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blu November 2017

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8 BÜHNE INTERVIEW DIE

8 BÜHNE INTERVIEW DIE GESCHWISTER PFISTER Ursli und Toni pfistern wieder: Im Oktober zieht die Bar jeder Vernunft nach Wien. Natürlich nur im Geiste. Wir sprachen mit Toni über die neue Show „Ohne di’ da geht’s halt net“. FOTO: FOKKE Ihr mimt das österreichische Idealpaar Czapek. Was sind Hilde und Richard für Menschen? Ganz einfache Leute, kleine Leute aus dem Volk mit einer großen bürgerlichen Sehnsucht. Ihr größtes Glück ist das Wienerlied, der Heurigenbesuch. In ihren Liedern beschwören sie die alte Zeit, singen von der Wiener Vorstadt, vom Wein und natürlich von der weltbekannten Wiener G’miatlichkeit. In unserer Show wird daraus eine großartige Liebesgeschichte. Und weil wir in Wien sind, spielt selbstverständlich auch der Tod eine Rolle. Wie leicht kann man sich – als Deutscher und Schweizer – in die Wiener Grundstimmung bringen? Weißwein hilft da sehr. Brünnerstrassler, Kellergassler, dann der aus Gumpoldskirchen ... Die Liste ist lang. Wie gut, dass wir das Programm in Berlin in der „Bar jeder Vernunft“ spielen, wo alle diese Weine nicht nur besungen, sondern sogleich von den Zuschauern gekostet werden können. Erwischt ihr euch dabei, dass manchmal Ursli oder Toni und nicht ihr selbst an der Supermarktkasse steht oder irgendwo einen Parkschein zieht? Übernehmen die Rollen manchmal das eigene Leben? Nein. Ursli und Toni sind Kunstfiguren, die ausschließlich auf der Bühne existieren. Wann kam euch die Idee für die neue Show? In dem Fall war es ein LP-Cover. Wir haben das Programm ja nicht gesucht, ich bin per Zufall am Radio auf ein Lied der Czapeks gestoßen und habe mir auf eBay eine ihrer LPs ersteigert, nur so aus Neugierde. Als ich das Cover dann in den Händen hielt, war mir sofort klar, was zu tun ist. Eingeschlagen wie eine Bombe ist das bei mir, Widerstand war zwecklos. *Interview: Dennis Stephan Bis 19.11., Ursli & Toni Pfister: Ohne di’ da geht’s halt net, Bar jeder Vernunft, Schaperstr. 24, Mi – Sa 20 Uhr, So 19 Uhr

„ ... makaber, schräg – oder aber eben witzig ...“ BÜHNE 9 NACHGEFRAGT OLIVER GABBERT Er ist Manni beim Erfolgsstück „Zwei wie Bonnie & Clyde“, einer abgedrehten Krimi-Komödie, die im Sommer abräumte und im Herbst wieder aufgenommen wurde. Gerade hatte „Ein Mord wird angekündigt“ Premiere. Wir sprachen mit dem Schauspieler. In dem Stück „Zwei wie Bonnie & Clyde“ musstest du die Leute auch zum Lachen bringen. Ist das schwieriger, als einfach „nur so“ zu unterhalten? Nicht unbedingt. Ernste Stücke sind in jedem Fall genauso schwierig, nur eben auf einer anderen Ebene. Die Gefahr bei einer Komödie besteht allerdings immer darin, das Lustige mitspielen zu wollen oder sich auf „Gags“ zu versteifen, was dann aber genau ins Gegenteil umschlägt. Das macht den Probenprozess so schwierig. Durchaus hat man aber vorab einige Ahnungen zu gewissen Pointen, die dann auch in der Realität zünden. Das ist dann natürlich super! (grinst) Fokussiert man sich dann bei der nächsten Aufführung auf diese Stelle? Nein, das wäre gefährlich. Jedes Publikum ist unterschiedlich und reagiert ganz individuell. Wichtig ist es, die Geschichte, die Situation ernsthaft rüberzubringen und die Zuschauer teilhabenzulassen an der Absurdität dessen. Die Komik entsteht demnach aus dem Umgang mit dem Konflikt der agierenden Figuren und wirkt daraus makaber, schräg – oder aber eben witzig. „Ein Mord wird angekündigt“ – ist das neue Stück eher lustig oder spannend? Dieser Agatha-Christie-Klassiker ist eher spannend, obwohl er auch durchaus seine witzigen Momente hat. (grinst) Es handelt von einer scheinbar glücklichen Idylle, die durch verschiedene Umstände dramatisch wird ... Es geht um ein Erbe, um viel Geld – ein Versteckspiel mit nicht leicht durchschaubaren Täuschungsmanövern. *Interview: Michael Rädel www.kriminaltheater.de TANZ NOSTRADAMUS Das legendäre ungarische Tanzensemble ExperiDance bringt mit „Nostradamus – Wanderer der Welten“ eine unvergessliche Show auf die Bühne. Spektakuläre Choreografien, bekannte Melodien und Hauptdarsteller Michael Robert Rhein, Sänger der Mittelalter-Rockband In Extremo, nehmen mit auf eine Reise der besonderen Art. Nostradamus geht mit seiner Ehefrau auf eine Weltund Zeitreise. Er will ihr etwas Gutes tun und ihr zeigen, dass seine Prophezeiungen wahr geworden sind. Sie reisen nach Spanien, Australien, Indien und Japan. Die Rundreise behandelt auch verschiedene historische Epochen: In Ägypten sind sie Zeugen der Liebe von Kleopatra und Julius Caesar, in aller Eile verlassen sie Transsylvanien auf der Flucht vor Dracula – und dann swingt Elvis in Las Vegas. Die Tänzer und Tänzerinnen der ungarischen Compagnie ExperiDance unter der Leitung von Sándor Román begeisterten das Publikum bereits in zwölf Ländern. Über zwei Millionen Zuschauer besuchten ihre Vorstellungen. Für ihre einzigen Auftritte in Deutschland kommen sie im November nach Berlin. 7. – 11.11., NOSTRADAMUS – Wanderer der Welten, Admiralspalast, Friedrichstr. 101, U/S Friedrichstraße, www.experidance.de

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