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blu September 2016

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Stadtgespräch 10

Stadtgespräch 10 „Hoffnung, ein Stück weit etwas zu verändern“ FOTO: PAUL WEBER Interview NICO MÜLLER Siebenfach für den Echo nominiert und 1,7 Millionen verkaufte Tonträger mit ADORO – ein Unbekannter ist Nico Müller wahrlich nicht mehr. Wir tauschten uns mit dem Opernsänger, Gesangspädagogen und Darsteller über seine Leidenschaften und sein Leben aus. IM SOMMER HAST DU SOLO EIN ALBUM VERÖFFENTLICHT. DIE MUSIK WAR AN- DERS ALS DIE VON ADORO ... Ja, aber das war ganz bewusst so gewählt. Ich bin neben meiner eigenen sängerischen Tätigkeit Gesangsdozent für Musical und bereite viele Schüler auf die Aufnahmeprüfungen und Darsteller auf ihre Rollen im Musical vor. Die letzten Jahre wurde der Wunsch immer größer, einmal ein Album aus diesem Genre zu machen, jedoch blieb wenig Zeit neben der vielen Arbeit mit ADORO. Diese habe ich mir nun aber genommen, und so entstand diese Platte eher als Liebhaberprojekt. WAS FASZINIERT DICH AN MUSICALS? Ich war bereits Gastsolist in verschiedenen Musicals und konnte daher schon ein paar Rollen spielen. Ganz besonders hat es mir die Art und Weise des Gesanges angetan. Da man im Musical immer ein Mikrofon hat, ist es dort möglich, viel differenzierter mit dem Klang umzugehen. Ich kann dort leisere Töne singen oder etwas mehr über die Sprache gehen, um Situationen oder Gefühle wie Trauer, Leid, Freude, Ernsthaftigkeit, Verlust usw. darzustellen und bin trotzdem immer zu hören. In der Oper oder Operette muss man hingegen mit seiner Stimme immer über dem Orchester hörbar sein, und das ohne Verstärkung. Daher kann man die Stimme nur bis zu einem gewissen Maße zurücknehmen. DU SINGST OPER, HÖRST DU SIE AUCH ZU HAUSE? Ich gebe zu, dass ich derzeit selbst so viel singe und unterrichte, dass bei mir zu Hause manchmal einfach Stille herrscht. Das hat gar nichts damit zu tun, dass ich es nicht mag, aber so behalte ich mir meine innere Ruhe. Wenn aber Oper, dann bin ich ein großer Puccini-Fan. WAS ERFÜLLT DICH SONST NOCH? Musikalisch gesehen, wie oben schon angedeutet, das Unterrichten. Ich finde es wunderbar zu sehen, wie sich Schüler im Singen weiterentwickeln und entfalten und freue mich immer bei Erfolgen meiner Schützlinge. Privat genieße ich es, mit Freunden und meiner Familie gemeinsam Zeit zu verbringen. Ob beim Kochen, Reisen, Filmeschauen ... es ist wunderbar, viele liebe Menschen um sich zu haben. Und natürlich die Zeit mit meiner Hundedame DIVA, die ihrem Namen alle Ehre macht. Sie möchte, wenn sie nicht gerade ein Nickerchen hält, auf jeden Fall im Mittelpunkt stehen. WAS INSPIRIERT DICH? Andere Menschen, die Hoffnung ein Stück weit etwas zu verändern, Menschen für eine gewisse Zeit in eine andere Welt zu entführen. WANN WAR DEIN BESTES ALTER? Das ist eine recht schwierige Frage, aber wenn ich so darüber nachdenke, ist gerade so mit Anfang/Mitte dreißig mein bisher bestes Alter. Kann natürlich sein, dass es noch besser wird. Das erzähl ich dann beim nächsten Interview ... •Interview: Michael Rädel www.mueller-nico.de

Ausstellung #KUNSTDARFDAS Im C/O Berlin am Bahnhof Zoo ist noch bis zum 25.9. die Kunst von Sasha Kurmaz zu erleben. Und dessen Werk provoziert. Der 1986 in Kiew Geborene kommt eigentlich aus der Graffiti-Szene. Eine Community, in der es üblich ist, Wände mit seinen Initialen/Symbolen zu markieren, zu taggen. Solch eine Wand „gehört“ dann diesem Sprayer, der stadtplanerisch beabsichtigte Effekt ist verändert (manch einer würde sagen: ist zerstört). Und genau so macht es Sasha Kurmaz jetzt mit seiner Kunst. Teils explizit sexuelle Bilder werden bewusst und willkürlich zwischen Seiten von Büchern in Buchhandlungen platziert, Werbung an öffentlichen Orten durch Bilder von Obdachlosen ersetzt, Werbebanner ihrer Texte beraubt. Kurmaz löscht somit jede kommerzielle Information und erzeugt einen neuen Kontext, der zum Denken anregt. „Ich greife gerne in bestehende Zusammenhänge im öffentlichen Außen- und Innenraum ein“, so Sasha Kurmaz ganz knapp dazu – und er mischt diese Aktionen gerne mit der Kunst der Fotografie. Eine wertvolle Ausstellung. •rä Bis 25.9., Talents 38 . Method, C/O Berlin, Amerika Haus, Hardenbergstr. 22 – 24, U/S Zoologischer Garten, tägl. 11 – 20 Uhr, www.co-berlin.org www.jor.com.de POP UNDERWEAR & SWIMWEAR Ausstellung RAUM DER ERFAHRUNG 2016 ist ein bewegendes Jahr. Vom Ableben David Bowies über den Unfalltod von Denis Reed bis hin zum Massaker von Orlando – die schlechten Neuigkeiten bestimmen scheinbar das Leben. Ein guter Grund, sich auf Kunst einzulassen, die neue Erfahrungen verspricht. So lädt Bernd Kolb noch bis zum 30. September jeden dazu ein, seinem wahren Selbst zu begegnen. Auf Asienreisen hatte das ehemalige Vorstandsmitglied für Innovation der Deutschen Telekom „wunderbare Begegnungen“, die er fotografisch festhielt und jetzt ausstellt. Bernd Kolb traf die, „die die Weisheit bewahren“: Fromme, Weise, Alte. Und das will er nun mit allen teilen, aber nicht irgendwo, sondern in den alten Gemäuern der Malzfabrik in Berlin. Hier wird die Seele, in altindischem Sanskrit „Atman“ genannt, wahrlich berührt! •rä www.malzfabrik.de FOTO: SASHA KURMAZ FOTO: SASHA KURMAZ Deutschland: Bodysphere / BOYZ „R“ US – Berlin Dessous for you – Schwarzenberg, Erzgb. Erotik Paradies – Ravensburg Hautnah – Großenhain, SN MANstore – Dortmund Kurvenreich – Schwäbisch Gmünd Maute Benger – Stuttgart SCUBS – Hamburg SEBAS`S Fashion / SpeXter – München STEFAN am Marstall – Hannover Trés Jolie Badeboutique – Duisburg Bruno´s Filialen – München, Köln, Berlin, Hamburg Niederlande: THE BODYWEARSTORE – Den Haag Österreich: Suza Wäsche für Sie und Ihn – Altenmarkt i. Pongau Luxemburg: TOP SECRET – Wemperhardt Exklusiv Distributor:

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