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Bühne 18 FOTO: CHRISTIAN SCHÖN FOTO: BJÖ Villa Leonhardi – Kultur und Kaffeehaus im Palmengarten EIN ORT DES ETWAS SCHRÄGEN VERGNÜGENS Jahrelang war die Villa Leonhardi als italienisches Edel-Restaurant bekannt. Seit Anfang des Jahres weht im stilvollen Gebäude im westlichen Teil des Palmengartens ein neuer, ganz frischer Wind – die Villa Leonhardi wird zum Kultur- und Kaffeehaus. Was es damit auf sich hat und welche Rolle dabei das Standesamt und „Blümchensex“ spielen, erklären Palmengarten-Direktor Dr. Matthias Jenny und Projektleiter Christian Schön im Interview. HERR DR. JENNY, DIE UMGESTALTUNG DER VILLA LEONHARDI GING RELATIV SCHNELL VON STATTEN. WIE KAM ES DAZU UND WAS SOLL AN DIESEM ORT IN ZUKUNFT PASSIEREN? Dr. Jenny: Als der Pachtvertrag des Restaurants am 1. Januar endete, wurde klar, dass für die Renovierung der Villa Leonhardi etwa drei bis fünf Millionen investiert werden müssen. Das wäre natürlich das Aus gewesen. Wir versuchen aus der Not eine Tugend zu machen und zusammen mit der Stiftung „Palmengarten und Botanischer Garten“ zunächst das Nötigste zu tun, damit wir das Haus nutzen können. Die Idee ist, dass wir im Palmengarten einen neuen, besonderen Ort bekommen, den es vorher so nicht gab. Das ehemalige Nobelrestaurant gehörte nie richtig zum Palmengarten. Als erstes war uns daher wichtig, für die Palmengarten-Besucher ein günstiges Restaurant anzubieten, etwas unkompliziertes, wo man einfach schnell vorbeischauen kann. Wir haben „Goose“ als Caterer ins Haus geholt, sie bieten momentan Waffeln und Getränke an, ihr Angebot soll noch ausgebaut werden. Unsere Mitarbeiter kommen jetzt auch zum Essen her, und viele haben mir gesagt, sie seien 20 Jahre oder länger hier, aber noch nie in der Villa Leonhardi gewesen. Das spricht eigentlich Bände. Darüber hinaus hatte Christian Schön die Idee, dass man in der Villa Leonhardi eine Art Alternative zu unserem tollen Palmengarten-Programm mit Veranstaltungen, Informations- und Kunstausstellungen, anbieten kann – einen Ort des etwas schrägen Vergnügens. WIE KANN MAN SICH DAS SCHRÄGE VERGNÜGEN VORSTELLEN? Dr. Jenny: Die Villa soll ein lebendiger Ort sein wo fast alles möglich ist. Wir möchten Ausstellungen anbieten, aber zum Beispiel auch Workshops, wie im Sommer morgens einen Yoga-Kurs mit anschließendem Frühstück. Es könnte auch einen Tanztee geben oder im Winter Lesungen oder ähnliches. Wichtig ist für mich auch, dass das Standesamt hier einen Raum bekommt, wo an bestimmten Tagen Trauungszeremonien stattfinden. Die Villa Leonhardi soll in Zukunft eine eigenständige, lebendige Ergänzung unseres Angebots sein. Dafür schaffen wir momentan die Strukturen. WIE WIRD DAS MIT DEM EINTRITT GEREGELT SEIN? Dr. Jenny: Da bin ich ganz streng: Wenn die Palmengarten-Kassen geöffnet sind, kommt man über den Palmengarten zur Villa. Nach Kassenschluss verliert der Palmengarten bei Abendveranstaltungen nichts, wenn das Haus von der Zeppelinallee zugänglich ist. Das einzige, wo ich da auch streng sein muss: Wir haben empfindliche Nachbarn, wir können also keine lauten Riesenfeten machen. Die Gärtner haben ein bisschen Angst, dass die Wiesen leiden, das wollen wir natürlich auch nicht. Aber ich glaube, wenn man versucht, rücksichtsvoll zu sein, und dabei auch offen mit den Regeln