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blu März 2017

BÜHNE 8 „Die Lust und

BÜHNE 8 „Die Lust und die Moral können gut miteinander leben.“ MAGNÚS Interview HALLUR JÓNSSON Der Isländer Magnús Hallur Jónsson bringt sich nicht nur seit zehn Jahren mit subarktischem Talent in die Berliner Kulturlandschaft ein, sondern verrät uns sogar das Rezept für tolle Haarpracht. WAS FÜR EINEN TYPEN HAST DU ZU- LETZT GESPIELT? Alfred aus „Die Fledermaus“. Ein Bonvivant. Ein Trinker, weil er sonst nicht mit der Welt klarkommt. Ein Romantiker. Einer, der die Freiheit und die freie Liebe bevorzugt. FREIE LIEBE, HM?! EINES DER MOTIVE DES STÜCKS IST „JEDER BETRÜGT JEDEN“. GLAUBST DU, DIE EROTISCHE LUST SCHLÄGT LETZTLICH IMMER DIE MORAL? Ich glaube, es ist bei jedem Einzelnen anders. Persönlich habe ich nicht so ein Problem mit der Moral. Die Lust und die Moral können gut miteinander leben. Aber ich bin auch nicht christlich oder religiös, vielleicht liegt es daran. DU WURDEST IN ISLAND GEBOREN UND BIST DORT AUCH AUFGEWACHSEN. WAS VERBINDEST DU MIT DEINEM HEIMAT- LAND HEUTE NOCH? Mit Island verbinde ich Natur und frische Luft – die vermisse ich am meisten hier in Berlin. WIE LANGE LEBST DU SCHON IN BERLIN? UND ZIEHST DU BERLIN AUCH PRIVAT REYKJAVÍK VOR, ODER BIST DU AUSSCHLIESSLICH AUS BERUFLICHEN GRÜNDEN IN DEUTSCHLAND? Ich bin in Berlin seit 2007 und ich kam, um hier zu studieren. Geblieben bin ich, weil ich hier mehr zu tun hatte. Aber ich liebe das Leben in Berlin. AUF WELCHER BÜHNE KANN MAN DICH NACH „DIE FLEDERMAUS“ SEHEN UND HÖREN? Ich bin dann im Februar wieder auf der Bühne des Acker Stadt Palasts und im April im Ballhaus Ost, glaube ich. Beides sind Produktionen von Opera Lab Berlin. Und ich singe dann auch regelmäßig mit PHØNIX16. JETZT NOCH EINE INDISKRETE FRAGE: WAS IST DEIN GEHEIMREZEPT FÜR SO GEILES HAAR? Lebertran macht die Haare schön. •Interview: Dennis Stephan staatsoper-berlin.de www.deutscheoperberlin.de

BILD: S. MARCEL Musikprojekt OPERETTE FÜR ZWEI SCHWULE TENÖRE Florian Ludewig, langjähriger Komponist und Pianist von „Malediva“, und Nollendorfblogger und Theaterautor Johannes Kram bringen die Geschichte eines Männerpaares auf die Bühne. Das Musikprojekt findet als Begleitveranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Siegfried Wagner: Bayreuths Erbe aus andersfarbiger Kiste“ des Museums statt, die sich gezielt der Frage der Möglichkeiten von Homosexualität und Musiktheater im Wandel der Zeiten widmet. „Es wird keine Operetten-Parodie oder -Verarsche“, so Johannes Kram. „Wir nehmen das Genre sehr erst, was für uns bedeutet, dass es albern und vor allem auch lustvoll zur Sache geht. Aber weder wir noch die beiden Protagonisten des Stücks schämen sich für große Gefühle, zumal die Welt der Operette ihren Fans noch etwas schuldig ist, auf das diese seit über 150 Jahren warten mussten: Ein ganz unironischer, unmissverständlicher, unverdruckster Hauptrollen-Kuss samt Liebesarie von Mann zu Mann.“ 18. und 19.3., Operette für zwei schwule Tenöre, Schwules Museum*, Lützowstr. 73, 19:30 Uhr Konzert MICHELLE KOMMT Die Sängerin ist mit ihrem Album „Ich würd’ es wieder tun“ auf großer Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. FOTO: UNIVERSAL MUSIC Lieder wie „Wer Liebe lebt“, „Paris“, „Idiot“ und „Kopfüber in die Nacht“ machten Michelle zum Dauergast in Charts und TV-Sendungen. Die Schlagerfrage war für sie nie ein großes Problem: „Ich finde Schubladen immer schwierig, grundsätzlich würde ich meine Musik aber ebenfalls da einordnen. Ich erreiche jedoch auch Menschen, die Popmusik hören und eigentlich keinen Schlager. Meine Stile sind vielfältig“, verrät die Schwarzwälderin. Und worauf ist sie stolz? „Dass ich meine Ziele immer erreicht habe, dass ich Sängerin bin! Ich kann keine Noten lesen, ich singe rein aus einem Gefühl heraus und scheine eine besondere Stimme zu haben, die man sich merkt. Dafür bin ich dankbar – stolz bin ich auf das, was ich mit dieser Gabe erreicht habe.“ Wer Kitsch, Schlager und Disco mag, der kann das blonde, äußerst sympathische Energiebündel live erleben – in sage und schreibe 27 Städten! •rä 15.3., Michelle: „Ich würd’ es wieder tun“, Friedrichstadt-Palast, U/S Friedrichstr., www.eventim.de

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