Aufrufe
vor 10 Monaten

blu Oktober 2018

  • Text
  • Berlin
  • Mehringdamm
  • Musik
  • Amalgam
  • Lychener
  • Wriezener
  • Schwule
  • Berliner
  • Karaoke
  • Warschauer

MUSIK TIPP JORIS „Ich

MUSIK TIPP JORIS „Ich hatte gar nicht daran gedacht, auf die roten Teppiche zu kommen.“ Und plötzlich hat es wirklich geklappt, fast als hätte es gar nicht anders laufen können. Man ist erfolgreich. Gleich mit dem ersten Album „Hoffnungslos hoffnungsvoll“ auf Platz 3 der Charts und alle Welt kennt einen. Doch selbst wenn es, wie bei Joris, so wirkt, als hätte er sein Leben lang darauf hingearbeitet – inklusive Ausbildung zum Instrumentenstimmer und dem Studium an der Popakademie in Mannheim –, ist es dann doch ein kleines Wunder. Und wie er selbst sagt, „nur weil man Musik macht und sich für alles drumherum schon immer interessiert hat, heißt das ja noch nicht, dass man auf einer Bühne stehen darf.“ Ihm ist klar, was für ein Glück das ist. „Ich glaube nicht, dass man den musikalischen Erfolg so planen kann. Da gehört der Zeitgeist dazu, die richtigen Menschen zur richtigen Zeit und so vieles mehr. Und natürlich ist es die große Erfüllung des Traums für mich als Musiker, wenn ich plötzlich auf den großen Festivals, wie dem Hurricane oder Deichbrand spielen darf, von denen ich immer geträumt hab.“ Vielleicht war es seine Offenheit und die damit einhergehende Einstellung, die ihm geholfen hat, denn einerseits hat er immer Musik gemacht und immer Musik geschrieben, aber ebenso lebte er intensiv eine Phase, in der er sich vorstellen konnte, hinter den Kulissen zu landen und dort ebenso voll und ganz aufzugehen. Darum findet er es manchmal auch absurd, wenn er über rote Teppiche geht und im Blitzlichtgewitter steht, obwohl er bisher jedes Angebot, Teil von Fernsehjurys zu werden, ausgeschlagen hat und so viele Menschen gar nicht wissen, wie er aussieht. „Ich hatte gar nicht daran gedacht, auf die roten Teppiche zu kommen. Deswegen würde ich mich nicht verdrehen … aber es ist dann doch ein schöner Moment, wenn man wie bei einer 1LIVE Krone dabei sein darf. Und man weiß, danach gibt es echt eine gute Party“, lacht er. „Das ist dann schon okay.“ Über sein neues Album sagt er einfach: „Es ist progressiver geworden, mehr nach vorne und mit mehr Mut zur Verrücktheit.“ Das hat viele Gründe – wie die Erfahrung des Tourens und die völlig neuen Möglichkeiten, die sich für ihn nun ergeben, wo er in den besten und gut ausgestatteten Studios arbeiten kann. Aber auch das selbst gemachte Umfeld war wichtig. „Ich war ein paar Monate weg zum Schreiben in Spanien. Wir haben uns dort ein kleines Studio gebaut und viel Neues ersponnen.“ Natürlich kann man in so einem Umfeld auch schnell prokrastinieren, sich verzetteln oder abgelenkt sein. Wie war denn die Arbeitsmoral? Joris lacht: „Es waren auch viele Freunde da, das Haus war immer irgendwie voll. Und wir nahmen uns viel Zeit zum Essen oder auch zum Feiern. Aber trotzdem haben wir es geschafft, jeden Tag zwei bis drei Stunden in einem tollen Spirit zusammenzukommen. Das ist dann oft auch besser, als den ganzen Tag im Probenraum zu sitzen. Es hat mir geholfen, ein bisschen zu reisen und weg zu sein, gute Gespräche zu führen, rauszugehen – mit dieser neuen Energie war viel Platz für neue Musik und Kreativität da.“ Diese Energie haben sie dann auch perfekt umgesetzt – mit „Schrei es raus“ wird Joris definitiv nicht verloren gehen. *fis FOTO: KLAUS SAHM

