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blu März 2018

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14 PARTY „GMF, SchwuZ

14 PARTY „GMF, SchwuZ und Rauschgold“ INTERVIEW DJ JAYCAP Diesen DJ kennt man nicht nur als Plattenaufleger und Musikmischer, nein, er ist auch Fotograf. Wir sprachen mit dem Tätowierten. Wo lebst du in Berlin? Im schönen und spießigen Prenzlauer Berg. Wobei, so spießig ist er ja gar nicht. Hier ist eine gute Mischung aus zugezogenen Schwaben, aus Szene und Familien. Nur beim Einkaufen nerven manchmal die Mütter mit ihren Zwillingskinderwägen ... (grinst) Und warum dort? Hier trifft sich alles! Gelandet bin ich hier, weil es wirklich die erste Wohnung war, die mein bester Freund und ich uns angesehen haben. Und sie hat uns sofort gefallen, der Kiez ist schön, auch die Lage nahe der Bahn. Als hätte man Hamburg mit Wiesbaden und Berlin gekreuzt! Du lebst also in einer WG? Ja, seit etwas über drei Jahren mit meinem besten Freund, direkt von Wiesbaden ging es in den Prenzlauer Berg. Vermisst du Wiesbaden etwas? Die Freundschaften, die man sich dort aufgebaut hatte, schon. Die Stadt eher nicht. Wenn ich jetzt unten bin, merke ich immer, dass es die richtige Entscheidung war umzuziehen. Wie nutzt du deinen Kiez? Ich liebe all die Restaurants! Kulinarisch wird hier einfach alles geboten, ich esse unglaublich gerne und bin auch unglaublich kochfaul. Wenn ich den Kiez nutze, dann zum Essen. Du bist DJ, wo legst du auf? Überwiegend im SchwuZ und Rauschgold, ab und an bei Chantal, im Irrenhouse durfte ich auch mal ran, und im Januar hatte ich meine Premiere im GMF. Was muss ein Lied erfüllen, damit du es auflegst? Es muss Emotionen auslösen. Ich höre von morgens bis abends Musik, und wenn ich ein Lied fünfmal hintereinander hören kann und nicht genervt bin, dann hat es gute Chancen, in mein Set zu kommen. Ich liebe Pop, man kann damit so viel machen. Club Pop nenne ich meinen Sound, da ich gerne POP mit House-Sounds aufpeppe. Du bist aber auch Fotograf. Das ist aus der Not heraus entstanden. Freunde und ich konnten uns keine Fotografen leisten und wollten gute Fotos von uns, und plötzlich wurde es zu einer Leidenschaft. Mit wem verbinden dich besonders schöne Erinnerungen? Geteiltes Glück ist doppeltes Glück, das ist mein Gedanke dazu. Also auch das Glück anderer. Zum Beispiel der Erfolg von Jade Pearl Baker – ich freue mich, dass sie ihrem Traum immer näher kommt. *Interview: Michael Rädel www.facebook.com/JaycapArt

UMZUG Die Bombe platzt: Hier macht Chantal weiter! PARTY 15 „Ende April wird zum letzten Mal im Bassy die Party stattfinden“, verrät die legendäre Diva. „Pünktlich ab Mai geht es übergangslos mit einem Grand-Opening im Suicide Circus weiter [...] schön mit Garten auch. Und auch die Lounge wird im Sommer ‚open air‘ sein.“ – Wir freuen uns drauf, ein Umzug tut doch fast jeder Party gut! EIN BLICK ZURÜCK Vor fast 19 Jahren ging es mit dem „House of Shame“ los, damals noch in der „Goldmine“ in der Dircksenstraße. 2001 transte und tanzte man dann in der „Panorama Bar“ im inzwischen abgerissenen Ostgut. Schon ein Jahr später zog es Chantal dann unter den Sage Club in die kultigen, aber modrigen Räume der Cantina Barcelona. Leider mit etwas weniger Gästen. Ab 2004 konnte Chantal dann wieder an alte Erfolge anknüpfen: Der Umzug ins Kinzo brachte ihr volle Kassen und internationales Publikum. Im Bassy wurde ab 2008 alles noch besser: Die Künstler hatten eine richtige Bühne, es lockten verschiedene Klubräume, ein ausgestopfter Wolf und jede Menge Kitsch und Totenköpfe. Ganz dem Trend entsprechend ist alles ein bisschen burlesk, kitschig und puffig. Kann man das toppen? Ja. Mit dem Klub Suicide Circus. *rä Jeden Donnerstag ab Mai: Chantals House of Shame, Revaler Str. 99, U/S Warschauer Straße, 23:05 Uhr, http://suicide-berlin.com/ ABSCHIED Der letzte Proxi Club! Nach vielen Jahren geht im März eine Party-Ära zu Ende. „Wir verabschieden uns am 31. mit einer letzten Ausgabe von unserem Format Proxi Club“, so Dominik vom SchwuZ. Wow, das schlägt ein, war das Partyformat doch jahrelang die gelungene – und erfolgreiche – Mischung aus Pop und Elektro im SchwuZ. Aber: Ein Klub muss sich verändern, um weiter Bestand zu haben. Wir feiern also mit einer Träne im Auge und freuen uns schon auf das Neue, was da kommen wird. *rä 31.3., Proxi Club, SchwuZ, Rollbergstr. 26, U Rathaus Neukölln, 23 Uhr FOTO: M. RÄDEL poly‘wo? poly‘wer? poly‘wann? NEUERÖFFNUNG polygon / B:EAST / Friedrichshain Die Location am Wiesenweg kannte man lange als Kosmonaut. Jetzt kommt der Klub total umgebaut und neu bespielt zurück. Wir konnten uns Anfang Februar vor Ort ein Bild machen. Oliver und Gary Mohns sind die Macher hinter diesem neuen Klub, der am 9. März neu eröffnen wird. „Die erste Party wird die B:EAST am 10.3. sein, sie fand schon einmal hier statt und war sehr erfolgreich – da hieß der Klub noch Kosmonaut und war noch nicht so umgestaltet, wie jetzt“, verrät Oliver. „Wir planen hier aber nicht nur Partys, wir wollen auch einen monatlichen Kinoabend mit Gay Classix machen, zum Beispiel mit „Polyester“ von John Waters mit Divine“, sagt Oliver Mohns, während er uns den großflächigen Klub zeigt. Sehr innovativ, ziemlich cool und absolut Berlin sieht nicht nur der Klub mit seinem großen Garten, den Bars, den schwarzen Toiletten und den Lounges aus, auch die Idee ist 100% Berlin. „Es soll eine Art Kulturzentrum werden“, verrät der dazugekommene DJ Brett Knacksen. „Von Yoga bis hin zu täglichem Cafébetrieb werden wir hier vieles möglich machen“, ergänzt Oliver. Auch der Nachwuchs soll gefördert werden: Hier wird man bald lernen können, DJ zu werden. Berlin kann sich freuen, der Friedrichshain sowieso und die LGBTIQ*-Szene auch: klasse, der polygon. *rä Ab März: polygon, Wiesenweg 1 – 4, S Ostkreuz, S / U Frankfurter Allee, die B:EAST steigt am 10.3., die Oster-B:EAST am 1.4.

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