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blu November 2017

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4 STADT Community

4 STADT Community K.-O.-TROPFEN Vor allem, aber nicht nur, in Bars und Klubs, wo es vor allem um Sex und Cruising geht, kommt es immer wieder vor, dass Männern „K.-O.-Tropfen“ (heimlich) ins Getränk gemischt werden. Aber auch auf Jahrmärkten und Raves kann es passieren! Die Täter nutzen die Lage des Opfers dann schamlos aus: Heben Geld vom Konto ab, rauben es aus – oder vergewaltigen es auch. Was man tun muss, wenn es passiert ist, erfährst du hier: www. ko-tropfen-nein-danke.de. Einen Tipp können wir dir aber schon hier geben: Lass Dein Getränk NIE unbeobachtet, egal, wo du bist. *rä 4 JAHRE NEUKÖLLN Und schon wieder findet das SchwuZ einen Grund, zu festen: „4 Jahre SchwuZ am Rollberg – Your Kiezdisko Loves You! Die große Party zum SchwuZ-Jubiläum“ heißt es am 18. November. blu gratuliert! Mitmachen werden u. a. Aérea Negrot, Warbear, Alan Oldham, Absinthia Absolut, Bambi Mercury, Candy Crash und Modeopfer. Gut zu wissen: Der Solischnaps ist mit und für die SchwuZ-Nachbar_innen der ‚MoRo Seniorenwohnanlage‘. Eine feine Sache, das. *rä INTERVIEW KIPPA TRAGEN ODER HAND IN HAND SPAZIEREN? Alleine die Frage ist eine Zumutung! Vom 4. – 12. November finden sie wieder statt, die „Jüdischen Kulturtage“, Zeit, einmal über Homophobie und Antisemitismus zu sprechen, wir erreichten Stefan Hensel von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG). Was macht die DIG? Und was machst du dort? Ich bin Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Hamburg, dem zweitgrößten Landesverband. Wir sind eine Freundschaftsorganisation mit Israel, die größte Organisation dieser Art in Deutschland. Also größer als zum Beispiel die Deutsch-Französische oder die Deutsch-Polnische Freundschaftsorganisation. Du bist schwul, Volker Beck, als ein prominentes Mitglied eures Vereins ist schwul – gibt es ein besonderes Interesse von Homosexuellen an Israel? Ich glaube ja. Es gibt eine gewisse Sensibilität für die Belange von Minderheiten. Und es gibt in der jüdischen Diaspora eine hohe Offenheit auch in Fragen einer schwul-lesbischen Community aus der eigenen Minderheit heraus. Außerdem haben viele Schwule erkannt, dass Israel der einzige Ort im Nahen Osten ist, wo sie hinreisen können und eine gute Zeit haben. Ihr seid regelmäßig bei den CSDs dabei ... Wir sind schon lange bei eigentlich fast allen größeren CSDs mit Ständen und manchmal auch in Kooperation mit Parteien oder anderen Vereinen mit Trucks dabei. Wie erlebst du selbst Antisemitismus in Deutschland, und ist so eine Erfahrung mit Homophobie vergleichbar? Die Zahlen zeigen eine sehr verdichtete bzw. kohärente antisemitische Haltung in Deutschland. Man muss dabei aber noch unterscheiden, wie die Menschen Israel sehen und wie sie Juden sehen. Insgesamt ist das Problem von in Bedrängnis geratenen Minderheiten aber durchaus wachsend. FOTO: XIN DENG Wie gehst du damit um, dass man in Berliner Stadtteilen wegen einer Kippa beleidigt oder sogar angegriffen wird … und Ähnliches auch passiert, wenn man offen schwul auftritt? Das ist eine sehr persönliche Haltungsfrage, was man sich selbst zutraut. Und alleine diese Feststellung ist schon eine Zumutung. Ich war gerade in Österreich in Zell am See im Urlaub. Das ist hier wie Saudi-Arabien: fast nur vollverschleierte Frauen. Hier gibt es 70.000 arabische Gäste auf 10.000 Einwohner. Als ich und mein Freund aus dem Hotel raus sind, lief gerade lustigerweise ein orthodoxer Jude vorbei – und wurde natürlich von den arabischen Touristen angeguckt. Und wir auch. Schon ein seltsames Gefühl, wenn man weiß, dass die einen in ihrer Heimat töten würden. Aber hier war eben alles in Ordnung. Es ist Österreich und gleichzeitig beobachteten die Einheimischen die Touristen und den orthodoxen Juden. Wir sind aber trotzdem nicht lange geblieben. Was macht die DIG sonst? Wir sind eine politische Organisation. Viele gerade ältere nichtjüdische deutsche Mitglieder sind sicherlich wegen eines besonderen Geschichtsbewusstseins mit dabei. Es gibt aber viele jüngere Mitglieder, die ein ganz anderes Verständnis haben, für die hat das Engagement etwas mit Demokratie, Menschenrechten und individueller Freiheit zu tun. Diese Position wird immer stärker. Unsere Tätigkeitsfelder sind daher auch sehr vielfältig. Das geht von Tierschutz über Bewässerung über internationale Zusammenarbeit. Das queere Thema ist allerdings eines, in dem man viele Punkte machen kann. *Interview: Christian Knuth Den kompletten Artikel findest du auf www.blu.fm www.deutsch-israelische-gesellschaft.de

