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blu März 2017

REISE THAILAND Auf der

REISE THAILAND Auf der thailändischen Ferieninsel Phuket fand 2016 das erste TropOut Beach Festival statt. Ein Rundumsorglos-Urlaubspaket für schwule Männer, deren Freunde und Familie. FOTO: TROPOUT.COM KREUZFAHRT OHNE SCHIFF Gay-Pride-Tourismus, eine Regenbogen-Destination oder ein schwules Hotel? Wer seinen Urlaub nicht allein unter Heteros verbringen möchte, dem steht neuerdings eine weitere Alternative offen: das TropOut Festival. Die Idee: Schwule Männer und ihre Freunde erkunden gemeinsam eine Region, die zwar über eine gewisse queere Infrastruktur verfügt, aber kein klassisch schwules Ferienziel ist. FOTOS: CARSTEN HEIDER Organisiert wird der Urlaub samt Unterkunft von einem englisch-australischen Reiseveranstalter. Für die Anreise oder ein Verlängerungsprogramm vor Ort ist jeder selbst verantwortlich. KAFFEEFAHRT IM SPEEDBOAT Den Auftakt machten die Veranstalter im Frühjahr 2016 in Thailand. Schullandheim, Betriebsausflug oder Kaffeefahrt? Worauf genau sich die Teilnehmer einlassen würden, war zu Beginn des Festivals wahrscheinlich selbst dem Organisator nicht vollständig klar. „Aber wir hatten eine sehr genaue Vorstellung davon, was wir nicht wollten,“ so TropOut-Director Aaron Zoanetti. „Auf keinen Fall sollte es eine Circuit Party werden.“ Soll heißen: Man braucht kein Waschbrett, man braucht keine Pillen. Es wird zwar getanzt und gefeiert, aber nicht bis in den Morgen und schon gar nicht die ganze Woche. Das Konzept des Festivals erinnert an eine Kreuzfahrt – nur eben ohne Schiff. Übernachtet wird in einem guten Hotel mit Pool und in Strandnähe. Die Teilnehmer des ersten Urlaubs- Festivals kamen aus zwanzig Nationen und waren größtenteils zwischen Anfang zwanzig und Mitte fünfzig. KULTUR UND GENUSS Wer mag, verbringt seine Urlaubstage faul in der Sonne. Wem das zu langweilig ist, der kann auf eigene Faust die Region erkunden oder Ausflüge buchen. „Sich auf fremde Menschen und Kulturen einzulassen, fällt nicht jedem leicht“, meint Aaron, „und es macht allein viel weniger Spaß als in einer Gruppe schwuler Männer aus der ganzen Welt.“ Stimmt. Viel lustiger als in einem unter Regenbogenflagge fahrenden Speedboat kann eine Kaffeefahrt kaum sein. Und auch die Landausflüge machen im Rudel mehr Freude. Jeden Tag werden Touren mit unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten. Die reichen vom Kochkurs bis zum Städtetrip und sind immer auf die Zielgruppe zugeschnitten. Wer möchte, kann sich beim schwulen Tourguide Tipps für abendliche Ausflüge in die Szene holen. DIE NÄCHSTE GELEGENHEIT Das kommende TropOut Festival findet vom 6. bis 13. Mai 2017 in Neukaledonien statt. Die zu Frankreich gehörende Inselgruppe im südlichen Pazifik erreicht man von Europa aus über Australien oder Neuseeland. Für Europäer wird es dann im Dezember 2017 spannend, wenn TropOut wieder auf Phuket stattfindet. •ch www.tropout.com www.thailandtourismus.de

TIPP FERNREISEN MIT HIV REISE Eines vorweg: Last minute zu buchen und spontan loszudüsen, ist keine gute Idee. „Wer sich fit für eine Fernreise fühlt und seit mindestens drei, besser noch seit sechs Monaten unter der bestehenden HIV-Therapie einen stabilen Immunstatus aufweist und das Okay vom behandelnden Arzt hat, kann mit den Reisevorbereitungen loslegen“, sagt Birgit Eußem. Sie berät HIV-Patienten bei der Europa Apotheek. WICHTIGE SCHUTZIMPFUNGEN Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten sowie Hepatitis A und B ist ein Muss. Das Robert Koch-Institut rät zudem, sich auch gegen Pneumokokken impfen zu lassen, um das Risiko einer Lungenentzündung klein zu halten. Ideal ist eine CD4-Zellzahl von mehr als 300 pro Mikroliter Blut vor einer Impfung, die möglichst auch schon drei oder mehr Monate Bestand hat. UNTERWEGS MIT EINER HIV-THERAPIE Beim Reisen in eine andere Zeitzone ist die richtige Verschiebung des Einnahmezeitpunktes sehr wichtig und sollte mit dem Arzt besprochen werden. Faustregel: Bei Reisen von Ost nach West die Einnahmeabstände täglich um eine Stunde verkürzen und bei Reisen von West nach Ost die Einnahmeabstände täglich um eine Stunde verlängern, bis die Zeitverschiebung ausgeglichen ist. RICHTIG PACKEN Um Hindernisse in der Versorgung zu vermeiden, ist es besser, antiretrovirale Medikamente für die gesamte Reisezeit von zu Hause mitzunehmen. Am sichersten verstaut man sie im Handgepäck. Je nach Tablettenmenge ist es nützlich, wenn der Arzt schriftlich bescheinigt, dass man die Medikamente persönlich benötigt. Manche packen die Tabletten übrigens lieber in neutrale Behälter, um im Gastland keinen Anlass für Nachfragen zu geben. Länder, die sich mit der Einreise von HIV-positiven Menschen schwertun, sind unter www.hivtravel.org gelistet. PLATZ FÜR DIE REISEAPOTHEKE Herkömmliche Mittel gegen Durchfall (Loperamid, lebende Keime wie z. B. E. coli und Tannine) sind zusammen mit der HIV-Medikation nicht unbedenklich. Arzt und Apotheker beraten individuell und passend zur antiretroviralen Therapie. www.smart-leben.com/hiv FOTO: HERMANNN TRAUB/GEMEINFREI

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