umgeht, klappt das. KÖNNTE DAS MOMENTAN ANVISIERTE DREIJÄHRIGE PROVISORIUM EIGENT- LICH AUCH LÄNGER DAUERN? Dr. Jenny: Diese Frage haben wir uns auch gestellt, und sie ist für mich relativ leicht zu beantworten: Das Haus wurde für Edelgastronomie gebaut, und die Erneuerung dieser Haustechnik ist sehr teuer. Mehr Edelgastronomie braucht der Palmengarten aber nicht, wir haben im Gesellschaftshaus das Sterne- Restaurant La Fleur. Wenn alles so läuft, wie ich mir das gedacht habe, haben wir in drei Jahren herausgefunden, was der Bedarf an dieses Haus ist. Und dann könnte man es mit vielleicht mit kleineren Mitteln modernisieren. WELCHES PROJEKT IST ALS ERSTES GEPLANT? Christian Schön: Es wird Anfang Juli eine Ausstellung geben, mit verschiedenen Künstlern, die Fotografie, Videokunst und Installationen zeigen. Der Titel lautet „BlümchenSex“. OH HA! Dr. Jenny: (lacht) Ja, wie gesagt, die Villa Leonhardi soll ein Ort sein, wo fast alles möglich ist. Aber natürlich in Formen, die wir verantworten können, wir haben ja auch Kinder und ältere Herrschaften als Gäste. Aber in dieser Ausstellung kann man schon ein bisschen rote Ohren bekommen! • Interview: Markus Pritzlaff / Björn Berndt Villa Leonhardi im Palmengarten, Infos zu Öffnungszeiten, Angebot und Veranstaltungen über www.facebook.com/villaleonhardi

19 Bühne Stuttgarter Ballett SALOMÉ Demis Volpi, Hauschoreograf des Stuttgarter Balletts, inszeniert in seiner neuesten Arbeit die Tragödie „Salomé“ von Oscar Wilde als Handlungsballett. Wildes Werk erregte bei seiner Veröffentlichung im Jahre 1891 größtes Aufsehen und wurde teilweise zensiert und gänzlich verboten, so dass es erst fünf Jahre später zur Uraufführung kam; Hauptkritik waren die Behandlung eines biblischen Stoffs und vor allem die offen dargestellte sexuelle Begierde der Salomé. In diesem Punkt zieht Volpi Parallelen zwischen der Titelfigur und Oscar Wilde selbst: Beide wurden letztendlich Opfer ihrer offenen gelebten Sexualität. Volpi hat für seine Choreografie erneut der Musik besondere Aufmerksamkeit gewidmet und Werke zeitgenössischer Komponisten ausgewählt: Neben Vladimir Martynov und Miminal-Komponist John Adams kommen Werke der hochgelobten britischen Violinistin Tracy Silberman zum Einsatz. Die Musikerin wird bei der Uraufführung am 4.6. sowie vier weiteren Vorstellungen persönlich spielen. •bjö 10.6., Staatstheater Stuttgart, Oberer Schloßgarten 6, Stuttgart, 19 Uhr, weitere Vorstellungen am 15., 17., 19., 21., 23., 25. und 26.6. sowie am 2. und 7.7., www.staatstheater-stuttgart.de FOTO: STUTTGARTER BALLETT MIT KORFF UND LUDEWIG IM PARTYKELLER Der Frankfurter Sänger, Autor und Moderator Bastian Korff hat sich mit Kabarettist, Sänger und Pianist Florian Ludewig (ex-Malediva) zusammenge- GEWINNE tan. Gemeinsam gehen sie mit ihrem Programm „Partykeller“ auf Tour und machen im Juni Halt in Frankfurt. Feine Alltagsphilosophien zwischen Melancholie und Albernheit, der Rock’n’Roll des täglichen Wahnsinns, charmant und gekonnt vorgetragen. Just erschienen ist auch die CD „Partykeller“ mit allen Songs des Programms. •bjö 2.6., Neues Theater Höchst, Emmerich-Josef-Str. 46a, Frankfurt, 20 Uhr, www.neues-theater.de FOTO: MARKUS HODAPP Über www.gab-magazin.de gibt es zwei handsignierte CDs „Partykeller“ zu gewinnen

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