VIP Ein Selbstinterview: ROSA VON PRAUNHEIM Juwelia Soraya betreibt eine kleine queere Galerie in der Berliner Sanderstraße. Die mutige Sängerin, die queere Punk-Diva, ist auch mit Thema des neuen Kinofilms von Rosa von Praunheim. „Überleben in Neukölln“ startet am 23. November, und etwa dann hat auch Rosa von Praunheim Geburtstag – nämlich am 25.11. STADT Mord (The Play That Goes Wrong) auf Schloss Haversham von Henry Lewis Jonathan Sayer Henry Shields 5 Gut zu wissen: Genau an Rosas 75. Geburtstag eröffnet in der Galerie Raab in Berlin eine Ausstellung mit seinen aktuellen Bildern, für Januar 2018 ist am Deutschen Theater die Uraufführung seines Theaterstücks geplant – und im Frühling widmet die Akademie der Künste in Berlin der Zusammenarbeit von Rosa von Praunheim, Elfi Mikesch und Werner Schroeter eine Ausstellung namens „Abfallprodukte der Liebe“. Anlässlich seines 70. Geburtstags im Jahr 2012 führten wir ein Interview mit dem Künstler. Zu seinem 75. tat er dies selbst. *rä Sie werden 75 Jahre alt. Wie geht es Ihnen, Herr von Praunheim? Eine Mischung aus Verwunderung, Angst und Euphorie. Angst? Angst vor Krankheiten, Schmerzen, Demenz, aber neben der Angst ist auch viel Euphorie, weil ich versuche, jeden Tag zu genießen, und ständig neue Projekte im Kopf habe. Ich beginne jeden Morgen damit, ein Gedicht zu schreiben, und stelle mir vor, ich sei selbst ein Gedicht, etwas sehr Kostbares. Ja, wenn ich auf mein Leben zurückblicke, bin ich ein Glückskind. Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod? Grundsätzlich bin ich ein Allesgläubiger. Alles kann sein, was wir uns in unserer Fantasie vorstellen können. Und ich glaube an den Sex nach dem Tode, der wird wunderbar. Vorher werde ich aber noch eine große Geburtstagsshow zu meinem 75. in einem Neuköllner Kino machen. Das darf Berlin nicht versäumen. Und ich verspreche, auch posthum Filme zu machen. Anna Thalbach Anna Carlsson Boris Aljinović Thomas Schendel Martin Schneider Guido Föhrweißer Guntbert Warns Klaus Christian Schreiber Renaissance-Theater Berlin wieder ab 15. Dezember 2016 • Silvester 22.30 Uhr www. renaissance-theater.de • Karten 030 / 312 42 02 -- ––– --- ––––––– --- Foto: Barbara Braun / drama-berlin.de Du Schwuchtel Scheiß Transe FOTO: ELFI MIKESCH EIN HOMOPHOBER SPRUCH kann eine Straftat sein gefördert durch

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