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blu November / Dezember 2019

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BUCH WAS IST HEIMAT?

BUCH WAS IST HEIMAT? LEBEN Die Journalistin Ilka Peemöller hat ein Buch geschrieben über ein nicht nur heute von vielen als schwierig empfundenes Thema: Heimat. Der Anblick von Tannen im Frühlingswind, tosendes Meeresrauschen, der Duft von frisch gebackenem Apfelkuchen oder auch Pferdemist im Herbst. Aber auch die großen Taten großer Persönlichkeiten, all das kann Heimatgefühle auslösen. Doch darf man denn stolz sein auf seine Herkunft? Wie geht man damit um, wenn man sie verlassen muss? Wie geht unsere Gesellschaft mit denen um, die ihre Heimat verlassen mussten? Und vor allem: Was ist Heimat eigentlich? In ihrem Buch „Heimat“ lässt sie Prominente zu Wort kommen. Wotan Wilke Möhring, Michael Michalsky, Heino(!), Claudia Roth oder auch Udo Lindenberg und H.P. Baxxter von Scooter kommen zu Wort, mal knackig, mal tiefsinnig aber immer unterhaltsam. Der Sehnsuchtsbegriff Heimat in all seinen Bedeutungen – unterhaltsam. *rä Blu Puppy Hood.pdf 1 15.10.2019 16:49:14 GEDICHTE Schwule Kunst vom #Bodensee Zugegeben, an manchen Tagen wird man melancholisch am Bodensee. Der Blick auf die mächtigen Alpen, die weiten Wassermassen mit einsamen Schiffen, der Nebel, der Regen, die dunklen Wälder, die teilweise in den See hineinwachsen. Sehnsucht mischt sich mit Fernweh. C M Y CM MY CY CMY K Manch einer fährt erst gar nicht (mehr) gerne runter an die südliche Außengrenze Deutschlands, weil ihn der mitunter schwer und tief hängende Nebel fertigmacht – egal wie schön der Wald, fruchtbar die Felder und liebenswert schrullig die Menschen dort sind. In seinem beim Rimbaud Verlag erschienenen Buch „Mylord“ versammelt der Konstanzer Buchautor und Dichter Peter Salomon schwule Gedichte aus den Jahren 1972 bis 2019. Diese sind freilich nicht immer melancholisch, es geht um Beziehungen, (Sehn-)süchte und queeres Selbstverständnis – und auch mal um den Penis! *rä www.rimbaud.de

KALENDER 51 FOTOS: TITANIKBAR INTERVIEW Björn Trenker aka UNCONSCIOUS HONEY Deutschland hat einen vitalen musikalischen Underground, der international wegweisend ist in Sachen Elektro, Chill-out und Klubmusik. Ganz neu dabei ist Björn Trenker aka Unconscious Honey, der unlängst seinen Track „Sleepless“ präsentierte. Die Idee sei es, „Unschärfen in Pop-Präzision zu übersetzen“. Für Björn „fühlt es sich an, als würde man ein staubiges Schmuckstück in einem überfüllten Keller finden und es sich zu eigen machen“. Inspiration kommt ihm zudem von so unterschiedlichen Quellen wie John Cassavetes Film „Eine Frau unter Einfluss“, Stanley Kubricks Science- Fiction-Klassiker „2001: A Space Odyssey“ oder auch Tragisches aus seinem Privatleben ... Aber auch das Schöne! Denn sonst würde nicht so ein Track herauskommen, bei dem sein Mann (und Mitproduzent) Snax scherzend sogar etwas Betty Boo entdeckt – hm, da müssen wir nochmals genau hinhören. Hier ist das Interview. Wie entsteht bei dir ein Lied? Meist geht es mit den Lyrics los, dann kommen die Melodien. Musik hat mich schon immer fasziniert, ich hatte sogar schon eine Band – allerdings ohne Veröffentlichung – und hatte dafür schon Lieder geschrieben. Letztes Jahr kam ich wieder auf die Idee, etwas zu schaffen ... Meine Schwester erkrankte an Krebs und verstarb auch ... Ich hatte den Drang, eine Art Abschiedsbrief zu schreiben, zudem merkte ich auch, dass ich meine kreativen Impulse ernster nehmen will. Ich spiele kein Instrument, aber ich konnte alles – erst mal nur für mich – am Computer mit Softsynths umsetzen. Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Snax? Als Partner hat er mich emotional unterstützt, an den Tracks selbst war er erst recht spät beteiligt. Ich habe das erst geheim gehalten, er ist ja auch Musiker, erfolgreich, da wartet man erst ab. Dann habe ich Paul (Snax, Anm. d. Red.) angesprochen, er ist ja vom Fach! Durch Snax habe ich gelernt, wie man als Produzent arbeitet, dann haben wir die Tracks zusammen beendet. Mich erinnert deine Musik auch etwas an Kraftwerk. Hm, ja, kann sein. Sie sind aber nicht meine erste Inspiration. (lacht) Aber durch Streaming kann man natürlich immer alles durchhören. Wenn ich an einem Song arbeite, suche ich meine Inspiration lieber in Gegensätzen oder Kontrasten, dann zum Beispiel bei Lil Kim. Am Vocoder reizt mich der androgyne Effekt. Du seist keine Rampensau, hast du gesagt, wie setzt du deine Musik live um? Eher durch eine Installation oder mit einem DJ … wobei ich sehr gerne tanze! Bewegung ist mir wichtig, etwa im Berghain bin ich ab und zu gerne. Welche drei Lieblingslieder hast du denn? Warum diese? Isis Salam feat. Kruse and Nuernberg „Let Go“ (2014) – Dieser Song reißt mich immer wieder mit. Broods „All Of Your Glory“ (2017) – Ein Albumtrack ... Im letzten Jahr haben mir einige Songs dieser Band immer wieder Trost geschenkt. Róisín Murphy „All My Dreams“ (2018) – Der Song ist für mich ein absolutes Highlight des letzten Jahres. Ich liebe den zufällig wirkenden Sound am Anfang. soundcloud.com/unconscioushoney *Interview: Michael Rädel

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