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GESUNDHEIT FOTO: CC0/PUBLIC DOMAIN ONLINEHILFE Was tun, wenn die Seele leidet? Drei von vier HIV-Patienten bekommen im Laufe ihres Lebens mit dem Virus psychische Probleme. Nicht unbedingt als Nebenwirkung zu ihrer Therapie, sondern viel häufiger wegen Ausgrenzung im Alltag, im Beruf oder in der Partnerschaft. Schuld- und Schamgefühle sind immer noch an der Tagesordnung und werden durch hitzige Diskussionen in sozialen Netzwerken noch angefacht. „VIRENSCHLEUDER“ UND „SCHLAMPE“ Das sind zwei Attribute, mit denen HIV- Positive immer wieder konfrontiert werden. Uninformierte Kommentatoren projizieren ihre eigenen verinnerlichten Probleme mit Sexualität auf Menschen mit HIV, um sich selbst höherwertig, moralisch überlegen fühlen zu können. Unabhängig davon, dass ein HIV-Positiver in Behandlung eben gerade keine Virenschleuder sein kann, es sogar fast ganz unmöglich ist, dass er das Virus weitergibt, bleiben die negativen Unterstellungen nicht ohne Spuren bei Betroffenen. In einer Erhebung der Deutschen AIDS- Hilfe von 2016 gaben 31 Prozent der HIV- Positiven an, Scham empfunden zu haben. 42 Prozent berichteten über ein niedriges Selbstwertgefühl und 23 Prozent hatten schon einmal Selbstmordgedanken. WOHIN MIT DEN GEFÜHLEN? Im ärztlichen Alltag, selbst in den HIV- Schwerpunktpraxen, fehlt oft die Zeit, um psychische Probleme zielgenau anzusprechen oder zu diagnostizieren. Auch fällt es dem einen oder anderen starken schwulen Mann vielleicht schwer, mit einem Arzt über solche Themen zu sprechen. Viel wahrscheinlicher ist es, dass das Internet „Vertrauensperson“ für Anfragen ist. Das in den letzten Jahren Stück für Stück aufgebaute Portal MyMicroMacro hat sich des Themas „HIV und Psyche“ angenommen und bietet neben relevanten Informationen zu den einzelnen Themenbereichen wie Sucht, Depression oder Schlafstörung einen mit Fachleuten besetzten Expertenrat, der innerhalb kurzer Zeit auch individuelle Anfragen anonym beantwortet. *ck www.my-micromacro.net AUFRUF Lass dich kostenfrei impfen! FOTO: CC0/PUBLIC DOMAIN Hepatitis A ist eine vermeidbare Erkrankung, die für immungeschwächte und ältere Menschen gefährlich sein kann, aber auch für körperlich Fitte kein Spaß ist. Kondome schützen nicht vor einer Übertragung, eine Impfung aber schon. Diese ist für Schwule und Bisexuelle kostenlos. In Berlin ist seit letztem Jahr ein sprunghafter Anstieg von Hepatitis-A-Infektionen festzustellen. Trotz einer groß angelegten Kampagne sind seit November 96 Fälle registriert worden, davon mindestens 83 Prozent unter Männern, die Sex mit Männern hatten. Hepatitis A ist eine Leberentzündung, die durch verunreinigtes Wasser, Nahrungsmittel, Urin oder Kot übertragen wird. Im Zweifel reicht also der Schluck Wodka-Red-Bull aus dem Glas des Partyflirts oder eben das wilde Ablecken beim schnellen Sex, um sich zu infizieren. Doch das kann man verhindern. IMPFUNG IST KOSTENLOS Offizielle Empfehlung des Robert-Koch Institutes ist eine Impfung für Männer, die Sex mit Männern haben. Das bedeutet, dass die Impfung dieser Gruppe kostenfrei angeboten werden muss. Weigert sich dein Arzt, mache ihn auf die Impfempfehlung aufmerksam oder wechsele den Arzt! Die Impfung selbst kann auch in Kombination mit einer Immunisierung gegen Hepatitis B erfolgen, was kostengünstiger und mit der angemessenen Vorlaufzeit auch einfach sinnvoller ist. Während die Hepatitis-A-Impfung „noch am Flughafen“ vorgenommen wird (Hep A gilt landläufig als Reise- Hepatitis und wird bei Reisen in viele Länder empfohlen), führt die Kombiimpfung im Regelfall nach zwei Spritzen innerhalb von vier Wochen zur Immunisierung. Da es wenige Ausnahmen gibt, die nicht sofort auf die Impfung ansprechen, wird oft nach rund sechs bis zwölf Monaten noch eine dritte Impfung vorgenommen. Der Impfschutz hält bis zu dreißig Jahren, sollte aber spätestens alle zehn Jahre überprüft werden. *ck www.iwwit.de

SEI DER REGISSEUR DEINES LEBENS! HIV – Risiken minimieren, frühzeitig testen, individuell therapieren. www.viivhealthcare.de DE/HIV/0093/17 06.2017

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