Aber auch die anderen Hausbewohner sorgen mit unvorhergesehenen Missverständnissen und der ein oder anderen Liebelei für Trubel und Trouble! Ein großer Spaß! •bjö 28.5. und 4.6., Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt, 19:30 Uhr, www.switchboard-ffm.de FOTO: ELHIT PRISMATIC DIVAZ Die Show-Revue der Stuttgarter Prismatic Divaz alias Lys Vegas, Vivien Myles und dem Frankfurter Stargast Tarabas van Luc wird ein außergewöhnliches Travestie-Spektakel – mit atemberaubenden Kostümen und nicht alltäglichen Showeinlagen samt Live-Gesang. Das neue Programm „Voice of Divaz“ garantiert eine Show der Premiumklasse! •bjö 28.5., Restaurant Theater Friedenau, Rotenbergstr. 127, Stuttgart, 20 Uhr, mehr Infos über Facebook unter „Prismatic Divaz“ FOTO: PETER WEISS / PRISMATIC DIVAZ

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