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GAB Februar 2019

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16 BÜHNE Zorn, Stolz,

16 BÜHNE Zorn, Stolz, Habgier, Faulheit, Völlerei, Unzucht und Neid: „Die sieben Todsünden“ lautet der Titel des Stücks von Kurt Weill und Bertolt Brecht, das auf drastischsarkastische Weise und mit bitterem Humor die Geschichte der Anna zeigt, die von ihrer Familie zum Geldverdienen losgeschickt wird. In der Neuproduktion „Die sieben Todsünden / Seven heavenly Sins“ von Anna-Sophie Mahler für die Staatstheater Stuttgart werden nicht nur die drei Sparten des Hauses, Oper, Schauspiel und Ballett, gemeinsam agieren, auch Popstar und Feministin Peaches ist Teil des Stücks; wir haben mit Peaches gesprochen. *bjö Peaches (Mitte vorne) mit Louis Stiens, Melinda Witham und Josephine Köhler (v.l.n.r.) DIE SIEBEN TODSÜNDEN SEVEN HEAVENLY SINS Peaches spielt an den Staatstheatern Stuttgart In Anna-Sophie Mahlers Adaption der „Sieben Todsünden“ erscheint Anna, die Hauptfigur, als vier verschiedene Personen, gespielt von vier verschiedenen Darstellern, Performern und Tänzern. Welchen Part spielst du? Bin spiele Anna, die Haupterzählerin, die im Hier und Heute lebt und über ihre Vergangenheit reflektiert. Annas Vergangenheit wiederum wird vom Tänzer Louis Stiens und der Schauspielerin Josephine Köhler dargestellt. Das Originalstück von Brecht und Weill übt starke Kritik am kapitalistischen System aber auch am Patriarchat, was beides ziemlich dominierende Aspekte unserer Gesellschaft sind. Was bringt Leute zum Beispiel dazu, alles für Geld zu tun, auch wenn das bedeutet, dass Selbstachtung FOTO: BERND WEISBROD und gegenseitiger Respekt dabei auf der Strecke bleiben? Du meinst, warum Leute alles für Geld tun? Ich denke, man muss lernen, was einem wirklich wichtig ist. Möchte man eine eigenständige Person sein, mit eigenen Moralvorstellungen und Dingen an die man glaubt, oder folgt man einfach nur dem, was allgemein als „das Richtige“ anerkannt und von einem erwartet wird bloß, weil das System eben so ist? Das Stück stellt dies in Frage und zeigt ziemlich deutlich, wie Menschen ihre Selbstachtung aufgeben, für ökonomische und soziale Konstrukte, die von einem unrealistischen und dysfunktionalen System gesetzt werden. Was würdest du als die Hauptbotschaft des Stücks beschreiben? Für mich ist immer die Infragestellung des Patriarchats die wichtigste Botschaft! Du bist für deine starken One- Women-Shows bekannt – aber diesmal bist du Teil eines Ensembles. Wie erlebst du die Gratwanderung zwischen „ich bin mein eigener Boss“ und „ich muss mich einfügen“? Eine gute Frage! Ich fühle mich definitiv am wohlsten als „One-Woman-Force“ und das wird auch in dieser Produktion definitiv ein Thema sein. Aber es ist genauso wichtig einen Schritt zurück zu treten, meine Botschaft in einer Gruppe und mit einer Gruppe zu verbreiten, und zu lernen, wie das funktioniert – für mich und für die Gruppe. Das war übrigens Annas Idee, wieso sie mich dabeihaben wollte. „Die sieben Todsünden / Seven heavenly Sins“, Premiere am 2.2. im Staatstheater Stuttgart, Oberer Schlossgarten 6, Stuttgart, weitere Vorstellungen im Februar und März, www.staatstheater-stuttgart.de Das komplette Interview mit Peaches gibt es auf www.blu.fm/gab Weinbar. Frankfurt. Ostend. Eliá Restaurant, Inh. Pavlos Maios Frankenallee 111, 60326 Frankfurt a.M. Tel.: 069-9731-9661 restaurant@elia-frankfurt.de Öffnungszeiten: So. bis Fr.: 11:30 - 14:30 und ab 17:00 Uhr Sa. ab 17:30 Uhr Warme Küche bis 14:00 bzw. bis 22:00 Uhr Louis-Appia-Passage 12 • 60314 Frankfurt am Main Tel.: 069 175 26 232 • Mob.: 0151 585 39 247 • www.eastgrape.de www.fb.com/eastgrape.bar.frankfurt www.instagram.com/eastgrape.frankfurt.ostend

FOTOS: REBEKKA WAITZ BREAKFAST BOWLS LUNCH Dinner DRINKS BÜHNE 17 Im arabischen Rössl BERLINER STRAßE 72 60311 FRANKFURT TEL: 069-668 18 522 www.mola-city.de Willy Praml hat der Kitsch- und Schunkel-Operette „Im weißen Rössl“ einen hübschen Schubs verpasst und das komplette Stück arabisiert. Dabei wird sich gleichermaßen satt aus den üppigen Klischeekisten des Orients wie des Okzidents bedient, was der ursprünglich eh schon überdrehten Operette fast schon groteske Züge verleiht. Hits wie „Im Salzkammergut da kammer gut lustig sein“ werden mit ungebremster Inbrunst auf deutsch und arabisch vorgetragen, es wird gejodelt und geschuhplattelt, aber in den knackigen Lederhosen stecken waschechte Syrer. Selbst Rössl-Wirtin Josepha Vogelhuber ist konvertiert, nennt sich Laila Bint Aladin und trägt Hijab zum Dirndl – beides natürlich in Glitzeroptik. Kapellmeister und Jazzmusiker Martin Lejeune hat die Originalmusik nicht nur mit arabischen Instrumenten besetzt, sondern auch die Arrangements meisterlich umgearbeitet. In der Produktion stecken also viel Herzblut, Engagement und Arbeit; und so steht das spielfreudige Ensemble am Ende einem restlos begeisterten Publikum gegenüber. „Das arabische Rössl“ ist für des Theater Willy Praml eine Fortsetzung der Arbeit mit Geflüchteten und Beheimateten und nach Kleists „Erdbeben in Chili“ und Lessings „Nathan der Weise“ die dritte Produktion der gemischten Truppe. *bjö www.dademit.de www.dademit.de Noch bis 10.3., Theater Willy Praml, Waldschmidtstr. 19, Frankfurt, 19:30 Uhr (sonntags 18 Uhr), www.theaterwillypraml.de Geiles Stück! Geiles Stück! Biss dann Biss dann Binding Leib & Seele, das Restaurant - Kornmarkt 11 - 60311 Frankfurt - Tel: 069 281529 Binding Leib & Seele, das Restaurant - Kornmarkt 11 - 60311 Frankfurt - Tel: 069 281529

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