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CSD Frankfurt 2016 – Liebe gegen Rechts"

Frankfurt CSD-Spezial 8

Frankfurt CSD-Spezial 8 LIEB’ GEIL – GEGEN RECHTS! FOTOS: STEPHAN MAKA, LIFE-PHOTO.COM Mit dem provokanten Schlachtruf „Lieb’ geil!“ und Mithilfe von Liebes-Botschafter Adrian H. (siehe unser Interview auf Seite 10), der Teil der Comedy-Truppe „Frankfurter Klasse“ ist, setzt der CSD Verein in diesem Jahr markante Zeichen auf Parade und Festplatz. CSD- Sprecher Joachim Letschert erklärt die Idee von „Lieb’ geil!“ und die weiteren inhaltlichen Schwerpunkte des CSD 2016. •bjö DER CSD POSITIONIERT SICH IN DIESEM JAHR GEGEN DEN RECHTSRUCK IN DER GESELLSCHAFT – ABER NICHT MIT EINER MAHNENDEN GESTE SONDERN MIT DEN MITTELN DER PERSIFLAGE. WIE KAM ES ZU DER IDEE UND GEHT IHR DAMIT NICHT DAS RISIKO EIN, MISSVER- STANDEN ZU WERDEN? Die Idee kam bereits vor längerem, da wir zur „Frankfurter Klasse", die die Figur des Adrian H. entwickelt hat, einen guten Kontakt haben. Zunächst wollten wir nur die Figur auf dem CSD auftreten lassen, haben daraus dann aber auch das Thema gestaltet. Natürlich können wir die „handelsüblichen Themen“ besetzen, es war uns aber immer ein Anliegen, zu polarisieren, zu provozieren und damit eben auch zum Denken anzuregen. Das bleibt bei Motti wie „Wir sind alle gleichberechtigt“ unseres Erachtens eher aus. Da sagt jede und jeder: „Ja, genau so“ und damit war‘s das. Missverstanden zu werden birgt auch immer die Chance, in Kontakt zu kommen und erklären zu können. Insofern nehmen wir das gerne in Kauf. Es ist sogar unsere Aufgabe, zu irritieren. Ansonsten könnten wir es bei einem schnuckligen Fest auf der Konsti belassen. Außerdem muss man zur Kenntnis nehmen, dass ein Teil der sogenannten rechtskonservativen Parteien rhetorisch in eine rechtsradikale Richtung abdriftet. Den Hitlergruß zu zeigen, empört oft nicht mehr und wird einfach so hingenommen. Gloria von Thurn und Taxis verkündete, dass „der Schwarze ja ganz gerne schnackselt“ und auch Sarrazin und Höcke kommen mit ihren genetischen Betrachtungen daher. Genau da aber muss man hinschauen. Wir wollen, dass diese Gefahr ganz klar gesehen wird, indem wir mit den Zeichen und der Rhetorik dieser rechten Gruppierungen agieren. Diejenigen, die das jetzt unerträglich finden, müssen sich vielmehr fragen wie sie sich verhalten, wenn das Ganze kein Spaß mehr ist, sondern bitterer Ernst wird. Genau das wollen wir. ES WIRD BEIM CSD MEHRERE POLITRUN- DEN GEBEN – IST DAS EINE REAKTION AUF DIE BUNDESTAGSWAHLEN IM KOMMENDEN JAHR? WELCHE POLITIKER SIND EINGELADEN, WER HAT SCHON SICHER ZUGESAGT? Wir haben zwei Politrunden mit PolitikerInnen von Land und Bund auf der großen Bühne und eine lokale Runde am Sonntag auf der Politik- und Kulturbühne. Die Bundestagswahl spielt hier natürlich eine Rolle, nicht zuletzt geht es ja immer noch um die Frage nach der Öffnung der Ehe. Das wird dann sicher auch ein Schwerpunkt sein. Mit den Kommunalpolitikern werden wir natürlich besprechen, wie sich das neue Römerparlament die Förderung von LGBTI*-Projekten gedacht hat. Hier haben wir übrigens auch die AfD eingeladen und sind sehr gespannt, wer sich anmeldet. Im vergangenen Jahr hatten wir zum Beispiel ziemliche Probleme, jemanden aus der CDU zu bekommen. Es bleibt also spannend. EIN WEITERER SCHWERPUNKT WIRD DAS THEMA TRANS* WERDEN; WIE SCHLÄGT SICH DAS IM CSD- PROGRAMM NIEDER? Wir freuen uns, dass Petra Weitzel von der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualiät dgti e.V. ein Grußwort an uns richtet, außerdem wird es auf der Politik- und Kulturbühne eine Diskussion mit Trans- und Intermenschen geben. Wir halten Aufklärung für extrem wichtig, denn selbst innerhalb der Community ist die Unsicherheit groß, diese Menschen anzusprechen, eben aus Angst, man macht irgendetwas falsch in der Ansprache. Insofern tut Aufklärung Not, was wir vor zwei Jahren ja bereits mit einer (Trans)Frau begonnen haben, die uns im Römer repräsentiert hat. IM VERGANGENEN JAHR HAT DER CSD NEBEN IDEELLER UNTERSTÜTZUNG SEITENS DER STADT AUCH FINANZIELLE HILFE GEFORDERT. WIE HAT DIE POLITIK DARAUF REAGIERT? Wir haben insofern Unterstützung bekommen, als Kontakte hergestellt wurden zu städtischen Einrichtungen, die sich beispielsweise im Bereich Sponsoring betätigen können. Hier konnten wir dann in der Tat bereits Einsparungen generieren, die uns sehr geholfen haben. Allerdings würden wir uns doch noch etwas mehr Engagement wünschen, wie es in anderen Städten durchaus üblich ist. Alles in Allem sind wir allerdings auf einem guten Weg und freuen uns, dass wir den Kontakt in den Römer so gut ausbauen konnten, wie er derzeit besteht. www.csd-frankfurt.de

17.07. - 25.09.2016 SÜNDE UND ERKENNTNIS DIE FRUCHT IN DER KUNST Chiquita Banana, 2006 © Mel Ramos Das Museum Sinclair-Haus zeigt die einzigartige Sammlung Prof. Dr. Rainer Wild, in der das Motiv der „Frucht“ in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts im Fokus steht. Zu sehen sind u.a. Werke von Pablo Picasso, Giorgio de Chirico, Emil Nolde, Paul Klee, Joseph Beuys, Andy Warhol, Karin Kneffel und Ai Weiwei. VERNISSAGE 17. Juli 2016, 11 Uhr | Der Eintritt ist frei! LITERARISCHES PICKNICK IM SCHLOSSPARK 27. Juli 2016, 19 Uhr | 15 € Abendliches Picknick mit Lesung rund um die Frucht. KONZERT IM HOF - Jazztrio „Hörbar“ 10. August 2016, 19 Uhr | 12 € PHILOSOPHISCHE STREIFZÜGE „Der Mensch ist, was er isst“ 11. August 2016, 17.30—18.30 Uhr 5 € zzgl. Eintritt MUSEUM SINCLAIR-HAUS Bad Homburg v.d. Höhe Löwengasse 15 www.museum-sinclair-haus.de

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