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blu März 2017

STADT 4 Community BILD:

STADT 4 Community BILD: TOM OF FINLAND (TOUKO LAAKSONEN, 1920 – 1991), UNTITLED (PREP. DRAWING), 1970, 1970 TOM OF FINLAND FOUNDATION Nachgefragt GEGEN DEN HASS TOM OF FINLAND Ordinär, sexistisch, geil. Der Zeichner gab homoerotischen Sexfantasien ein Gesicht, lange bevor das gesellschaftlich o. k. war. Er brachte es auf den Punkt, aber mit zeichnerischer Perfektion. Vor wenigen Wochen eröffnete in der Galerie Judin die Ausstellung „Touko Laaksonen – The Man Behind Tom of Finland / Ecce Homo – The Preliminary Drawings“. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Bildband begleitet, der aber, anders als all die anderen Bände mit Toms Kunst, gleich einem Skizzenbuch erstmals nur Studienblätter des Künstlers versammelt! •rä Galerie Judin: Touko Laaksonen – The Man Behind Tom of Finland / Ecce Homo – The Preliminary Drawings, Potsdamer Str. 83, Di – Sa 11 – 18 Uhr, www.galeriejudin.com BILD: ERINÇ SEYMEN: SWEET MEMORIES 2, 2008, TINTE AUF PAPIER, 70 X 100 CM, COURTESY OF THE ARTIST AND FAZLI ÖZCAN Ğ – DAS WEICHE G Die Gruppenausstellung „ğ – das weiche g“ im Schwulen Museum* versammelt zum ersten Mal in Deutschland Arbeiten, die den transkulturellen Austausch von LSBTIQ*- Menschen zwischen der Türkei und Deutschland, zwischen Berlin und Istanbul zum Inhalt haben und der künstlerischen Migration in allen Richtungen nachgehen. ğ – das weiche g, 3.3. bis 29.5., Schwules Museum*, Lützowstr. 73, Berlin Deutschland hat ein „Bundestrollamt für gegen den digitalen Hass“ – klingt lustig, ist aber so und zudem auch notwendig. Wir chatteten mit einem, der es mitaufgebaut hat: Sami Rauscher. •rä WIE GING ES LOS MIT DEM PROJEKT? Das „No Hate Speech Movement“ ist eine Initiative des Europarats und wurde 2013 bereits in einigen europäischen Ländern ins Leben gerufen. Im letzten Jahr wurde dann von den Neuen deutschen Medienmachern eine Bewegung für Deutschland gestartet. Gefördert wird diese Arbeit durch das BMFSFJ-Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Sowohl der Bund, also die staatliche Seite, als auch zivilgesellschaftliche Organisationen haben gesehen, dass wir uns alle noch mehr engagieren können gegen den Hass im Netz. Natürlich gab es davor auch schon Initiativen, online wie offline, die sich gegen Hass eingesetzt haben. Ziel war es dementsprechend, für all das, was bereits passiert, Katalysator zu sein und eine Plattform zu schaffen, die durch ihre Vielfältigkeit noch mehr Menschen einlädt mitzumachen. WAS FOKUSSIERT IHR SO? Bei uns geht es vor allem um das, was jede und jeder Einzelne tun kann – mit der Hilfe von vielen großen Organisationen, die zum Beispiel Argumente für Diskussionen zur Verfügung stellen oder auch Tipps geben, wie man sich selbst schützen kann. Oftmals ist der Widerspruch in den sozialen Netzwerken nämlich noch viel zu zurückhaltend. Unabhängig von der Frage, was gelöscht werden müsste, weil es zum Beispiel volksverhetzend ist, treibt uns vor allem die Frage um: „Weshalb schweigen so viele, wenn sie Hass im Netz begegnen?“ SIND DIE ZEITEN DENN RAUER GEWORDEN? Wir scheinen uns in der öffentlichen Debatte an Ausgrenzung und Intoleranz gewöhnt zu haben. Diese Stimmen werden deshalb immer lauter. Gleichzeitig bleibt die Hoffnung, dass auch wieder mehr Menschen den Mut finden, Diskriminierung entgegenzustehen. Gerade mit Blick auf die USA und die Wahlen in Deutschland und Frankreich wird das in diesem Jahr weiterhin eine sehr wichtige Frage bleiben. WIE KANN MAN MITMACHEN? Erst mal sehr gerne informieren auf no-hate-speech.de. Hier weisen wir auch auf andere Initiativen hin. Zunächst hilft man mit dem direkten persönlichen Einsatz, für den es nichts weiter braucht als Zivilcourage. Also einmischen! Dann ist es aber natürlich auch so, dass sicher jeder und jede ein Herzensthema hat, für das er oder sie sich noch einmal besonders einsetzen möchte. Der LSVD arbeitet zum Beispiel auch an Argumenten, die man online in Diskussionen entgegensetzen kann, wenn wieder gegen LGBT*I gehetzt wird. Außerdem wurde im letzten Jahr eine Handreichung veröffentlicht: https://issuu.com/facebookberlin/docs/ schluss_mit_lgbt-mobbing. no-hate-speech.de FOTO: MOSJKAN EHRARI

Tickets 030. 883 15 82 // www.bar-jeder-vernunft.de Umzug BRUNOS AN NEUER STELLE Das Team eröffnete seinen neuen Berliner Store in der Maaßenstraße 14, also mitten im Herzen des West-Schwulenkiezes, direkt zwischen dem U-Bahnhof Nollendorfplatz und dem Winterfeldtplatz. Store-Manager Frank Liedtke: „Unsere Berliner, aber auch unsere bundesweiten und internationalen Kunden sind uns seit sehr vielen Jahren sehr ans Herz gewachsen. Gerade deswegen ist es uns ganz wichtig, unseren neuen Laden mit einer großen Party im April gemeinsam mit all unseren langjährigen und neuen Kunden zu feiern.“ www.brunos.de Unfall MARIA PSYCHO IN FLAMMEN FOTO: M. RÄDEL Tickets 030. 883 15 82 // www.bar-jeder-vernunft.de Tickets 030. 39 06 65 50 // www.tipi-am-kanzleramt.de Ende Januar erlebte der Berliner Performance-Künstler mehr als nur eine Schrecksekunde. Maria Psycho war Ende Januar wie immer als lautstarker Selektierer an der Tür der angesagten Party B:EAST eingesetzt, die am 28.1. im Klub IPSE stattfand. Damit das Tür-Team nicht so frieren musste in der Winternacht, stand dort ein Heizstrahler. „Ich kam mit meinem Kostüm wohl zu nah dran“, verrät der immer vollkommen verkleidete Künstler. „Es hat sofort Flammen geschlagen! (…) Aber es hätte auch anders laufen können, glücklicherweise war sofort jemand zum Löschen da.“ Sein Kostüm sei „völlig ruiniert“, aber er – immerhin – unverletzt. Sein Dank gilt dem Team, das ihn so schnell gelöscht und damit gerettet hat. Hätte sein ganzes Kostüm (das auch das Gesicht bedeckt) gebrannt, wären die Folgen dramatischer gewesen, so entstand nur Sachschaden. •rä Tickets 030. 39 06 65 50 // www.tipi-am-kanzleramt.de

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