MUSIK FOTO: UNIVERSAL MUSIC ROSENSTOLZ: COMEBACK?! NACHGEFRAGT Obwohl das Produzentenduo aus Ulf Leo Sommer und Rosenstolz-Mann Peter Plate durch zahlreiche Produktionen für Sarah Connor oder zuletzt Barbara Schöneberger nie ganz vom Radar verschwunden war und auch AnNa R. mit Gleis 8 durchaus weiter sichtbar blieb, hatte man von den Arbeiten am Rosenstolz-Comeback tatsächlich so gar nichts mitbekommen. Nun erscheint also mit „Lass es Liebe sein“ eine richtig große und vor allem von AnNa und Peter selbst zusammengestellte Werkschau mit remasterten und teilweise neu eingespielten Rosenstolz-Hits sowie vier bisher unveröffentlichten Liedern. In verschiedenen Varianten – von der Bestof-Doppel-CD bis zur „Vier-CD-plus-DVD“- Version mit 77 Titeln. *ck Warum hast du wieder Lust bekommen, dich mit Rosenstolz zu beschäftigen? Als AnNa und ich uns entschieden hatten, in die lange, unbestimmte Pause zu gehen, hatte ich erst mal auch lange Zeit gar keine Lust mehr, alte Songs zu hören. Ich wollte mich davon auch frei machen. Neu anfangen. [...] Auslöser für das Wieder-damit- Beschäftigen war mein Freund. Als wir Auto fuhren – mein Freund fährt, ich natürlich nicht – hat er irgendwann gemeint: „Kann ich das mal hören, dieses Rosenstolz?“ Und so ging es los. Ich hab mich dann immer wieder an „Wenn es jetzt los geht“ erinnert – AnNa und ich hatten davon mehrere Fassungen aufgenommen. [...] „Ich trag heut Weiß (denn du bist tot)“ klingt nach einem typischen Titel aus den 1990ern ... Absolut. Wir haben es damals nicht weiterproduziert. Wir hatten „Die schwarze Witwe“ und „Vampir“ – AnNa hat in der Phase so viele Männer umgebracht, da passte das einfach nicht auch noch. (lacht) Den Song haben wir auch noch mal komplett neu produziert und er wird, glaube ich, am meisten polarisieren. Klingt ein wenig wie Pet Shop Boys und Stock Aitken Waterman mit AnNas Operngesang drüber. Das große Interview findet ihr auf www.blu.fm. Alle Infos zu den verschiedenen Versionen von „Lass es Liebe sein“ auf www.rosenstolz.de. TOUR Nana Mouskouri Die Erfolgsgeschichte von Nana Mouskouri begann 1961 mit dem Sensationshit „Weiße Rosen aus Athen“, der sie über Nacht zu einem gefeierten Star machte. Es folgten unzählige Hits wie zum Beispiel „Only Love“, „Guten Morgen Sonnenschein“ und „Einmal weht der Südwind wieder“, für die sie mehr als 300 Goldene, Platin- und Diamantene Schallplatten erhielt. Jetzt kommt die Legende live auf „Forever Young Tour“ und macht u. a. in Köln, Bremen und Frankfurt Station. *rä TOUR Michelles Tabu „Tabu – LIVE“ ist die Fortsetzung einer künstlerischen Offensive, die Schlagersängerin bereits mit der Veröffentlichung ihres Albums „Tabu“ eingeleitet hat. Mit einem neuen und erstklassigen Team junger und progressiver Liedschreiber und Produzenten im Rücken balanciert sie gekonnt auf der Grenze von Schlager und Pop. Beteiligt waren u.a. Joe Walter (Glasperlenspiel, Felix Jaehn), Stephanie Stumph (Helene Fischer), Thorsten Brötzmann (Kerstin Ott, Matthias Reim, Ben Zucker) sowie Peter Plate und Ulf Sommer (Rosenstolz, 2raumwohnung, Sarah Connor). www.semmel.de www.myticket.de

Magazine

Abrigo
blu Gesundheit 2017
After-Show-Dinner von und mit Ricardo M.
27. Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg • Programmheft
STIGMAfighter im Einsatz gegen Ausgrenzung
hinnerk August 2016
hinnerk Hamburg Juli 2016
hinnerk Bremen/Hannover Juli 2016
gab Juli 2016
blu Juli 2016
blu Mai 2015
Regionalseiten
blu.fm Webseite

Unsere News

About us

blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.